22. April 2005 00:55; Akt: 22.04.2005 01:02 Print

«Über Verletzungen spreche ich nicht»

Im Kampf um die tollkühnsten Sprünge riskieren Motocross-Freestyler Kopf und Kragen. Am Wochenende messen sich die Weltbesten in Bern, darunter auch der 22-jährige Schweizer Mathieu Rebeaud.

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Nette Sprünge, die du da machst! Bist du noch nie auf den Kopf gefallen?
Mathieu Rebeaud: Glücklicherweise nicht. Aber über Stürze oder Verletzungen spreche ich grundsätzlich nicht.
Warum nicht?
Rebeaud: Einfach so. Freestyle-Motocross ist nicht gefährlicher als andere Risikosportarten.

Okay. Aber wie übt man das überhaupt – nicht auf den Kopf zu fallen?
Rebeaud: Einerseits mit normalem Fahrtraining. Andererseits in einem Foampit – einer Art Swimmingpool, der mit Schaumgummi gefüllt ist. Da ist die Landung weicher.

Wie oft sitzt du auf deinem Motorrad?
Rebeaud: Mehrere Stunden täglich. Schliesslich ist das Freestyle-Motocross-Fahren mein Hauptberuf.

Kannst du davon leben?
Rebeaud: Im Moment ja. Aber im August ziehe ich nach Kalifornien. Dort sind die Trainingsbedingungen einfach besser.

Deine Maschine wird deine treueste Begleiterin sein ...
Rebeaud: Natürlich kommt auch meine Freundin mit in die USA. Aber ich verbringe schon unheimlich viel Zeit mit meinen Motorrädern. Das ist auch fast eine Beziehung (lacht).

Wie hoch willst du damit hinaus?
Rebeaud: Kurzfristig will ich einen neuen Sprung, eine 360-Grad-Drehung, perfekt hinkriegen. Langfristig will ich mich kontinuierlich verbessern und ganz an die Weltspitze vorstossen.

Claudia Schlup