Model Chrissy Teigen

07. März 2017 22:08; Akt: 07.03.2017 22:08 Print

«Ich nahm Antidepressiva – und es half»

Tagelang hat sie das Haus nicht mehr verlassen. In einem Artikel erzählt Model Chrissy Teigen von ihrer postnatalen Depression.

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Chrissy Teigen spaziert mit Töchterchen Luna im Februar 2017 durch Los Angeles. Die Geburt führte dazu, dass die 31-Jährige wochenlang an einer postnatalen Depression litt. Im Interview mit der Zeitschrift «Glamour» sagte das Model unter anderem: «Ich schob es darauf, dass ich müde und möglicherweise aus meiner alten Rolle herausgewachsen war.» Danach ging Teigen zum Arzt, der ihr Antidepressiva verschrieb. Mittlerweile hat Chrissy das Schlimmste überstanden. Das freut auch Ehemann John Legend (38). Ebenfalls an einer Wochenbettdepression litt Hayden Panettiere (27). Nach der Geburt von Tochter Kaya im Dezember 2014 begab sich die Schauspielerin in eine Klinik. Im Mai 2016 folgte eine zweite Therapie. Seit 2013 ist Panettiere mit Boxer Wladimir Klitschko (40) verlobt. Ein erstes Mal waren sie von Anfang 2010 bis Mitte 2011 zusammen, danach trennten sich die beiden. 2013 wurden sie erneut ein Paar. Kaum waren Céline Dions (48) Zwillinge Eddy und Nelson 2010 auf der Welt, begann die Krise. Auch hier lautete die Diagnose: postnatale Depression. In solchen Zeiten bräuchten Mütter emotionalen Beistand, erklärte die Sängerin damals in einem Interview. Rechts ihr verstorbener Ehemann René Angélil. 2006 brachte Gwyneth Paltrow (44) ihren Sohn Moses zur Welt. Vier Jahre später sagte sie der «Vogue»: «Als ich ganz unten war, war ich wie ein Roboter. Ich habe nichts gefühlt. Ich hatte keine mütterlichen Gefühle für ihn, es war schrecklich.» Drei Jahre zuvor, 2003, erging es Brooke Shields (51) ähnlich. Nach der Geburt von Tochter Rowan hatte die Schauspielerin Selbstmordgedanken, wie sie öffentlich zugab. 16 Monate lang dauerte die Depression bei Alanis Morissette (42). Bei «Entertainment Tonight Canada» sagte die Sängerin: «Ich dachte, es sei nur eine holprige Phase. Doch dann erkannte ich, dass ich viel zu lange gewartet hatte, um mir Hilfe zu holen.» Ausgelöst wurde die Krise durch die Geburt von Sohn Ever Imre im Jahr 2010. Coco, die Tochter von Courteney Cox (52), wurde 2004 geboren. Ein halbes Jahr später dachte die Schauspielerin ebenfalls an Selbstmord. «Ich konnte nicht schlafen, mein Herz raste. Und ich war wirklich deprimiert. Ich ging zum Arzt und fand heraus, dass meine Hormone quasi verprügelt waren», so Cox in der «USA Today». Dunkle Zeiten erlebte auch Victoria Beckham (42) nach der Geburt von Sohn Brooklyn 1999. Dem «OK»-Magazin gestand sie: «Ich bin nach der Geburt über drei Monate lang im Jogginganzug herumgelaufen und habe geweint.»

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Auf dem Laufsteg alle Blicke auf sich ziehen, die Nächte in angesagten Clubs durchfeiern, mit einem Nippelblitzer die Spalten in den Klatschmagazinen füllen. Das ist die fröhliche und wilde Seite von Model Chrissy Teigen.

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Doch die 31-Jährige hat in den letzten Monaten auch ganz andere Gefühlslagen durchlebt. Traurigere. Tieftraurige sogar, wenn man ihren Artikel in der Zeitschrift «Glamour» liest. Eingetreten sind die Stimmungsschwankungen, nachdem im April 2016 Tochter Luna zur Welt gekommen war. Diagnose: postnatale Depression.

«Keinen Fuss mehr vor die Türe gesetzt»

«Ich konnte nicht verstehen, warum ich so unglücklich war», beschreibt Teigen ihre damalige Situation. Ab August verliess sie das Haus nur noch, wenn sie einen wichtigen Termin hatte. «Ich habe keinen Fuss mehr vor die Tür gesetzt.»

Wenn jemand von draussen hereinkam, so Teigen, fragte sie, wieso die Leute nass waren. «Hatte es geregnet? Woher sollte ich das wissen? Ich hatte alle Vorhänge zugezogen.» Ehemann John Legend (38) übernachtete neben ihr auf dem Sofa. Die Familie, vereint auf der Couch. Trotzdem fühlte sich Teigen wohl irgendwie einsam.

Teigen nahm Antidepressiva

Dann kam der Besuch beim Arzt – und mit ihm die Wende. «Ich habe angefangen, Antidepressiva zu nehmen – und es hat geholfen», schreibt die Frau, die nach der Grammy-Verleihung ihren Vollsuff auf Snapchat dokumentiert hat, weiter.

Und jetzt, fast ein Jahr nach der Geburt? Teigen geht es laut eigenen Angaben deutlich besser. «Ich habe gute und schlechte Tage. Aber die wirklich schlechten Tage sind vorbei.» Das Bett hat Chrissy längst wieder verlassen. Auf zu neuen Abenteuern.

Welche anderen Stars ebenfalls an einer Wochenbettdepression litten, sehen Sie in unserer Bildstrecke.

(ysc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tia am 07.03.2017 22:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sollte man sehr ernst nehmen

    Es müsste mal ein fachmännischer Artikel über postnatale Depressionen geschrieben werden. Diese Krankheit wird immer noch sehr tabuisiert und viele Frauen reden nicht darüber - aus Angst, dass sie als Versagerinnen da stehen. Eine postnatale Depression ist sehr ernst zu nehmen. Ob Antidepressiva wirklich die letzte Rettung sind, ist dahingestellt. Viel wichtiger wäre, wenn die Gesellschaft offener und sensibilisierter mit dieser Thematik umgehen könnte.

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  • Leo am 07.03.2017 22:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hilft aber nicht zu lange nehmen..

    habe ich auch genommen zusätzlich rede und entspannungs therapie es hat auch mir geholfen aber der weg wegg von den tableten war der horror.

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  • sonne am 08.03.2017 05:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    depri

    Ich habe zwei Kinder. Beim ersten Kind hatte ich diese Depression auch. Das gibt es wirklich. Es wird ausgelöst nach der Geburt und geht aber meistens ein paar Wochen. Bei manchen geht es länger. Beim zweiten Kind habe an diese Depression gedacht und hatte ein mulmiges Gefühl, dass ich das wieder durchstehen muss. Aber zum Glück beim 2. hatte ich keine. Es ist schwer zu verstehen, wie es einem geht, wenn man das hat. Dass man sich nicht richtig freuen kann aufs Baby ist zusätzlich eine starke Belastung!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Roman am 08.03.2017 06:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ja klar

    Naja, sicher ernst zu nehmen so eine PND, aber nur "einige Tage" blieb sie im Haus und ein Jahr später feiert sie schon im Vollsuff an den Grammys. Es gibt Leute die leiden seit Jahren an einer Depression, sicher nicht mit deren Leid gleich zu stellen! Eine echte Depression vergeht nicht so schnell und so easy.

  • Vater am 08.03.2017 06:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Och

    Wenn sie nicht Model wäre würde es keine Seele interessieren. Wieviel und Publicity und wieviel Tatsache?

  • sonne am 08.03.2017 05:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    depri

    Ich habe zwei Kinder. Beim ersten Kind hatte ich diese Depression auch. Das gibt es wirklich. Es wird ausgelöst nach der Geburt und geht aber meistens ein paar Wochen. Bei manchen geht es länger. Beim zweiten Kind habe an diese Depression gedacht und hatte ein mulmiges Gefühl, dass ich das wieder durchstehen muss. Aber zum Glück beim 2. hatte ich keine. Es ist schwer zu verstehen, wie es einem geht, wenn man das hat. Dass man sich nicht richtig freuen kann aufs Baby ist zusätzlich eine starke Belastung!

  • Franziska de Sede am 08.03.2017 05:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klartext sprechen

    Bei meiner ersten Geburt viel ich für einige Tage in ein tiefes Loch. Mein Partner hat dies einige Zeit beobachtet und versucht mir auf die unterstützend und wohlwollend zu helfen. Als dies nichts nützte hat er mit mir von einer Minute auf die andere Tacheles geredet. Erst danach habe ich gesehen wie gut ich es eigentlich habe. Gesunden Sohn, an Geld fehlte es auch nicht und eine Familie die immer zur Stelle ist. Ich denke wenn mit Betroffenen nicht psychosoziomässig sondern richtig Klartext gesprochen würde ändert sich deren Stimmungslage sofort.

    • Frau am 08.03.2017 06:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Franziska de Sede

      Dieser Beitrag ist völlig daneben-mit einem Depressiven kann man nicht Tacheles reden...Die schlechten Gefühle gehen davon leider nicht weg,sondern der/die Betroffene fühlt sich noch schlechter und hat Schuldgefühle.Für eine (Post-)natale Depression braucht es professionelle Hilfe und je nach Fall auch Medikamente.

    • Munzmüsli am 08.03.2017 07:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Franziska de Sede

      Dann hattest du aber keine postnatale Depression....niemals!

    • SauFan am 08.03.2017 07:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Franziska de Sede

      Lol, dann hattest du definitiv keine Depression. Richtige Depressionen kann man nicht einfach so 'ausreden'. Es geht einem schlecht, ohne wirklichen Grund. Man fühlt sich leer. Und bei mir war es so, dass ich Angst hatte, dass dieser Zustand für immer bleibt, was die Depression verschlimmert hat.

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  • Berlisch am 08.03.2017 05:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schön das es half

    Aber nur Tabletten allein sind nicht so ratsam.Klar Depression ist wie ne Fehlschaltung im Hirn die wieder gestartet werden muss.Dafür kann niemand was.Aber es gibt auch Dinge die man eventuell besprechen muss. Aber wenns geholfen hat dann idts super für sie