Johnny Depp

25. Februar 2010 07:27; Akt: 25.02.2010 08:30 Print

«Ich bin immer noch so ein Kindskopf»

Johnny Depp hat sich während der Dreharbeiten zu seinem aktuellen Film «Alice in Wonderland» mehrmals wie auf einem LSD-Trip gefühlt. Erholen tut sich der Hollywood-Star von den Arbeitsstrapazen in seinem Haus in Frankreich, wo er am liebsten faulenzt und das «einfache Leben» geniesst.

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Januar 2010: Johnny Depp ist in Serbien mit einer lebensgrossen Statue seiner Gestalt geehrt worden. Das ist ja alles gut und schön – nur ist der Promi in der Wachsfigur gar nicht zu erkennen. Das denkt er ganz offensichtlich auch selbst ...

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«Alice in Wonderland» war für Johnny Depp wie ein Trip: «Abends war ich so kaputt, dass ich nur noch ins Bett fiel und von weissen Kaninchen, Pfeife-rauchenden Raupen und weissen und roten Königinnen träumte», erzählte der Schauspieler dem Magazin «in». «Das Tolle ist, dass ich immer noch so ein Kindskopf bin. Trotz meines Alters - ich bin überhaupt nicht abgeklärt und desillusioniert», sagte Depp.

Lieber Frankreich als Hollywood

Über seine erste Begegnung mit seiner Freundin, Sängerin Vanessa Paradis, erzählte der 46-Jährige: «Ich traf sie damals in Paris. Ich wollte sie. Sie wollte mich. Also habe ich keine Zeit verschwendet, mein altes Leben in die Tonne zu treten und mit ihr alles noch einmal auf Anfang gestellt.» Er habe sich sofort in die 37-Jährige verliebt. «In der Lobby des Hotel Costes in Paris, in dem wir uns zufällig trafen, sah ich zuerst nur ihren Rücken. Es war ihr Rücken. Mehr brauchte ich nicht, um sie auf der Stelle zu lieben», erzählte Depp.

Der zweifache Vater zieht sein Leben in Frankreich dem glitzernden Lifestyle in Hollywood vor: «Wir haben ein tolles Heim im Süden von Frankreich. Es liegt in einem kleinen Dörfchen, das nur 45 Äcker gross ist und ich mache einfach nichts. Ich habe das Anwesen einmal für drei Monate nicht verlassen. Ich wache wortwörtlich nur auf, gehe raus, sehe nach dem Garten und ob das Gemüse wächst. Es ist ein unberührtes und einfaches Leben. Keiner spricht über Filme oder Arbeit und, was noch wichtiger ist, das Telefon läutet nie. Es ist wirklich ein schönes, einfaches Leben.»

«Die Insel gibt mir ein einfaches Dasein»

Auch eine Insel in der Karibik gekauft zu haben sei eine spontane Entscheidung gewesen, so Depp im «Daily Mirror»: «Wie alles andere in meinem Leben war es nicht geplant, es passierte einfach. Ich machte mit meinen Kindern und meinem Mädchen Urlaub, um mal wieder rauszukommen und jemand meinte, dass es da am Ende der Strasse eine Insel gebe, die zum Verkauf stehe. Ich sagte: 'Komm, wir sehen sie uns mal an'. Ich sah sie, lief über sie und das wars. Es musste sein. Es passierte zum perfekten Zeitpunkt. Die Insel gibt mir ein einfaches Dasein und ist ein Ort für mich, an den ich gehen kann und an dem mich niemand anschaut oder eine Kamera auf mich richtet oder mit einem Finger auf mich zeigt. Ich kann einfach leben. Wenn wir da sind, machen wir absolut nichts.»

Während er ein ruhiges Leben bevorzugt, scherzt der Schauspieler, er habe seine Rolle in dem neuen Film «The Tourist» mit Angelina Jolie - die sechs Kinder mit ihrem Partner Brad Pitt grosszieht - nur angenommen, weil er mehr Aufmerksamkeit wolle.
Er erklärt: «Ich fühlte mich, als fotografierten mich die Paparazzi nicht genug, deswegen dachte ich mir, ich gehe los und hänge ein bisschen mit Brad und Angelina in Venedig rum.»


Trailer «Alice in Wonderland». Quelle: YouTube

(phi/ap/bang)