Mel, der Schläger

16. November 2010 20:17; Akt: 16.11.2010 20:31 Print

«Sie ist selber schuld!»

Mel Gibson beschuldigt seine Ex Oksana Grigorieva der Selbstverletzung und dementiert, ihr bleibende Schäden zugefügt zu haben.

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Eigentlich ist Mel Gibson gar nicht in Australien geboren, sondern am 3. Januar 1956 in Peekskill im US-Staat New York (USA). Doch 1968 wanderte die Familie nach Australien aus, wo Mel Columcille Gerard Gibson – wie der Schauspieler mit vollem Namen heisst – den Rest seiner Jugend verbrachte. Der Beau machte sich zuerst einen Namen in George Millers Endzeit-Kultfilm «Mad Max» (Bild; 1979). Gibson sieht aber nicht nur in Lederkluft gut aus... ... auch der Bademantel steht ihm gut... Noch bekannter wurde Gibson 1981 mit Peter Weirs Kriegs-Drama «Gallipoli» (über den britisch-australischen Ansturm auf die Dardanellen im Ersten Weltkrieg). Zur Abwechslung mal mit Bart... Sein Debüt in den USA gab Gibson als Fletcher in «The Bounty». Fletcher war der Gegenspieler von Kapitän Bligh (Anthony Hopkins). Nach einem Intermezzo in Australien kam Gibson 1987 wieder zurück in die USA, wo er als Martin Riggs in «Lethal Weapon» eine äusserst populäre Figur spielte. 1990 spielte er Hamlet und verdiente sich damit manches Kritikerlob, obwohl dem Streifen nur mässiger Erfolg beschieden war. In «The Man Without a Face» (1993) verkörperte er einen von einem Brand entstellten Mann. In diesem Film führte Gibson erstmals Regie. Als Regisseur und Schauspieler in «Braveheart» (1995) wagte sich Gibson an ein Projekt, das bei weitem grösser war als alles, was er zuvor gemacht hatte. Actionheld Gibson: Im Auto... ... oder auf dem Auto. Jetzt will Gibson der Schauspielerei den Rücken kehren. Die andere Seite der Kamera reizt ihn mehr.

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Gegen den US-Schauspieler wird derzeit wegen häuslicher Gewalt ermittelt, nachdem er angeblich seine Ex-Freundin Oksana Grigorieva während ihrer Beziehung geschlagen haben soll. Nun behauptet der «Lethal Weapon»-Darsteller jedoch, dass diese sich selbst verletzt habe.

Laut «TMZ.com» erklärt Gibson in Gerichtsdokumenten, die beim Los Angeles Superior Court eingereicht wurden: «Oksana ist emotional labil und leidet unter Trichotillomanie, eine Störung der Impulskontrolle, die davon gekennzeichnet ist, dass Betroffene den Drang haben, sich das eigene Haar, Wimpern, Augenbrauen und andere Körperbehaarung herauszureissen und dies auch tun. Während unserer Beziehung hatte Oksana als Resultat dieser Störung oft Kratzer und kahle Stellen an der Seite ihres Kopfes. Kratzer, die sie jetzt offensichtlich versucht, mir anzuhängen!.»

Obwohl Gibson gestanden hat, die russische Sängerin während einer Auseinandersetzung am 6. Januar 2010 geschlagen zu haben, dementiert er, ihr weitere Schäden zugefügt oder ihr gar die Zähne ausgeschlagen zu haben, wie Oksana behauptet.

«Oksana ist ein normaler Mensch»

Ihr Anwalt Dan Horowitz beteuert derweil, dass Gibsons Vorwürfe, Oksana habe sich ihre Verletzungen selbst zugefügt, haltlos seien. «Ich habe über 100 Stunden mit Oksana verbracht und ich habe nie bemerkt, dass sie ihre Haare ausrupft oder ihre Haut kratzt. Sie verhält sich einfach wie ein normaler Mensch», so Horowitz.
Auch in finanzieller Hinsicht ist sich das einstige Paar, das gemeinsam die zwölf Monate alte Tochter Lucia hat, nicht einig.

Laut Gerichtsbeschluss muss der Hollywood-Star monatlich 20.000 US-Dollar Kindergeld an Oksana zahlen, doch während Letztere sich sicher ist, dass Gibson im Jahr 2009 satte 40 Millionen Dollar verdiente, behauptet dieser, dass er zwischen August 2009 und August 2010 «nur» 7,2 Millionen Dollar verbuchen konnte. Für den Fall seien jedoch genaue Angaben über Gibsons Verdienste laut dem zuständigen Richter Gordon wichtig, um die angemessene Höhe der Unterhaltszahlungen festzulegen

(bang)