Makabrer Abschied

20. Dezember 2011 13:29; Akt: 20.12.2011 14:04 Print

«K-Jo war ein toller Führer»

Während die Welt zwischen Sorge und Hoffnung schwankt, reisst einer Witze über den Tod von Kim Jong-Il. In seiner Rolle als Diktator hat Comedian Sacha Baron Cohen einen Trauerbrief verfasst.

Im Trailer zu «The Dictator» sieht man Comedian Sacha Baron Cohen in der Rolle des Despoten General Aladeen.
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Sacha Baron Cohen liess sich noch selten eine gute Publicity-Möglichkeit entgehen. Auch jetzt hat der britische Comedian die Gunst der Stunde wieder genutzt. 2012 kommt sein neuer Streifen «The Dictator» in die Kinos. Der Tod von Kim Jong-Il kommt da gerade gelegen, um schon mal die Werbetrommel für das Despoten-Movie zu rühren.


«Er starb, wie er lebte: auf acht Zentimeter hohen Sohlen»

In einem Trauerbrief, den er an diverse Online-Medien verschickte, nimmt Baron Cohen in der Rolle des Diktators Admiral General Aladeen Abschied von einem hoch geschätzten Kollegen: «Es macht mich traurig, vom Tod meines lieben Kim Jong-Il zu hören», schreibt seine Exzellenz Admiral General Aladeen – oberster Führer, stets triumphierender General und Chef-Augenarzt der Volksrepublik Wadiya. «K-Jo war ein toller Führer, guter Freund und mittelmässiger Badminton-Partner. Er starb, wie er lebte: auf acht Zentimeter hohen Sohlen», erinnert sich Aladeen liebevoll an den Dahingeschiedenen. «Als ausserordentlicher Mann setzte er sich ein für die weltweite Verbreitung von Nächstenliebe, Weisheit und Uran», bringt er Kim Jong-Ils Heldentaten auf den Punkt.

Willkommen in der Achse des Bösen!

Der Admiral General verpasst es auch nicht, Kim Jong-Ils Nachfolger im Kreise der Gewaltherrscher willkommen zu heissen: «Im Namen von mir selbst, Ahmadinedschad, Chávez und Newt Gingrich (republikanischer US-Präsidentschaftskandidat, Anm. d. Red.) möchte ich seinen Sohn Kim Jong-Un in der Achse des Bösen begrüssen.»

«The Dictator» kommt zwar nicht vor Mai 2012 in die Kinos. In einem ersten Trailer kann man Baron Cohen aber bereits in seiner neusten – unverkennbar von Muammar Gaddafi inspirierten Rolle – sehen. Die Story zum Film basiert auf dem Buch «Zabibah and The King», das aus der Feder des gänzlich realen Despoten Saddam Hussein stammt.

(sei)