Familie Koch

10. Februar 2011 13:54; Akt: 10.02.2011 15:31 Print

«Wir haben es zusammen verbockt»

Er ist noch immer gelähmt, noch immer unselbständig. Und doch gibt es Hoffnung für Samuel Koch. Mit seinem Vater hat er den TV-Unfall mittlerweile analysiert.

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Sein Unfall bei «Wetten dass …?» erschütterte Deutschland und auch die Schweiz: Beim Versuch, mit Sprungfedern über ein fahrendes Auto zu springen, verunglückte Samuel Koch. Seit knapp zehn Wochen ist der 23-Jährige nun halsabwärts gelähmt, liegt im Paraplegiker-Zentrum in Nottwil.

Doch wie geht es Samuel inzwischen? Die Reporter von «Stern» haben Samuel eine Woche lange begleitet. «Es gibt wieder ein wenig Hoffnung für den jungen Mann aus Efringen-Kirchen», steht in dem deutschen Magazin geschrieben. In Nottwil lerne Samuel derzeit, seine Oberarmmuskeln wieder zu steuern – die Krankenschwestern ruft er noch mit einem Gerät, das er mit Zunge und Mund bedienen kann.

Selbstständig ist der Teilnehmer der letzten «Wetten dass …?»-Sendung noch lange nicht: Seine Mutter muss ihrem Sohn die Nase putzen, wenn sie läuft. Wenn Samuel Hunger hat, müssen ihn die Eltern füttern. Natürlich hat er sich mit ihnen über den Unfall unterhalten. Sein Vater Christoph sagte dazu: «Wir haben es zusammen verbockt. Entweder bist du zu flach abgesprungen oder ich zu schnell gefahren. Oder beides.» Ob Samuel irgendwann wieder laufen kann, weiss aber bis anhin keiner der Ärzte. Der Aufenthalt in der Schweiz soll angeblich noch mehrere Monate dauern.

«Die Wette war machbar»

Der Action-Spezialist Joe Alexander hatte den 23-Jährigen monatelang auf die Wette vorbereitet. Gegenüber «meedia.de» sprach der Trainer über die Risiken des Stunts. «Die Wette von Samuel Koch war machbar und sie war auch nicht gefährlicher als vieles, was man im Fernsehen sieht», berichtete Alexander. «Für solche Herausforderungen gilt: Man muss daran glauben, man muss hart dafür arbeiten, damit das Eingeübte auch unter dem Druck eines Live-Auftritts abgerufen werden kann. Bei all diesen Trainings, die monatelang dauern, gilt für uns in der Agentur immer: Safety first.»

(sim)