Eichinger-Trauerfeier

07. Februar 2011 14:53; Akt: 07.02.2011 15:20 Print

«Musste das sein, Bernd?»

Letztes Geleit für Filmproduzent Bernd Eichinger: Stars wie Regisseur Tom Tykwer und Schauspielerin Martina Gedeck hielten bei der Abschiedsfeier Reden auf ihren Freund.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

In Trauer vereint: In der Sankt-Michael-Kirche in München versammelten sich heute Montag viele Freunde von Bernd Eichinger, um Abschied zu nehmen. Regisseur Tom Tykwer und Schauspielerin Martina Gedeck waren zwei der Redner, die ihre Fassungslosigkeit über den frühen Tod des Ausnahme-Produzentens («Das Parfüm») in Worte fassten.

Besonders bewegend war auch die Rede von Eichingers langjährigem Weggefährten Uli Edel. Er erinnerte sich, den Macher von «Die unendliche Geschichte» und «Der Baader Meinhof Komplex» vor 41 Jahren auf der Kunsthochschule kennengelernt zu haben: In einem grünen Cordanzug, mit langen Haaren und Koteletten habe Eichinger wie «ein Rockstar» ausgesehen. Aus anfänglicher Abneigung wurde eine tiefe Freundschaft und exzellente Zusammenarbeit: Edel wirkte auch bei der Veröffentlichung von Eichingers erstem Erfolg «Die Kinder von Bahnhof Zoo» mit.

Sehr persönlich war die Abschiedsrede von Günter Rohrbach, einem guten Freund der Familie. Er formulierte eine Ansprache an Bernd Eichinger, in der er sich darüber ausliess, wie unfair es von dem Produzenten sei, dass er - 20 Jahre jünger als Rohrbach - zuerst gegangen sei und dass er sich nicht in der Lage sehe, eine Totenrede auf seinen Freund zu halten: «Musste das sein, Bernd? Ich hätte doch auch zu deinem 70. sprechen können», fragte der Produzent.

Am Ende der bewegenden Trauerfeier trugen Katja und Nina Eichinger die Urne von Bernd Eichinger zu den Klängen des Beatles-Klassikers «Let It Be» zu ihrer letzten Ruhestätte.

(Cover Media)