Liam Neeson

16. Februar 2011 15:38; Akt: 16.02.2011 15:38 Print

«So verdammt dankbar, dass ich erkannt wurde»

Hollywoodstar Liam Neeson enthüllte, wie schwer die Zeit nach dem Unfalltod seiner Frau Natasha Richardson gewesen ist. Nur dank seines Promi-Status' bekam er sie 2009 ein letztes Mal zu Gesicht.

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Liam Neeson (58) war «verdammt dankbar», dass er im Krankenhaus als Star erkannt wurde und so seine Frau vor ihrem Tod noch einmal sehen durfte.
Natasha Richardson starb 2009 nach einem schweren Skiunfall in Kanada: Nun sprach Neeson («Star Wars Episode 1») zum ersten Mal über die schlimmsten Stunden seines Lebens.

«Ich rannte in die Notaufnahme - da stehen 70, 80 Menschen rum, gebrochene Arme, blaue Augen, solche Sachen - und zum ersten Mal in Jahren erkennt mich keiner. Keine von den Krankenschwestern. Keiner von den Patienten. Niemand», erinnerte sich der Künstler im Interview mit «Esquire». «Und ich bin extra gekommen, aber sie wollen mich nicht zu ihr lassen. Ich hole mein Handy raus, da kommt ein Typ und meint: 'Sorry, Sir, das dürfen Sie hier nicht verwenden.' Also gehe ich raus. Da stehen zwei Krankenschwestern, rauchen, und zum Glück erkennt mich eine von ihnen. Ich sage Ihnen, ich war so verdammt dankbar, dass ich erkannt wurde!»

Die Krankenschwester wies Liam Neeson den Weg zu seiner Frau. «Ich komme also rein, genau im richtigen Moment. Und all diese jungen Ärzte, die alle aussehen wie 18 Jahre, sagen mir das Schlimmste», fügte der Hollywoodler hinzu. Noch heute wird der Action-Star, der mit Filmen wie «The A-Team» und «96 Hours» bekannt geworden ist, von Trauer übermannt. Deswegen vertieft er sich so oft es geht in Arbeit: «Ich weiss, wie alt ich bin und dass ich nur eine Schulterverletzung davon entfernt bin, Rollen wie in '96 Hours' zu verlieren. Also bleibe ich beim Training, ich bleibe bei der Arbeit. Es ist leicht, Jobs zu planen, viel Arbeit zu planen. Das Seltsame an Trauer ist aber: Man kann sie nicht planen», verdeutlichte Liam Neeson.

(Cover Media)