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5.11.2018 Print

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Gewinne mit Lara: VIP-Package fürs Lauberhorn

Im Interview spricht Lara Gut über die Ecken und Kanten, die sie unverbesserlich machen. Was macht dich unverbesserlich?

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Gibt es einen Charakterzug, den Sie als «typisch Lara» bezeichnen würden, bei dem Sie einfach unverbesserlich sind?
Typisch Lara, das ist mein Instinkt. Ich folge gerne meinem Herzen. Wenn ich gefühlsmässig nicht ganz hinter etwas stehe, dann tritt das früher oder später zum Vorschein und ich sage mir, dass ich meinem Instinkt hätte folgen sollen. Auf den Ski und im Leben allgemein sollte man auf seine innere Stimme hören und ihr vertrauen.

Bei welcher Situation mussten Sie zuletzt über sich selbst lachen?
Ich lache oft über mich selbst, insbesondere seit ich verliebt bin. Als ich letztes Jahr pausiert habe, konnte ich nicht mehr Ski fahren und nicht mehr die «seriöse» Skifahrerin sein. Da habe ich mich und meine Persönlichkeit wiederentdeckt. Ich habe wieder gelernt, meine Fehler zu akzeptieren. Wenn sich früher jemand über mich lustig machte, war ich schnell verärgert. Heute lache ich darüber (Sie lacht).

Wie schafft man es, seinem Charakter im Profi-Skirennsport – im Scheinwerferlicht der Medien – treu zu bleiben?
Was zählt, ist, dass die Personen in meinem Umfeld - also mein Freundeskreis und meine Familie - wissen, wie ich bin. Sie sind immer für mich da. Und wenn ich ihnen morgen sagen würde, dass ich mit dem Skifahren aufhöre, wären sie damit einverstanden, denn das war nie das Wichtigste für sie. Selbstvertrauen ist wichtig. Wenn man sich seiner selbst nicht sicher ist, fängt man an, Antworten zu suchen und man versucht, sich zu ändern, aber man riskiert dabei auch, sich zu verlieren. Durch das, was man in sich trägt, kann man sich weiterentwickeln: durch seine Qualitäten und seinen Charakter. Man muss einfach akzeptieren, dass man es nie allen recht machen kann.

Glauben Sie, dass es diese Beständigkeit im professionellen Skirennsport braucht?
Beständigkeit ist nicht nur im Sport, sondern generell im Leben wichtig. Ski ist und bleibt ein Sport. Man braucht Selbstvertrauen - auch das ist Beständigkeit. Es geht darum, seinen Weg zu gehen, Werte zu haben und sie mit Leben zu erfüllen. Man sollte nie vergessen, dass einem das eigene Leben selbst gehört und man das Recht hat, es nach seinen eigenen Vorstellungen zu leben.

Sie benötigen viel Disziplin. Gibt es kleine Laster oder Sünden, die Sie sich dennoch von Zeit zu Zeit gönnen?
Disziplin ist zweifellos wichtig im Sport, aber auch eine Herausforderung, denn man darf sich weder selbst in eine Zwangsjacke stecken noch sich von jemand anderem dort hineinstecken lassen. Routine ist selbstverständlich wichtig: tägliches Training, Ernährung und Ruhepausen. Aber man sollte dabei nicht vergessen, dass man lebt, und sollte das Leben auch geniessen. Man sollte nicht zu strikt sein, auch beim Training Spass haben und sich nicht dauernd irgendwelche Zwänge auferlegen.

Was würden Sie in Ihrer Karriere anders machen, wenn Sie noch einmal von vorne beginnen könnten?
Etwas verändern zu wollen ist kompliziert. Ich würde meinen Charakter nehmen und das, was ich bisher gelernt habe, die Person, die ich jetzt bin, und damit würde ich gern neu anfangen, dann wären viele Dinge wesentlich leichter. Ich würde meine Reaktionen kennen, wüsste, wann ich ermüde, wie ich ein Jahr planen muss, aber auch, wie ich mit anderen interagieren kann, denn manchmal habe ich viel Energie verpulvert, indem ich mich über Dinge aufgeregt habe, die ich nicht ändern kann und die im Endeffekt gar nicht so wichtig sind.

Was würden Sie als Ihre grösste Stärke bezeichnen? Und was als Ihre grösste Schwäche?
Ich glaube, meine grösste Stärke ist auch meine grösste Schwäche: Mein Kopf. Ich bin neugierig, und dadurch kann ich mich immer weiter entwickeln, immer wieder aufstehen und weitermachen, immer wieder das Positive sehen und laufend Lösungen für Probleme finden. Ich glaube an Lösungen. Aber manchmal ist es auch schwierig, einen Kopf zu haben, der nie aufhört zu arbeiten. Da muss man manchmal «Stopp» sagen, denn das frisst sehr viel Energie. Ich lebe gern zu 100 % und möchte mich nicht zwingen, meine Gefühle oder meine Persönlichkeit zu kontrollieren, denn wenn ich das täte, hätte ich den Eindruck, mich ein bisschen aufzugeben.

Wenn Sie eine Zeitmaschine hätten und sich selbst als junges Mädchen begegnen könnten, welchen Ratschlag würden Sie der kleinen Lara Gut mit auf den Weg geben?
Ich würde mir nur einen Rat geben wollen: dass ich an mich selbst glauben, mir selbst treu bleiben, meinem Herzen folgen und gleichzeitig eine gewisse Distanz gegenüber der Meinung der Andern wahren soll. Wir gehen alle unseren eigenen Weg, der sich uns - und nicht den anderen - eröffnet.



Teilnahmeschluss: 18. November 2018

Teilnahmebedingungen: Der Preis kann weder umgetauscht noch in bar ausbezahlt werden. Die Gewinner werden persönlich benachrichtigt. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.