Prinz Harry über Diana

20. Oktober 2019 08:15; Akt: 20.10.2019 08:15 Print

«Verlust ist immer noch wie eine eiternde Wunde»

Am Sonntag strahlt ein britischer Sender eine Doku über die kürzliche royale Afrika-Tour aus. Darin wird klar, wie emotional vor die Reise für Prinz Harry war.

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Vor rund zwei Wochen absolvierten Prinz Harry und Herzogin Meghan eine Tour durch verschiedene afrikanische Länder. In Angola besuchte der 35-Jährige die Organisation Halo Trust. Mit diesem Besuch führt Harry ein Engagement seiner Mutter Diana fort. Die 1997 verstorbene Prinzessin engagierte sich stark für die Non-Profit-Organisation. Halo Trust beseitigt in verschiedenen Ländern Trümmer und Landminen, die nach Kriegen zurückgelassen wurden. Was es für ihn bedeutet, in die Fussstapfen seiner Mutter zu treten, reflektiert Harry im Trailer für die Dokumentation «Harry & Meghan: An African Journey», die während der royalen Afrika-Tour gedreht wurde. «Jedes Mal, wenn ich eine Kamera klicken höre oder blitzen sehe, holt mich das Ganze wieder ein», so Harry. Er stehe als öffentliche Person unter hohem Druck. Gemäss Tom Bradby, dem Macher der Doku, sollen die Auswirkungen dieses Drucks auf Harry und seine Frau Meghan im Film weiter thematisiert werden. Ihre Tour durch Afrika schlossen Prinz Harry und Herzogin Meghan nach zehn Tagen Anfang Oktober ab. Auf den folgenden Bildern werden die einzelnen Stopps des Paars noch einmal zusammengefasst. Den letzten Tag verbrachten Harry und Meghan getrennt voneinander. Der Prinz war für offizielle Termine nach Botswana, Angola und Malawi geflogen, während Meghan in Kapstadt und anschliessend in Johannesburg blieb. Den neunten und letzten Tag ihrer Royal-Tour in Afrika verbringt das Herzogenpaar wieder zusammen. In Johannesburg besuchten Meghan und Harry am Vormittag in einem Township junge Südafrikaner. Anschliessend ging es für das Paar weiter zu Grace Machel, der Witwe des ehemaligen Präsidenten Nelson Mandela, und zum südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa und dessen Frau Dr. Tshepo Motsepe. Für einen der letzten Termine entschied sich Meghan für ein weisses Blusenkleid. Einen knalligen Farbakzent verliehen die roten Quastenohrringe. Bereits am Mittwochabend reisen die Sussexes wieder zurück nach London. Prinz Harry besuchte am Sonntag ein Collage in Malawi, das die Ausbildung von Frauen fördert. Da Meghan mit Archie derzeit in Johannesburg ist, liess der 35-Jährige seine Frau per Skype einfach bei dem Treffen dazuschalten. Doch nicht nur die Studentinnen schienen sich darüber zu freuen, auch Harry grinste beim Anblick seiner Frau bis über beide Ohren. «Ich wünschte, ich könnte bei euch sein, wir sind gerade in Südafrika, Archie macht ein Nickerchen», verrät die Herzogin unter anderem in dem Telefonat. Als die Gruppe junger Frauen für Meghan anfing zu singen, schunkelte und klatsche sie über den Bildschirm mit. Der Besuch war ihr eigener Herzenswunsch: Herzogin Meghan nahm am Samstag im Rahmen ihrer Afrika-Tour allein einen Termin wahr und besuchte in Kapstadt die Gedenkstätte für die 19-jährige Studentin Uyinene Mrwetyana, die vor wenigen Wochen brutal ermodert worden war. Sichtlich bewegt brachte Meghan eine gelbe Schleife am Tatort an. Sie habe den Fall aus der Ferne verfolgt, liess sie via der offiziellen Insta-Seite der Sussexes verlauten. Sie habe auch mit der Mutter des Mordopfers gesprochen und ihr kondoliert. Ebenfalls solo – zumindest ohne Ehemann und Sohn – besuchte Meghan in Kapstadt die Frauenrechtsaktivistin Sophia Williams-De Bruyn (81). Die unzähligen Gewaltakte an Frauen würden ihr «Herz tief berühren», so Meghan während des Treffens. Herzogin Meghan bei einem Event zu Ehren südafrikanischer Frauenrechtlerinnen. «Ich habe mich immer sehr für die Rechte von Frauen und Mädchen eingesetzt», sagte sie. «Deshalb war es für mich ein unglaublich kraftvoller Moment, Details von euch aus erster Hand zu erfahren.» In Angolas Minenfeldern rund um Dirico, im Südosten des afrikanischen Landes gab es am Freitagmorgen royalen Besuch. Prinz Harry reiste in ein Camp der Sprengmeister der britischen Wohltätigkeitsorganisation Halo Trust, wo er selbst eines der tödlichen Kriegsrelikte zerstörte. Fotos seines Aufenthaltes, auf denen der Queen-Enkel mit einem Körperschutz und einem Gesichtsvisier zu sehen ist, erinnern stark an jene legendären Bilder seiner Mutter im Minenfeld. Ohne seine Frau Meghan und seinen Sohn Archie reiste Prinz Harry am Mittwochnachmittag nach Botswana. Dort besucht er unter anderem den Chobe National Park. Zusammen mit mehr als 15 Leuten – darunter auch Schulkinder – pflanzte der Herzog von Sussex am Donnerstagmorgen einen übergrossen Setzling. Und zwar erfolgreich. Nach einigen Schaufeln Erde sass der Baum an seinem neuen Platz. Anschliessend hielt er vor den Anwesenden noch eine Rede, in der er erneut über den Klimawandel sprach. «Wir können die Wissenschaft nicht leugnen: Es passiert», so der Queen-Enkel. Nach der Bepflanzungsaktion ging es für Harry weiter zu seiner Wohltätigkeitsorganisation Sentebale, wo zahlreiche Kinder mit HIV zusammen in einem Camp wohnen. Begrüsst wurde der Queen-Enkel mit einer Schultafel, auf der zu lesen ist: «Willkommen, Archies Vater.» Herzogin Meghan blieb derweil mit besagtem Archie in Kapstadt, wo sie an einem privaten Frühstück mit Frauen teilnahm, die in Service-Berufen arbeiten. Am dritten Tag ihrer Afrika-Tour haben Meghan und Harry ihren Sohn erstmals zu einem offiziellen Termin mitgenommen. Die Sussex-Familie besucht am Mittwochmorgen in Kapstadt den Erzbischof und Menschenrechtler Desmond Tutu (87). Die stolze Mama hält ihren rund vier Monate alten Sohn während des ganzen Termins im Arm. Archie trägt beim offiziellen Termin eine hellblaue Latzhose über einem weissen Body. Ohne Scheu lächelt der kleine Royal in die Kamera. Ein Video von ihrer Ankunft in einem der ältesten Gebäude Kapstadts, dem Old Granary, posten Harry und Meghan selbst auf ihrem Instagram-Kanal. Erstmalig zeigt das Paar seinen Sohn so deutlich in der Öffentlichkeit. Am Dienstagabend waren Prinz Harry und Herzogin Meghan zu einem Empfang in der Residenz des britischen Hochkommissars geladen. Bei seiner Ankunft wurde das Paar mit viel Musik und Tanz freudig empfangen. Für die Abendveranstaltung recycelte die Herzogin von Sussex ein altes Kleid. Der gestreifte Look vom australischen Designer Martin Grant dürfte Royal-Fans von der Ozeanien-Tour vergangenen November bekannt sein. Damals trug die heute 38-Jährige das Kleid bei einem Termin am Bondi Beach. Damit zeigt Meghan, wie universell einsetzbar ihre Looks sind. Vor der Abendveranstaltung gings mit einem hochgeschlossenen Blusenkleid und einem Schal auf dem Kopf zum Moschee-Besuch. Die Herzogin und Prinz Harry waren zu Gast in der Bo-Kaap-Moschee, der ältesten Moschee Südafrikas. Zuvor besuchten Herzogin Meghan und Prinz Harry in der Früh den Monwabisi Beach. Dort sah sich das Paar das «Waves for Change»-Programm genauer an, das Surf-Therapien für schutzbedürftige Menschen anbietet. Ebenso die Initiative «Lunchbox Fund», die Schülern in benachteiligten Gebieten Mahlzeiten anbietet, stand auf der königlichen Agenda. Die Herzogin entschied sich für diesen Termin einen sehr gemütlichen Look. Mit Messy-Dutt, Bluse und Jeansjacke erschien sie am Strand von Kapstadt. Dazu kombinierte sie eine schwarze Jeans und einen Tote-Bag. Nach einer kurzen Verschnaufpause zeigen sich Meghan und Harry bei ihrem zweiten Termin an ihrem ersten Südafrika-Tag. Die beiden besuchten das Denkmal District Six Musuem. Dort erfahren die beiden etwas über das Zusammenführen vom Regime getrennter Familien. Zudem wird sich das Paar an einer Kochaktivität mit ehemaligen Bewohnern des Distrikts beteiligen. Zum Termin erschienen Meghan und Harry in neuen Outfits. Vor allem das blaue Kleider der Herzogin dürfte einigen Royal-Fans bekannt vorkommen. Sie trug es bereits während der Royal-Tour im Herbst 2018 in Tongo. Als Schmuckstück wählte die Herzogin übrigens ein Armband, auf dem das Wort «Justice» (zu Deutsch: «Gerechtigkeit») zu lesen ist. Kaum in Kapstadt gelandet, ging es für Harry und Meghan am Montag bereits zum ersten Termin. Das Paar besuchte ein Armenviertel. Obwohl ihr Sohn Archie ebenfalls auf der Reise mit dabei ist, blieb er bei diesem Punkt der royalen Agenda lieber bei der Nanny. Das Township Nyanga gilt nämlich als eine der gefährlichsten Gegenden des Landes. Für das Royal-Paar aber kein Grund, Angst zu haben. Die beiden zeigten sich volksnah und begrüssten die wartenden Fans. Wie schon bei vielen Terminen und Royal-Touren zuvor: Harry und Meghan haben keine Berührungsängste. Die Herzogin von Sussex umarmte sogar einige Frauen der Township. Dieser Termin ist für die 38-Jährige und ihren Mann besonders wichtig, er steht nämlich ganz im Zeichen von Frauenrechten. Der royale Besuch wurde in der Township freudig erwartet. Mit viel Musik und Tanz sind Harry und Meghan von den Bewohnern begrüsst worden. Drei Wochen reisten Prinz Harry und Herzogin Meghan (mit Baby Archie im Bauch) im November 2018 durch Australien, Neuseeland, Fidschi und Tonga. Es war die erste grosse Royal-Tour der Sussexes nach ihrer Hochzeit im Mai 2018. Nun packt das Royal-Paar erneut die Koffer. Am Montag landen Harry und Meghan in Kapstadt. Zehn Tage wird das Paar zusammen mit seinem Sohn Archie in Afrika bleiben, um die Partnerschaft zwischen Afrika und dem Vereinigten Königsreich zu stärken. Zu wie vielen Termin die Sussexes ihren vier Monate alten Sohn tatsächlich mitnehmen werden, steht noch nicht fest. Vermutlich entscheiden die Eltern dieses Detail der Reise spontan. Zu den wichtigen Themen der Reise zählen mentale Gesundheit, HIV/AIDS, Bildung, Arbeit sowie Rechte von Frauen und Mädchen und der Tierschutz. An den ersten beiden Tagen absolvieren Harry und Meghan noch zusammen Termine. Danach reist der Prinz ohne seine Frau und seinen Sohn nach Malawi, Angola und Botswana. Vor allem Angola wird für Harry emotional werden. Wie der Palast in einer Aussendung mitteilte, wird der 35-Jährige «aus erster Hand das Erbe der verstorbenen Diana, Prinzessin von Wales, ansehen, deren Besuch von Huambo im Jahr 1997 geholfen hat, das Bewusstsein für die Gefahr von Landminen für Gemeinschaften und Lebensgrundlagen zu steigern». Bereits im August 2013 war Prinz Harry nach Angola gereist, um mehr über die Lage der Landminen und über die gefährliche Arbeit mit ihnen zu erfahren. Meghan wird sich auf der Reise verstärkt den Themen Bildung und Gesundheit für Frauen sowie der Stärkung von weiblicher Führung in Unternehmen und anderen gesellschaftlichen Bereichen widmen. Sie bleibt vorwiegend in Kapstadt und Johannesburg. Am letzten Tag ihrer zehntägigen Reise geht es für Meghan, Harry und Archie am Abend bereits zurück nach London.

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Zehn Tage lang waren Prinz Harry und Herzogin Meghan (38) kürzlich auf Royal-Tour in Afrika. Begleitet wurde das Paar unter anderem vom Journalisten Tom Bradby: Er hat während der Reise eine Dokumentation über Harry und Meghan gedreht, die am Sonntag auf dem britischen Sender ITV ausgestrahlt wird.

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Im bereits veröffentlichten Trailer zu «Harry & Meghan: An African Journey» zeigt sich, wie emotional die Reise vor allem für den Enkel der Queen war. Harry besuchte in Angola unter anderem die Organisation Halo Trust, für die sich bereits Prinzessin Diana engagiert hatte.

An Dianas schlechte Zeiten erinnert

«Der Verlust ist immer noch wie eine eiternde Wunde», sagt der 35-Jährige im Trailer, als er auf seine 1997 verstorbene Mutter angesprochen wird. Es sei sehr emotional für ihn, Dianas Engagement in Angola fortzuführen, so Harry.

«Jedes Mal, wenn ich eine Kamera klicken höre oder blitzen sehe, holt mich das Ganze wieder ein», fährt er nachdenklich fort. Er fühle sich durch seine Rolle in der Öffentlichkeit, die oft mit grossem Druck verbunden sei, automatisch an die schlechten Zeiten im Leben seiner Mutter erinnert.

Im Dokufilm sollen auch intime Familienmomente mit Baby Archie zu sehen sein, hiess es vor einigen Tagen. In bereits veröffentlichen Ausschnitten hält Harry seinen Sohn Archie in seinen Händen, während Meghan ihm einen Kuss auf den Kopf gibt.


Der Trailer zu «Harry & Meghan: An African Journey».

Die schönsten Fotos von Harrys und Meghans Reise siehst du in der Bildstrecke oben.

(anh)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Adrian am 20.10.2019 09:03 Report Diesen Beitrag melden

    Sorry, aber langsam wird's...

    ...etwas peinlich. Er ist nicht der einzige der seine Mutter früh verloren hat. Ich beispielsweise konnte nicht mal an die Beerdigung, weil ich noch zu klein war...

  • Liliabetarosa am 20.10.2019 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Lasst die Royals in Ruhe

    Sie sind auch menschen, wie wir auch sind. Um es mal klar auszudrücken: ich möchte um nichts in der Welt mit Royals tauschen. Ich mag es nämlich gar nicht, unter ständiger Beobachtung der Öffentlichkeit zu sein, zu tun als ob und lächelnd dastehen und repräsentieren; genau das ist ein Mega-Stress. Salopp ausgedrückt, können Royals nicht mal zur toilette gehen, ohne dass dies in irgend einer Zeitung breitgetreten wird. Darum; lasst die Royals in Ruhe, sie sind Menschen.

  • M. Ami am 20.10.2019 10:14 Report Diesen Beitrag melden

    Heilende Figuren auf dem Weg...

    Auch meine beiden Söhne haben ihre Mutter an den Tod verloren. Allerdings waren sie noch sehr klein (2.5 J und das Baby 3 Monate). NIEMAND kann die eigene Mutter ersetzen, und das will ich auch nicht. Trotzdem bin ich eine zweite, andere Mama für die und konnte sie diesen Sommer adoptieren, natürlich mit ihrer Zustimmung. Ich hätte mir gewünscht, dass auch William und Harry eine weitere Mutterfigur vergönnt gewesen wäre, die sie aufrichtig liebt und mit der sie auch gemeinsam über den Verlust der ersten Mama trauern können. Aber in Königshäusern dürfte das sehr schwierig sein! :(

Die neusten Leser-Kommentare

  • wealthyswiss am 20.10.2019 20:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wacht auf Leute

    Sein Grosi weiss wie es in echt war, evtentuell soll er sie mal fragen.

  • mülli am 20.10.2019 14:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    diana

    er soll nicht so ein gejammer machen,andere leute wie ich haben auch im knaben alter die mutter verloren...

  • Maria am 20.10.2019 12:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    not amused

    Andere Menschen erleiden auch tragische Verluste, da ist er weiss Gott nicht der einzige. Er und Meghan wären gut beraten, sich an William und Catherine zu orientieren. Die beiden machen ihren Job sehr professionell und der Umgang mit der Presse beherrschen sie auch. Es gibt einfach Dinge die gibt man besser nicht preis, sonst bietet man Angriffsfläche!

  • Veganja Fleischlinger am 20.10.2019 12:00 Report Diesen Beitrag melden

    Diana ein Glücksfall für damalige Zeit

    ein Recht auf Privatleben bleibt für die Royals auch heute noch unerreichbar..

  • Margrit Aegerter am 20.10.2019 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Verarbeitung

    Verlust bleibt traurig und erst noch auf tragische und anhaltenden Wirren in der Familie in den Jahren davor. Um so wichtiger, die Trauer zu verarbeiten, dass es nicht mehr "eitert". Trauern ist ein Prozess, der zum Leben gehört wie eben Freude und Trauer... Verarbeiten hat nichts mit "Vergessen" oder "Verdrängen" zu tun.