Foster über Gibson

17. März 2011 10:58; Akt: 17.03.2011 10:59 Print

«Gott, ich liebe diesen Mann»

Es ist schon erstaunlich, dass ausgerechnet die alternativ anmutende Jodie Foster den antisemitischen Frauen-Schläger Mel Gibson voll und ganz verteidigt.

Der Trailer von «The Beaver». Quelle: YouTube
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Anlässlich seiner Rückkehr ans Filmset hat Jodie Foster ihren skandalumwitterten Kollegen Mel Gibson verteidigt. Der wegen Trunkenheit am Steuer, Antisemitismus und häuslicher Gewalt verurteilte Kollege sei «liebenswert und sensibel», sagte sie dem «Hollywood Reporter».

«Er ist so unglaublich liebevoll und sensibel»

Mit Blick auf den Film «The Beaver», in dem Foster und Gibson gemeinsam spielen und der am 12. Mai in die Kinos kommen soll, sagte Foster: «Gott, ich liebe diesen Mann. Ich werde immer dankbar sein für die Leistung, die er in diesem Film abgeliefert hat. Er bringt ein Leben voller Schmerz, über das wir nun seit Jahren diskutieren, in seine Rolle ein.» Dieses Leben sei ein «schöner Teil seiner Psyche» und zeige, wer Gibson wirklich sei, fügte Foster hinzu.

Und weiter geht das Loblied: «Er ist so unglaublich liebevoll und sensibel. Er ist es wirklich. Er ist der beliebteste Schauspieler, mit dem ich je einen Film gedreht habe. Er ist keinn heliger, er hat eine grosse Klappe und macht grobe Dinge, die ein Neffe machen würde. Aber ich wusste vom ersten Moment an, dass ich ihn immer lieben werde.»

«Das geht mich nichts an»

Die Karriere des zweifachen Oscar-Gewinners Gibson geriet 2006 ins Stocken, nachdem er betrunken Auto gefahren war und einen Polizisten mit antisemitischen Äusserungen beschimpft hatte. Dafür wurde er zu drei Jahren auf Bewährung und einer Geldstrafe von 1300 Dollar verurteilt. Am 11. März verurteilte ihn die kalifornische Justiz erneut zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe, nachdem er zugegeben hatte, seiner frühere Freundin Oksana Grigorieva im Streit um das Sorgerecht für ihre gemeinsame Tochter Lucia Gewalt angetan zu haben. Darauf angesprochen sagte Foster übrigens: «Das geht mich nichts an.»

In «The Beaver» spielt Gibson einen problembeladenen Ehemann, der sich eine Biber-Handpuppe zulegt und zu dieser innige Gefühle entwickelt. Er hatte schon 1994 in «Maverick» mit Foster vor der Kamera gestanden.

(phi/sda)