09. November 2003 13:49; Akt: 10.11.2003 10:23 Print

Zwei Tote bei Raser-Unfall im Aargau

Im aargauischen Reusstal zwischen Muri und Boswil lieferten sich zwei Raser ein Privatrennen - mit Familie im Auto. Als es knallte, starb einer der Raser und ein korrekt fahrender Lenker.

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Bei weiteren Unfällen in der Schweiz kamen drei junge Männer ums Leben.

Im Aargauer Reusstal hatten sich am Samstagabend ein Kosovo-Albaner und ein Serbe zwischen Muri und Boswil ein Privatrennen geliefert und waren mit hohem Tempo nebeneinander gefahren, wie die Polizei bekannt gab. Das auf der Gegenfahrbahn fahrende Auto prallte um etwa 19.00 Uhr in einen korrekt entgegenkommenden Personenwagen.

Der 37-jährige Serbe, der den Unfall ausgelöst hatte, wurde getötet. Seine Frau und seine vier Kinder, die nicht angegurtet waren, erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Der Lenker des korrekt fahrenden Autos, ein 51-jähriger Zürcher, erlag in der Nacht zum Sonntag seinen Verletzungen. Die beiden Mitfahrenden in diesem Auto wurden schwer verletzt.

Das Auto des anderen Rasers kam von der Strasse ab und überschlug sich auf einer Wiese. Der 28-jährige Kosovo-Albaner, der keinen Führerausweis besitzt und allein unterwegs war, blieb unverletzt. Er wurde in Untersuchungshaft genommen.

Bereits am Freitagabend kurz nach 22.00 Uhr war es im Kanton Aargau zu einem tödlichen Verkehrsunfall gekommen. Ein 23-jähriger Lenker war in Untersiggenthal nach einem Überholmanöver von der Fahrbahn abgekommen und mit seinem Wagen in den Betonmast einer Hochspannungsleitung geprallt. Der nicht angegurtete Lenker wurde aus dem Auto geschleudert und dabei so schwer verletzt, dass er in der Nacht auf Samstag im Spital gestorben ist.

Im Bündner Oberland kam am frühen Samstagmorgen ein 22-jähriger Lenker bei einem Selbstunfall ums Leben. Der von Disentis in Richtung Sedrun fahrende Mann war in einer Rechtskurve geradeaus gefahren und in einen Zaun geprallt. Durch diese Kollision wurde die linke Tür des Fahrzeuges weggerissen und der nicht angegurtete Mann aus dem Wagen geschleudert. Das Fahrzeug prallte anschliessend gegen eine Stützmauer. Dort wurde der Lenker von seinem eigenen Wagen erdrückt.

In Schaffhausen wurde in der Nacht auf Sonntag ein 23-jähriger Mitfahrer bei einem Selbstunfall getötet. Die Lenkerin hatte wegen nicht angepasster Geschwindigkeit die Herrschaft über ihr Fahrzeug verloren. Das Auto kam von der Fahrbahn ab und stiess zunächst in einen parkierten Personenwagen, bevor es seitlich in einen Beleuchtungskandelaber prallte und in Seitenlage liegen blieb. Die Lenkerin und drei weitere Mitfahrer wurden verletzt.

(ap)