Jeff Conaway

29. Mai 2011 15:42; Akt: 29.05.2011 15:42 Print

«Grease»-Star an Überdosis verstorben

Der US-Schauspieler Jeff Conaway ist im Alter von 60 Jahren gestorben. Das teilte seine Sprecherin Kathryn Boole in Los Angeles mit.

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Ozzy Osbourne war erstmals in der Betty Ford-Klinik, nachdem er 1989 im Suff seine Frau Sharon töten wollte. Seitdem ist er so etwas wie ein «Stammgast». Auch die Schauspielerin Tara Reid ist ein «Promi auf Entzug». Sie hat sich am 12. Dezember 2008 in eine Reha-Klinik begeben. (Bild: Keystone) Ende Mai 2008 ist es 22 Jahre nach seinem ersten Entzug wieder Zeit für Aerosmith-Sänger Steven Tyler, den Körper von den Drogen zu entwöhnen. Freundin Erin Brady nimmt er dafür gleich mit. Lindsay Lohan hat Anfang Januar 2007 durch übermässigen Alkoholkonsum auf sich aufmerksam gemacht: Die Schauspielerin zog selbst die Reissleine und begab sich in eine Entzugsklinik. Britney Spears begab sich in den ersten drei Monaten des Jahres 2007 drei Mal in eine Entzugsklinik. Beim dritten Mal blieb sie länger als einen Tag und habe ihre Probleme nun im Griff. Nicole Richie gestand, schon mit 13 Alkohol, Marihuana, sogar Kokain konsumiert zu haben. Mit 23 wurde sie mit Heroin erwischt, inzwischen war sie schon zweimal auf Entzug. Sie gibt die Schuld ihrem Vater und seinem Lebenswandel. Kelly Osbourne betrachtet die MTV-Serie «The Osbournes» als einen Auslöser für ihre Drogensucht: «Niemand kann sich vorstellen, wie das ist, mit 15 plötzlich einer der berühmtesten Teenager der Welt zu sein.» Im Entzug ging sie «durch die Hölle». «Kokain-Kate»: Im September 2005 schmückte ein Foto von Kate Moss, auf dem zu sehen war, wie sie Kokain konsumierte, weltweit die Titelblätter der Tageszeitungen. Das Supermodel landete in eine Entzugsanstalt. Der britische Rockstar landete wegen des Besitzes von harten Drogen mehrmals hinter Gittern, bis er sich freiwillig auf Entzug begab. Robbie Williams wurde im Februar 2007 in den USA in eine Entzugsklinik eingeliefert. Der Sänger hat immer wieder mit Depression und Drogenproblemen zu kämpfen. Paul Gascoigne: der englische Fussballer hat bereits fünf Alkohol- und Tablettenentzüge hinter sich und ist als Heisssporn bekannt. Rufus Wainwright, sagt, erst habe er zuviel getrunken. Die Abkehr vom Alkohol fiel ihm schwer: «Es ist das Härteste, was man machen kann: Wenn du gerne trinkst, mit dem Trinken aufzuhören.» Jesse Metcalfe: Der «Housewives»-Gärtner liess sich am 19. März 2007 in eine Klinik einliefern - angeblich wegen eines Alkoholproblems. 2003 wurde Courtney Love wegen einer Überdosis Drogen behandelt, 2005 wurde sie wegen eines Drogendeliktes zu einer Bewährungsstrafe und einer Entziehungskur verurteilt. Nach eigener Aussage habe sie ihre Drogenprobleme mittlerweile im Griff. Winona Ryder wurde im Dezember 2001 festgenommen, nachdem sie Designerkleider aus einem Luxuskaufhaus in Beverly Hills gestohlen hatte. Monate später musste die Schauspielerin sich einer Anti-Drogen-Beratung unterziehen. Melanie Griffith führte im Jahr 2000 ein Internet-Tagebuch über ihren Aufenthalt im Daniel-Freeman-Hospital in Los Angeles. Sie gestand damals, dass sie von Schmerz- und Schlafmitteln abhängig sei. Der Schauspieler war im November 2000 in einem Hotelzimmer in Palm Springs im Valium-Rausch und mit Kokain erwischt worden. Robert Downey Jr. hatte bereits ein Jahr zuvor eine Haftstrafe wegen Drogenmissbrauchs verbüsst. Charlie Sheen absolvierte 1998 nach einer Überdosis Drogen ein Entzugsprogramm: «Ich war einsam und auf Drogen - eine verteufelte Kombination. Ist man reich und berühmt, verstehen die Leute nicht, dass man trotzdem verzweifelt sein kann.» Nach seiner Festnahme wegen Trunkenheit am Steuer und der damit verbundenen Antisemitismus-Affäre musste sich Mel Gibson in ein Entzugsprogramm begeben. Hollywood-Schauspieler Robin Williams hat nach 20 Jahren Abstinenz 2006 wieder zu trinken begonnen. Zu seinem eigenen Wohl und dem seiner Familie mache er aber bereits wieder einen Entzug, wie seine Agentin bestätigte. Tom Chaplin, Sänger der britischen Poprockband Keane, hat sich selbst auf Drogen- und Alkoholentzug gesetzt. Der 27-Jährige habe sich im August 2006 dazu in die berühmte Londoner Klinik für Suchtkranke «The Priory» begeben. Im August 2006 hat sich der «Darkness»-Frontmann Justin Hawkins selbst in eine Drogen-Entzugs-Klinik eingeliefert. Der Country-Sänger Keith Urban unterzieht sich im Oktober 2006 wegen Alkoholproblemen einer Entziehungskur. Bereits in der Vergangenheit hatte Urban mit Drogen- und Alkoholproblemen zu kämpfen. 2005 verurteilte eine Richterin US-Schauspieler Tom Sizemore zu einem zweimonatigen Drogenentzug in einer geschlossene Anstalt, nachdem er während einer Drogenkontrolle gegen seine Bewährungsauflagen verstossen hatte. 2002 fuhr Nick Nolte «sabbernd und mit zufallenden Augen» den Malibu-Highway entlang. Der Hollywoodstar liess sich in Folge in eine Entzugsklinik einweisen und ist seitdem - nach eigenen Angaben - clean.

Drogenexzesse, Selbstmordversuche, Entzugskliniken: Eine solche Karriere hat nicht nur «Grease»-Star Jeff Conaway hinter sich. Viele Promis sind wegen ihrer Sucht durch die Hölle gegangen.

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Jeff Conaway ist am Freitagmorgen in einem kalifornischen Spital gestorben, in dem er seit mehr als zwei Wochen im künstlichen Koma lag. Conaway war am 11. Mai bewusstlos aufgefunden und in die Klinik gebracht worden. Sein Manager Phil Brock sagte, der Schauspieler habe eine Überdosis Schmerztabletten genommen.

Durch «Grease» erlangte er Berühmtheit

Conaway war jahrelang Drogen- und Alkoholabhängig. In der Reality- Show «Celebrity Rehab» berichtete er 2008 über seinen Kampf gegen die Sucht.

Conaway wurde durch seine Rolle als aalglatter Kenickie neben John Travolta und Olivia Newton-John in dem Musical-Film «Grease» bekannt. Später spielte er unter anderem in der US-Sitcom «Taxi» eine Hauptrolle.

(mor/sda)