Samuel Koch

05. Mai 2011 11:13; Akt: 05.05.2011 11:43 Print

«Ich fand es erst ganz furchtbar»

Fünf Monate ist es nun her, dass Samuel Koch bei seinem «Wetten, dass ..?»-Auftritt stürzte. Thomas Gottschalk hat ihn in Nottwil auf einen kleinen Ausflug begleitet.

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Bei der «Wetten, dass ..?»-Sendung vom 4. Dezember 2010 stürzte Kandidat Samuel Koch beim Versuch, Autos mit sogenannten Power-Jumpern zu überspringen. Die Sendung wurde abgebrochen.

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«Ich fand es erst ganz furchtbar, die vielen Rollstühle zu sehen. Ich wollte am Anfang auf gar keinen Fall in so einen rein.» Seine Finger kann Samuel Koch zwar noch nicht bewegen. Mithilfe seiner Schultern kann der 23-Jährige aber trotzdem seinen Rollstuhl steuern, der ihm einen kleinen Ausflug im Park mit Thomas Gottschalk ermöglichte. Auch die Reporter der deutschen «Bild» waren in Nottwil mit dabei und schilderten Samuels Zustand.

Über den Besuch des «Wetten, dass ..?»-Moderators freute sich der ehemalige Extremsportler besonders. «Endlich mal ein fröhliches Gesicht», sagte Koch schon bei Gottschalks erstem Besuch vor einigen Wochen. «Welchen Sinn sollte es haben, den ganzen Tag deprimiert an die Wand zu starren? Das macht doch keinen Spass.»

«Samuel, der Tetraplegiker»

Über die Fanpost, die er bekommt, ist Samuel ebenfalls sehr froh: «Ich hab noch nie in meinem Leben so viel Post bekommen. Und da sind jede Menge Leute, die mir schreiben, mit echter Anteilnahme», erklärte der Wettkandidat, der am vergangenen Ostermontag für kurze Zeit zurück auf die Intensivstation verlegt wurde. Dennoch ist es für ihn auch deprimierend: «Das nervt schon, dass mich die Leute kennen, weil ich bei meiner Wette gepatzt habe. Ich wäre lieber mit etwas Positivem in Erinnerung geblieben. Samuel, der fliegende Mensch. Samuel, der Rekordspringer. Aber nicht Samuel, der Tetraplegiker.»

Auch Gottschalk schien sich über die Begegnung mit dem 23-Jährigen zu freuen. Trotzdem kann er die Unfall-Bilder vom 4. Dezember 2010 nicht vergessen. «Samuels Schicksal geht mir sehr nahe», so Gottschalk. «Dadurch, dass man so dicht dabei war und alles genau mitbekommen hat, berührt einen das ganz anders.»

Vor dem Abschied versprach Gottschalk: «Ich war dabei, als du die letzten Meter gelaufen bist. Ich will auch dabei sein, wenn du irgendwann deinen ersten Meter läufst.»

(sim)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Döme am 05.05.2011 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Positiveseite..

    Natürlich ist die Geschichte für die Medien interressant und emotional. Und es gibt viel ander Menschen welche ein noch schlimmeres Schicksal erleidet haben. Aber seht diese Geschichte doch mal Positiv. Viele Leute wussten warscheinlich nicht mal was ein Tetraplegiker ist, bevor dies passiert ist. Ich denke je mehr die breite Gesellschaft über Behinderungen jediglicher art weis und darüber "Aufgeklärt" ist, ist es einfacher für sie die behinderten zu verstehen und mit ihnen umzugehen.

  • robby robber am 05.05.2011 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    mein mitleid hält sich in grenzen

    mh, wenn jemand extremsportarten oder solche shows macht, ist man sich bewusst, dass es riskant und schief gehen kann. man setzt sich bewusst dieser gefahren aus. sicherlich ist es tragisch, aber ich muss franz schon recht geben, viele behinderte würden sich wünschen, dass sie nur einen hauch der aufmerksamkeit hätten wie samuel koch.

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  • Nelli M. am 05.05.2011 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Samuel Koch...

    Alle, die solche Extremsportarten ausüben, sollten eine Spezialversicherung abschließen und nicht auf Kosten der Fernsehgebühren sich in eine Schweizer Privatspezialklinik verlegen lassen und dann ständig vom "Schicksal" sprechen. Schicksal ist es, wenn man so geboren wird und dann sein Leben einrichten muss! Hierauf sollten alle Menschen (auch Journalisten) ihre Aufmerksamkeit gezielt richten, die "Behinderten" hatten keine Abwehrchance, sondern nur das gegebene und müssen sich selbst aufrichten und den Ärzten vertrauen. Eine private Spezialklinik ist da ebenso eausgeschlossen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nadine am 03.06.2011 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht aufgeben!

    Ich habe einen guten Freund, der nach einer schwersten Hirnverletzung weder richtig laufen, sprechen oder sehen konnte. Die Ärzte sagten ihm damals auch, dass er nie wieder könne einen normalen Job haben etc. Er sagt von sich heute, dass er einfach nie hat wollen aufgeben und das glauben! Heute arbeitet er in einer Bank und macht sehr viel Sport! Er ist körperlich, geistig und auch emotional vielen anderen weit überlegen! Nur nicht aufgeben! Und bloss nicht von negativen Kommentaren wie von B.Gysel oder manchen Ärzten entmutigen lassen! Starke Nerven haben etwas mit einem starken Geist zu tun!

  • B.Gysel am 05.05.2011 18:11 Report Diesen Beitrag melden

    Oh jemine ...

    Das scheinheilige Getue von Gottschalk ( und Hunziker ) geht mir auf den Sack. Samuel wird nie mehr gehen können - damit muss er sich abfinden und weiterleben. Die Medien sollten Samuels Unfall dazu nutzen, mal über "normale" Invalide und deren Schicksale zu berichten, damit sich auch für die endlich was tut. Mir wurde vor 2 Jahren die IV aus Spargründen gestrichen - Und das, nach 10 Jahren ohne Veränderung meines Gesundheitzustandes ! Oder die Schikanierung der IV eines Freundes, der seit 40 Jahren eine Beinprothese trägt und alle 2 Jahre ärztlich bescheinigen lassen muss ...

    • Uwe S. am 06.05.2011 20:41 Report Diesen Beitrag melden

      ojemine

      Wieso soll Gottschalks Anteilnahme eigentlich scheinheilig sein? Eigenartig finde ich auch ihre abfällige Äußerung über Samuel, der noch nicht mal mehr die Arme bewegen kann ("soll sich damit abfinden"). Einen Satz später hingegen beklagen sie sich darüber, daß ihnen eine finanzielle Unterstützung gestrichen wurde, womit sie selber sich offenbar gar nicht abfinden können.

    • Chrigu am 08.05.2011 23:17 Report Diesen Beitrag melden

      oh jemine

      würde den Beitrag von Uwe S. 1:1 unterschreiben

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  • Nelli M. am 05.05.2011 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Samuel Koch...

    Alle, die solche Extremsportarten ausüben, sollten eine Spezialversicherung abschließen und nicht auf Kosten der Fernsehgebühren sich in eine Schweizer Privatspezialklinik verlegen lassen und dann ständig vom "Schicksal" sprechen. Schicksal ist es, wenn man so geboren wird und dann sein Leben einrichten muss! Hierauf sollten alle Menschen (auch Journalisten) ihre Aufmerksamkeit gezielt richten, die "Behinderten" hatten keine Abwehrchance, sondern nur das gegebene und müssen sich selbst aufrichten und den Ärzten vertrauen. Eine private Spezialklinik ist da ebenso eausgeschlossen!

  • Döme am 05.05.2011 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Positiveseite..

    Natürlich ist die Geschichte für die Medien interressant und emotional. Und es gibt viel ander Menschen welche ein noch schlimmeres Schicksal erleidet haben. Aber seht diese Geschichte doch mal Positiv. Viele Leute wussten warscheinlich nicht mal was ein Tetraplegiker ist, bevor dies passiert ist. Ich denke je mehr die breite Gesellschaft über Behinderungen jediglicher art weis und darüber "Aufgeklärt" ist, ist es einfacher für sie die behinderten zu verstehen und mit ihnen umzugehen.

  • Peter Kuster am 05.05.2011 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach anmassend...

    Samuel war ein Topsportler, mit Fähigkeiten von denen die meisten nur träumen können, jetzt ist er Tetraplegiker. Ihr habt von beidem keine Ahnung, also hört auf so blöde Kommentare zu schreiben!

    • sylle am 05.05.2011 15:59 Report Diesen Beitrag melden

      anmassend

      super deine Antwort, bin ganz deiner Meinung

    • anna jola am 07.05.2011 23:24 Report Diesen Beitrag melden

      kluge Antwort!

      Die blöden Kommentare spiegeln aber das traurige Bild unserer Gesellschaft. Wenn ich so was lese, dass er auf Kosten der Fernsehgebühren behandelt wird, tut mir der ahnungslose Kommentator richtig weh!!! Ich wünsche dem Samuel vom ganzen Herzen dass ihm besser geht!!!

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