Lady Antebellum

14. Februar 2011 07:49; Akt: 14.02.2011 15:00 Print

Überraschende Gewinner bei den 53. Grammys

Lady Antebellum sind die grossen Gewinner bei den diesjährigen Grammys. Geehrt wurden auch Arcade Fire, Lady Gaga und eine Jazzsängerin, mit der keiner gerechnet hatte.

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Bei der 53. Grammy-Verleihung in Los Angeles ist der sehnsuchtsvolle Crossover-Hit «Need You Now» von Lady Antebellum als Song und als Single des Jahres ausgezeichnet worden. Das Country-Trio schlug damit seine Konkurrenten Eminem, Ray LaMontagne, Miranda Lambert und Cee Lo Green aus dem Feld. Insgesamt bekamen Lady Antebellum fünf Preise, mehr als jeder andere Künstler an dem Abend. Zum Album des Jahres wurde «The Suburbs» von Arcade Fire gekürt.

Der Rapper Eminem, der den Reigen der Nominierungen mit zehn Stück anführte, ging in acht Kategorien leer aus. Er erhielt lediglich die Preise für die beste Rap-Solodarbietung mit «Not Afraid» und das beste Rap-Album mit «Recovery» . Es war das dritte Mal, dass Eminem den Grammy für das beste Album verpasste.

Auch Jay-Z und Lady Gaga gewinnen

Zu den weiteren Gewinnern des Abends zählten der Rapper Jay-Z, Soulsänger John Legend und Lady Gaga mit jeweils drei Trophäen. Lady Gaga siegte unter anderem in der Kategorie beste Popsängerin, Bruno Mars als bester Popsänger. Train wurden für «Hey, Soul Sister (Live)» als bester Popgesang einer Band geehrt.

Die Jazzsängerin und Bassistin Esperanza Spalding wurde bei der Show am Sonntag überraschend als beste neue Künstlerin geehrt. Sie war nur in dieser Kategorie nominiert und setzte sich gegen Top Acts wie Justin Bieber und Drake durch. Spalding ist die erste Jazz-Musikerin überhaupt, die in der Kategorie «Neuer Künstler» siegte.

Ein Preis geht nach Deutschland

Die britische Rockband Muse gewann mit «The Resistance» den Grammy für das beste Rockalbum gegen starke Konkurrenz aus Pearl Jam, Neil Young und Jeff Beck, der selbst aber ebenfalls zwei Grammys erhielt. Urgestein Neil Young wurde für «Angry World» als bestem Rocksong geehrt. Für die beste Leistung in der Kategorie Metal erhielten Iron Maiden einen Grammy.

Ein Grammy ging nach Deutschland: In der Klassik-Kategorie Beste Opernaufnahme gewann «Saariaho: L'Amour De Loin» des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und des Rundfunkchores Berlin. Die Grammys sind die wichtigsten Auszeichnungen der US-Musikindustrie. Sie werden in 109 Kategorien verliehen.

Einige Highlights der Verleihung

(Quelle: The Recording Academy/CBS)

Christina Aguilera scheint vom Pech verfolgt

Eröffnet wurden die 53. Grammy-Awards von Christina Aguilera, die zusammen mit Jennifer Hudson, Florence Welch (Florence And The Machine), Country-Star Martina McBride und der Gospel-Sängerin Yolanda Adams ein Tribut-Medley an Soul-Legende Aretha Franklin performte. Nachdem die Powerfrauen Hits wie «Respect», «Think» und «(You Make Me Feel Like) A Natural Woman» rausgehauen hatten, verlor Aguilera kurz das Gleichgewicht und ging in die Knie.


Quelle: Youtube

Florence Welch lieh ihrer Kollegin sofort eine helfende Hand, so dass die Blondine unverletzt blieb. Der Grammy-Ausrutscher kommt nur wenige Tage, nachdem sich Aguilera beim Superbowl versungen hatte: In der Spielpause des berühmten US-Football-Matchs trug die Musikerin die amerikanische Hymne vor und patzte beim Text.

(ap)