Alt und knackig

17. Juli 2008 07:06; Akt: 17.07.2008 11:53 Print

Älteste Stripperin der Welt hängt am seidenen String

Poledance kennt sie nur vom Hörensagen. Ihre Lieblingsrequisite ist die Federboa. Und sie hat noch lange nicht genug: «Ich bin noch nicht bereit, meinen String-Tanga an den Nagel zu hängen», sagt Tempest Storm.

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Ihre Finger zittern, ihre von Arthrose gezeichneten Hände sind mit Leberflecken übersät ... Doch die Maniküre ist perfekt: glänzende rote Fingernägel ... ... farblich passend zu ihrer stattlichen Mähne. «Ich geh nicht einfach da rauf und reiss mir die Kleider vom Leib», erklärt sie dem Reporter des amerikanischen TV-Senders NBC ... Nein, Tempest Storm ist eine Meisterin der Kunst, sich langsam - sehr langsam - der Bekleidung zu entledigen. Und: Tempest Storm zählt bereits 80 Lenze. «Nein, nein. Ich bin noch nicht bereit, meinen String-Tanga an den Nagel zu hängen,» gibt sie zu Protokoll ... ... «Ich habe viel zu viele Fans, die enttäuscht wären.» Zu ihren prominenten Fans - und angeblich auch Lovers - gehörten damals, in den Fünfzigerjahren, Stars wie Frank Sinatra, Dean Martin, Nat King Cole ... ... oder Elvis Presley. Mit ihm, behauptet sie, habe sie eine Affäre gehabt. «Die Beziehung brach nach einem Jahr ab, weil es Elvis' Manager nicht gefiel, dass er mit einer Stripperin was hatte», so Storm. Als «das Mädchen mit der fabelhaften Front» war sie in ganz Nordamerika bekannt ... ... Einflussreiche Filmmogule sagten ihr, sie besitze die zwei besten Requisiten Hollywoods. Sie war die unangefochtene Königin des Burlesque, jener Urform des Strippens, das etwas eleganter, etwas glamouröser, etwas – doch! – erotischer daherkommt als der heute übliche, frenetische Poledance. Viele ihrer Zeitgenossinnen wie Bettie Page oder Blaze Starr waren damals ähnlich berühmt, doch sie alle hängten irgendwann ihre Federboa an den Nagel. Tempest Storm hat stets weitergemacht. Bis heute. Storm hat keinen Zweifel, dass sie immer noch dieselbe geblieben ist, über all die Jahre hinweg. Sie tritt zwar nur ein paarmal pro Jahr auf, doch noch so gerne würde sie mehr Shows machen ... Sie hält nichts davon, mit dem Alter könnte der Sex Appeal nachlassen: «Lächerlich. Es macht mir weiterhin Spass auf der Bühne zu sein, und das Publikum liebt es. Niemand sagte mir bisher, ich soll aufhören. Wieso sollte ich also?» Später, am Abend, entledigt sich Tempest Storm, Jahrgang 1928, Schritt für Schritt ihrer Kleider. Das Publikum gerät aus dem Häuschen: Tosender Applaus, begeistertes Geheul ... Eine junge Frau schaut zur 80-jährigen Dame in Netzstrümpfen, durchsichtigem BH und String-Tanga auf und erklärt: «Ich möchte auch so aussehen in ihrem Alter!»

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Ihre Finger zittern, ihre Hände sind mit Leberflecken übersät. Doch die Maniküre ist perfekt: glänzende rote Fingernägel, farblich passend zu ihrer stattlichen Mähne.

«Ich geh nicht einfach da rauf und reiss mir die Kleider vom Leib», erklärt sie dem Reporter des amerikanischen TV-Senders NBC. Nein, Tempest Storm ist eine Meisterin der Kunst, sich langsam - sehr langsam - der Bekleidung zu entledigen. Und: Tempest Storm zählt bereits 80 Lenze. Anlässlich ihres Auftritts am «All-Star Burlesque Weekend» der Burlesque Hall of Fame in ihrer Heimatstadt Las Vegas gewährte sie letzte Woche dem TV-Sender eines ihrer raren Interviews: «Nein, nein. Ich bin noch nicht bereit, meinen String-Tanga an den Nagel zu hängen. Ich habe viel zu viele Fans, die enttäuscht wären.»

Zu ihren prominenten Fans gehörten damals, in den Fünfzigerjahren, Stars wie Frank Sinatra, Dean Martin, Nat King Cole oder Elvis Presley. Mit Letzterem, behauptet sie, habe sie eine Affäre gehabt. «Die Beziehung brach nach einem Jahr ab, weil es Elvis' Manager nicht gefiel, dass er mit einer Stripperin was hatte», so Storm.

Die zwei besten Requisiten Hollywoods

Als «das Mädchen mit der fabelhaften Front» war sie in ganz Nordamerika bekannt. Einflussreiche Filmmogule sagten ihr, sie besitze die zwei besten Requisiten Hollywoods. Sie war die unangefochtene Königin des Burlesque, jener Urform des Strippens, das etwas eleganter, etwas glamouröser, etwas – doch! – erotischer daherkommt, als der heute übliche frenetische Poledance. (Heute erlebt Burlesque ein Revival. Stars wie Dita von Teese haben der Kunstform neues Leben eingehaucht.)

Viele ihrer Zeitgenossinnen wie Bettie Page, Lili St. Cyr oder Blaze Starr waren damals, in den Fifties, ähnlich berühmt, doch sie alle hängten irgendwann ihre Federboa an den Nagel. Tempest Storm hat stets weitergemacht. Bis heute.

Sie hat keinen Zweifel, dass sie immer noch dieselbe geblieben ist, über all die Jahre hinweg. Sie tritt zwar nur ein paar Mal pro Jahr auf, doch noch so gerne würde sie mehr Shows machen. Und sie hält nichts von der Annahme, mit dem Alter könnte der Sex Appeal nachlassen: «Lächerlich», so Storm, «ich fühle mich gut, es macht mir weiterhin Spass auf der Bühne zu sein, und das Publikum liebt es. Niemand sagte mir bisher, ich soll aufhören. Wieso sollte ich also?»

Später, am Abend, entledigt sich Tempest Storm, Jahrgang 1928, Schritt für Schritt ihrer Kleider. Das Publikum gerät aus dem Häuschen: Tosender Applaus, begeistertes Geheul…

Eine junge Frau schaut zur 80-jährigen Dame in Netzstrümpfen, durchsichtigem BH und String-Tanga auf und erklärt: «Ich möchte auch so aussehen in ihrem Alter!»

Tempest Storm in voller Blüte, zirka 1955.