«First Man»

07. November 2018 05:41; Akt: 07.11.2018 05:41 Print

Ryan, klappt es jetzt endlich mit dem Oscar?

von Catharina Steiner - In «First Man» schlüpft Ryan Gosling in die Rolle von Neil Armstong – dem ersten Mann auf dem Mond. Er ist brillant. Genauso wie der Film.

«Ryan, ich will nicht zum Mond!» Claire Foy und Ryan Gosling im 20-Minuten-Interview. (Video: Catharina Steiner)
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Damien Chazelle (33) ist ein grossartiger Filmemacher. Und einer, der jedes Genre kann. Im Indie-Drama «Whiplash» liess ein sadistischer Musiklehrer seinen Schüler so lange auf das Schlagzeug dreschen, bis seine Finger bluteten. Das moderne Musical «La La Land» machte selbst hartgesottene Zyniker kurzzeitig zu Romantikern. Und jetzt schiesst er Ryan Gosling (37) auf den Mond. Und wie!

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Die Geschichte der Apollo-11-Mission rund um Neil Armstrong wurde natürlich bereits verfilmt. Aber nie so gut wie von Chazelle. Er inszeniert kein Heldenepos, sondern entromantisiert das Genre. Er zeigt, wie unglaublich hart die Raumfahrt damals für den Körper war und dass Menschen bei Tests sterben mussten, um wissenschaftliche Fortschritte zu ermöglichen.

Astronauten auf den Mond zu schicken, war eigentlich ein irrwitziges Projekt, wenn man bedenkt, dass in den Raumfahrtskapseln der Sechzigerjahre weniger Technik steckte als in einem iPhone. Blut, Schweiss und Tränen – so lässt sich das beeindruckende Biopic «First Man» in drei Worten zusammenfassen.


Der Trailer zum Film. (Video: Universal Pictures)

Kein Hurra-Patriotismus

Dass Chazelle auch darauf verzichtet hat zu zeigen, wie Armstrong am 20. Juli 1969 eine US-Flagge auf dem Mond platzierte, brachte ihm viel Kritik von patriotischen Landsleuten ein. Das ist aber genau die Intention seines Films. Der Amerikaner erzählt «First Man» als Errungenschaft der Menschheit und lässt sich nicht für Hurra-Patriotismus einspannen.

Das Drama sollte Gosling erneut eine Nominierung als bester Hauptdarsteller bei der kommenden Oscar-Verleihung einbringen. Für «Half Nelson» und zuletzt «La la Land» durfte er schon auf ein Goldmännchen hoffen – beide Male ging er schliesslich leer aus. Am 24. Februar 2019 könnte es nun endlich so weit sein. Für seine zurückhaltende Darstellung gilt er schon jetzt als einer der grossen Favoriten.

Was Ryan Gosling mit Neil Armstrong gemeinsam hat und ob er für den Job des Astronauten taugen würde, verrät er oben im Video.

«First Man» läuft ab Donnerstag in den Deutschschweizer Kinos.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max Meyer am 07.11.2018 07:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Queen steht ihm vor der Sonne

    Denke Rami Malik wird dieses Jahr den Oscar für Bohemian Rapsody abholen

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  • Cedric Perrot am 07.11.2018 07:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Der Film war ein absolutes Snooze Fest.

  • Ronny C. am 07.11.2018 07:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ryan Gosling spielt Ryan Gosling

    Man sieht im Film 2h lang Ryan Gosling, langweilig und eintönig wie in jedem Film. Keine Spur von Neil Armstrong, wie man ihn aus Interviews und der Geschichte kennt. Der Schauspieler schlüpft nicht in eine andere Rolle. Schade, aus dem Film hätte mit einem "richtigen" Schauspieler mehr werden können.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • TongMick am 07.11.2018 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Glaube eher nicht..

    Ryan Gosling ist leider etwas eintönig und da würde ich Rami Malik schon eher Chancen einräumen. Glaube aber dass das QueenBiopic es eher schwer haben wird. Ich tippe da mal auf Stan & Ollie mit John C. Reilly und Steve Coogan in den Hauptrollen. Aber mal abwarten.. möge der Bessere gewinnen.

  • Reto am 07.11.2018 09:04 Report Diesen Beitrag melden

    Oscars

    Wer interessiert sich denn heute noch für die Oscars?

  • marko 33 am 07.11.2018 08:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffe

    Ich hoffe

  • kenner am 07.11.2018 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    La la Lölifilm

    war der mit Abstand schlechteste Film aller Zeiten.. Nie wieder Gosling hab ich mir damals geschworen!

  • Cedric Perrot am 07.11.2018 07:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Der Film war ein absolutes Snooze Fest.