Die Albtraumfabrik

09. Januar 2012 17:56; Akt: 10.01.2012 10:01 Print

«Die Pädophilen in Hollywood sind überall»

Ex-Kinderstar Corey Feldman packt aus: Sexueller Missbrauch steht in Hollywood an der Tagesordnung, behauptet er. Nach dem Tod seines Freundes Corey Haim, will er nun zwei Täter outen.

In einem Interview erzählt Corey Feldman von sexuellem Missbrauch, den er in Hollywood erlitt.
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Corey Feldman wurde mit Filmen wie «The Goonies», «Stand By me» und «The lost boys» in den 80er-Jahren zum Kinderstar und zur Ikone. Doch statt von Ruhm und Glamour berichtet er nun von sexuellem Missbrauch an den Filmsets. Der «Dancing-On-Ice»-Star erzählt, dass er während seiner Zeit als Jungschauspieler dem Missbrauch vieler hoher Hollywoodmogulen zum Opfer fiel. Er will nun die Namen zweier Täter in einem Buch veröffentlichen und gerichtlich gegen sie vorgehen, wie dailymail.co.uk. berichtet.

Macht schützt vor Verbrechen

Wie der 40-jährige Kanadier erzählt, hätten sich die Männer wie Aasgeier auf ihn gestürzt, als er 14 Jahre alt war. «Ich lag regungslos da während sie über mir ihre Arbeit verrichteten.» Wie viele Kinderstars verfiel er darauf den Drogen. Er fühlte sich von Hollywood ausgenutzt. Er und sein Schauspielfreund Corey Haim seien daraufhin zu Sündenböcken abgestempelt und ihr Image mit Aussagen wie «Drogensüchtige» und «Has-beens» zerstört worden.

Weil er Hollywood die Mitschuld an Coreys Tod gibt und weil er sich des Missbrauchs wegen in die Drogensucht stürzte, habe er beschlossen, von den Schändern zu berichten: «Ich stand auf und sagte, dass da ein grösseres Problem ist, dass ich Corey verloren habe und dass ich nicht noch mehr Kinder sehen will, die an diese Perversen verloren gehen.» Er spricht von einem grossen Kreis von Pädophilen, die in Hollywood sehr viel Macht hätten. Mit Angeboten und Geld locken sie Eltern und Kinder zu sich.

Bereits ein weiterer ehemaliger Kinderschauspieler, der anonym bleiben will, hat sich nach Feldmans Geständnissen zu dem Thema geäussert. Er behauptet, von Talentmanager Martin Weiss sexuell missbraucht worden zu sein. Obschon Feldmann nicht von Weiss missbraucht wurde, hilft er der Polizei auch bezüglich dieser Ermittlungen. Feldman ist sich der Gefahr bewusst, der er sich und seine Familie mit der Namensnennung der Täter aussetzt. Doch nach dem Tod seines Kumpels will er seinen eigenen Sohn schützen.

War, ist und wird immer ein Problem sein

Laut Feldman ist das Problem allgegenwärtig und er ist weitaus nicht der erste, der von sexuellem Missbrauch in der Traumfabrik erzählt. Mary McDonough, die in der Serie «Die Waltons» als Erin auftrat, litt unter sexuellem Missbraucht und berichtet: «Es gab einen Mitarbeiter des Filmteams, den ich jeden Tag küssen musste, als ich 11 war.», wie criticomblog.wordpress.com berichtet. Nick Carter teilt dasselbe Schicksal. Er soll angeblich von seinem damaligen Backstreet Boys Manager Lou Pearlman missbraucht worden sein. Er selbst schweigt dazu, wie news.de berichtet.

(cem)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Aytac Altuncevahir am 10.01.2012 06:07 Report Diesen Beitrag melden

    Die Pädophilen in Hollywood sind überall

    Hollywood war schonn immer ein Sündpfuhl und hat Sicher einige Leichen im Keller! Denke und vor allem Hoffe das dies aber eher tragische Einzelfälle sind! Aber man kann sichs eben nur zu Gut vorstellen das Pseudo-Eltern ihre Schützlinge eben solchen Kreaturen überlassen nur um sie auf der Leinwand zu betrachten und sie ausbeuten zu lassen gehört wohl zum American Dream!

  • Doc PhilGood am 10.01.2012 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Wahrscheinlich weiter verbreitet als...

    Kann sein, dass er den Missbrauch erfunden hat für seine Biographie. Dennoch, die Schwere der Vorwürfe und die Folgen für die Opfer lassen es nicht zu, dass sein Hinweis ignoriert wird. Zu oft werden klare Hinweise ignoriert und nicht nachgegangen. So oft, dass ich manchmal schon frage, ob dass Ganze nicht System hat....Es gibt wirklich sehr viele kranke Menschen. Einfach mal bei youtube "Ritueller Missbrauch (Satanismus)" eingeben. Ich habe nicht die ganze Doku ausgehalten....

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  • Bond am 10.01.2012 08:49 Report Diesen Beitrag melden

    Irgendwas Neues?

    Passiert heute doch überall: Hollywood, Kirche, Schule, Heime etc. Und wird ordentlich gebüsst? Neeeeein

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tom Meier am 11.01.2012 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Ist mir nach 30 Jahren wieder eingefalle

    Ob's so war oder nicht. Seltsam dünkt mich, dass immer mehr ältere oder alternde 'Stars' mit solchen Behauptungen auf sich aufmerksam machen. Immer erst nach Jahr(en/zehnten). Jeweils wird dann ja die Begrün- dung geliefert, man hätte dies zuerst verarbeiten müssen... 20-30 Jahre lang? Beweise hier als Angeschuldigter mal Deine Unschuld. Angeklagt und der Ruf zerstört ist schnell geschehen. Aussagen über Geschehnisse, die so lange zurückliegen, schenke ich grundsätzlich nur wenig bis gar keinen Glauben.

  • Doc PhilGood am 10.01.2012 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Wahrscheinlich weiter verbreitet als...

    Kann sein, dass er den Missbrauch erfunden hat für seine Biographie. Dennoch, die Schwere der Vorwürfe und die Folgen für die Opfer lassen es nicht zu, dass sein Hinweis ignoriert wird. Zu oft werden klare Hinweise ignoriert und nicht nachgegangen. So oft, dass ich manchmal schon frage, ob dass Ganze nicht System hat....Es gibt wirklich sehr viele kranke Menschen. Einfach mal bei youtube "Ritueller Missbrauch (Satanismus)" eingeben. Ich habe nicht die ganze Doku ausgehalten....

    • Kevin am 11.01.2012 10:31 Report Diesen Beitrag melden

      Youtube Rituale

      Lustig, dass du die Satanisten erwähnst. Es gab in den USA mal eine gross angelegte Sting Operation bei der sie besagte "events" entlarven wollten. Was kam raus? Alles (von den Medien) erfunden und erlogen. Angst verkauft sich eben gut.

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  • Bond am 10.01.2012 08:49 Report Diesen Beitrag melden

    Irgendwas Neues?

    Passiert heute doch überall: Hollywood, Kirche, Schule, Heime etc. Und wird ordentlich gebüsst? Neeeeein

    • Noro am 10.01.2012 12:32 Report Diesen Beitrag melden

      Täter suchen Nähe zu Opfern

      Klar! Weil sich die Täter ganz bewusst Berufe suchen, in denen sie mit Kindern zu tun haben. So sind sie direkt an der Quelle um ihre perversen Triebe zu befriedigen.Und dass man sich in Hollywood Rollen erschlafen muss, ist ja auch kein Geheimnis. Dass dies auch Kinder betrifft, erstaunt mich nicht.

    • Tommy am 10.01.2012 14:18 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      Genau! Das Problem ist, dass man sogar bei einer Verurteilung noch lächerliche Strafen bekommt. Zumindest das läuft in den USA besser als in Europa. Falls diese Grüsel überhaupt je verurteilt werden, dann werden sie es wenigstens so richtig bereuen! Hoffen wir mal, dass die Gerechtigkeit siegt!

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  • Paul Meier am 10.01.2012 07:56 Report Diesen Beitrag melden

    und wenn die

    eigene Karriere nicht mehr läuft dann lässt man mal schnell eine Biografie schreiben und kündigt an, man sei missbraucht worden und man haue jetzt mal 2 Altstars in die Pfanne und schon verkauft sich das Buch und die Karriere bekommt einen neuen Schub

    • moischi am 10.01.2012 13:03 Report Diesen Beitrag melden

      krass

      Krasse Behauptung für jemanden, der nicht dabei war. Ich wäre mit solchen Kommentaren vorsichtiger.

    • Jenny am 10.01.2012 14:18 Report Diesen Beitrag melden

      @Paul

      Warum denken Sie gleich an Geldgier? Klingt ja nicht besonders abwegig dass sowas Gang und Gäbe ist oder nicht?

    • Brumm B am 11.01.2012 09:19 Report Diesen Beitrag melden

      @Paul Meier

      Dieses Schwarz-Weiss-Denken kotzt zunehmend an!!

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  • Dani am 10.01.2012 07:34 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso soweit suchen

    Fangt mal mit Disney an und dann erholt euch erst mal ein paar Jahre von dem Schock, wenn dies alles ans Licht kommt. Nicht umsonst nennt man sie die Butterfly-Kids. Nur, die Wahrheit, will keiner wissen bzw. könnten nur die wenigsten ertragen. Kindsmissbrauch ist aber auch in Europa gang und gäbe und bis in die obersten Schichten vorhanden. Man nehme mal den Fall Dutroux, wo bis heute 27 direkte Zeugen ermordert wurden und doch klar ist, dass die Verstrickungen bis in die obersten Räte Europas reichen.