«Wie ein Teenager»

13. Januar 2020 20:44; Akt: 13.01.2020 20:44 Print

Harry verärgert die Queen immer wieder

Der Rücktritt von Harry und Meghan markiert den Höhepunkt des angespannten Verhältnisses zwischen der Queen und ihrem Enkel. Gebrodelt hat es jedoch bereits länger.

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Queen Elizabeth II. und Prinz Harry pflegten in der Vergangenheit stets ein herzliches Verhältnis. Damit scheint nun jedoch Schluss zu sein: Der Rücktritt des 35-Jährigen und seiner Ehefrau Meghan als Senior Royals treibt einen Keil zwischen die Generationen. Die Pflichten, welche die Krone mit sich bringt, sind der 93-jährigen Königin wichtiger als alles andere. Dass ihr eigener Enkel sich nun dagegen entscheidet, diese Pflichten wahrzunehmen, verärgert sie zutiefst. Dies hat eine Insiderin gegenüber der «Vanity Fair» verraten. Die enge Vertraute der Queen erklärt: «Harry benimmt sich wie ein Teenager. Er hat die Bombe platzen lassen und seine Grossmutter darf nun die Scherben aufsammeln.» Die aktuellen Ereignisse bilden zwar den Höhepunkt des Unmuts zwischen den beiden, doch die Situation sei schon seit einer ganzen Weile angespannt. Bereits verschiedene Entscheidungen, die Harry und Meghan im Zuge ihrer Hochzeit trafen, sollen der Königin sauer aufgestossen sein. So zum Beispiel die Wahl des Diadems, das Meghan bei der Vermählung trug, schreibt das Magazin. Es sei zum Disput gekommen, weil die Queen ein anderes Schmuckstück ausgesucht hatte, als das Paar ursprünglich wollte. Am Ende trug die Braut das von der Königin gewählte Diadem. Das Datum für die Taufe von Sohn Archie (8 Monate) teilte das Paar der Familie offenbar erst so spät mit, dass die Queen bereits Pläne hatte und nicht am Gottesdienst teilnehmen konnte. Ein weiterer Aspekt, der laut der Insiderin zur eisigen Stimmung beigetragen habe. Während es Königin Elizabeth II. offenbar missfällt, dass Meghan und Harry unabhängige Entscheidungen treffen, scheint auch das Paar unzufrieden zu sein. Beide fühlen sich und ihre gemeinnützige Arbeit nicht ausreichend geschätzt. Die Vertraute betont jedoch ausgiebig, dass man sich im Palast stets grösste Mühe gegeben habe, damit sich Meghan in der Familie wohlfühle. «Die Queen ist zudem immer gewillt, über Familienangelegenheiten zu reden», heisst es. Wenn es um eine so folgenreiche Entscheidung wie den Rücktritt von Harry und Meghan gehe, könne man jedoch nicht aus dem Stehgreif handeln, wie es das Paar getan habe. «Das kann man nicht einfach so bei einer Tasse Tee besprechen.» Den Rücktritt von Prinz Harry und Herzogin Meghan bespricht das Königshaus am Montag in einer Sitzung. Glaubt man der Vertrauten der Queen, so wird es aber noch eine ganze Weile dauern, dis die persönlichen Wogen zwischen Harry und seiner Grossmutter geglättet sein werden.

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Am Montag setzen sich Mitglieder der britischen Königsfamilie und ausgewählte Angestellte zusammen, um den Rücktritt von Prinz Harry (35) und Herzogin Meghan (38) als Senior Royals zu besprechen. Vor allem Queen Elizabeth wolle die Sache so schnell wie möglich klären – damit das Image der Familie keinen grösseren Schaden nimmt.

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Eine enge Vertraute der 93-Jährigen verrät dies in einem Interview mit der «Vanity Fair». «Vielleicht ist das eine Generationenfrage, aber die Pflicht der Krone bedeutet ihr alles. Dass ihr Enkel dieser Pflicht nicht nachkommen will, verärgert sie sehr», erklärt die Insiderin.

Beziehung hat Schaden genommen

Die Queen fühle sich von den Sussexes im Stich gelassen. «Harry benimmt sich wie ein Teenager. Er hat die Bombe platzen lassen und seine Grossmutter darf nun die Scherben aufsammeln.» Das einst innige Verhältnis zwischen den beiden habe nun ernsthaft Schaden genommen.

Angespannt sei die Situation laut der Insiderin jedoch bereits länger, denn in der letzten Zeit hätten Harry und Meghan immer wieder Entscheidungen getroffen, die der Königin missfallen seien.

Angefangen bei der Hochzeit im Mai 2018: «Das Paar hat externe Floristen und Konditoren für die Feierlichkeiten engagiert statt das Personal der Queen.» Ausserdem sei sie nicht konsultiert worden, bevor die Verlobten den Erzbischof von Canterbury gefragt hätten, ob er sie vermähle. «Das ist nicht die korrekte Art, die Dinge anzugehen.»

Sussexes fühlen sich ausgeschlossen

Auch die Taufe von Sohn Archie (8 Monate) plante das Paar, ohne sich zuvor mit der Königin abzusprechen. Die Urgrossmutter des Buben konnte dem Gottesdienst Anfang Juli deshalb aufgrund eines anderen Termins nicht beiwohnen.

Das Gefühl des Ausgeschlossenseins scheint allerdings gegenseitig zu sein: Harry und seine Ehefrau fühlen sich und ihre gemeinnützige Arbeit nicht ausreichend geschätzt, so die Vertraute der Queen im Interview weiter. «Sie haben das Gefühl, lediglich an der Seitenlinie des Geschehens zu stehen.»

(anh)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • CHerin am 13.01.2020 22:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ziehen lassen

    Sie sollen gehen, ihre Entscheidung akzeptieren aber ohne jegliche Unterstützung. So verhält man sich nicht, zuerst die immens teure Hochzeit, bezahlt durch die Steuerzahler und nachher abhauen. Das hat die Queen nicht verdient.

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  • Lisi am 13.01.2020 22:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    MegHar

    Der Harry ist halt Harry. Die Erwartungen der Queen konnte nur William gerecht werden. Er ist vernünftig ebenso Kate. Sie legen Wert auf Tradition. Der Harry ist halt ein verspielter Junge, sicherlich auch ein ganz toller. Wie Meghan gelebt hat spielt auch eine grosse Rolle, sie hat sich eingeschränkt gefühlt und nur wie es dem Königshaus passt. Da William und seine Kinder den Vorrang zur Krone haben werden, sind Harry und Meghan sowieso das fünfte Rad. Finde es eine gute Entscheidung. Das hätte Diana sicherlich auch gewollt. Viel Glück der kleinen Famile.

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  • Gustav am 13.01.2020 20:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rosinenpicken

    Jetzt hat er ja lange abkassiert und kann mit seinen 35 Mio, welche er für ein bisschen Repräsentieren angespart hat, ein schönes Leben führen. Wäre lustig, wenn er dieses Geld nicht mitnehmen kann

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bruno Ochsner am 14.01.2020 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Privilegen und Zahlungen

    Ja wer die Privilegen und die jährlichen Zahlungen erwartet muss hallt etwas leisten. Ist wie bei einem Job, wer nichts macht kriegt nichts. Aber vielleicht täusche ich mich ja.

  • Daisydream am 14.01.2020 13:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles wird gut

    Ich glaube nichts von diesem Quatsch. Die Queen ist nicht von vorgestern und bestimmt auch nicht so engstirnig, wie man uns glauben machen will. Lasst die Leute einfach machen, das kommt schon gut.

  • bätschertgoddy am 14.01.2020 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Veränderungen sind stets vorhanden..

    Da kann ich nur Eines dazu sagen. Es bleibt zu hoffen, dass das Königshaus endlich merkt, dass eine andere Generation am Werk ist. Die Veränderung macht auch bei konservativen nicht Halt. Habe aber Verständnis, dass man mit 93 nicht mehr auf dem Laufenden ist und am Alten festhält. Und das gilt nicht nur für Königshäuser.

    • Bruno Ochsner am 14.01.2020 14:26 Report Diesen Beitrag melden

      Veränderung Hä?

      Nur wen man das Geld noch immer will muss man halt was leisten. Oder ist es bei Ihrem Job anders?

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  • Duh am 14.01.2020 12:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ohh man

    lasst die jungen Leute ihr Leben leben.

  • Generationen Wechsel am 14.01.2020 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    In der Monarchie

    In den anderen europäischen Königshäusern, findet immer häufiger der Generationen Wechsel statt, nur in England regieren noch die Grosseltern. Vielleicht sollte darüber nachgedacht werden. Dazu kommt, das über Meghan und teilweise auch Harry, nur gelästert wird, so das es nicht wirklich erstaunt, das sie sich, aus der Öffentlichkeit zurück ziehen wollen