Kleines Ländle ganz gross

19. Dezember 2008 09:43; Akt: 19.12.2008 11:04 Print

Al Walser: «Ich sah Carey und Hilton beim Fummeln zu»

von David Cappellini - Der Liechtensteiner Al Walser will in den USA eine Reality Soap drehen und bekam ein Produktionsangebot von Ashton Kutcher. 20 Minuten Online sprach mit Walser über die Grammys, Hollywood und Heimweh.

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20 Minuten Online: In den Staaten hast du soeben dein Album «Heartbreaker» veröffentlicht. Wie ist das Feedback?
Al Walser: Sehr gut. Die Single «Naked» läuft auf vielen wichtigen Radiostationen und wird auch in den Clubs gespielt. Über den Clip, der die Präsidentenwahl parodiert, hat sogar CNN berichtet. Eigentlich ging es mit dem Release aber bloss darum, mal ein Zeichen zu setzen. Schliesslich will ich mich als Musiker etablieren.

Du sitzt ganz nebenbei in der Grammy-Academy und kannst selber Songs für den Preis vorschlagen. Auch deine eigenen?
Ja, ich habe auch eigene Tracks vorgeschlagen, schliesslich sind in der ersten Auswahl mehrere Hundert Lieder mit dabei - wenn es dann an die engere Auswahl geht, entscheiden aber zahlreiche Leute, was gut ist und was nicht. Da hab ich keinen Vorteil durch die Selbst-Nomination.

Dank deinen zahlreichen Kontakten gehst du an Hollywood-Parties ein und aus. Bringt dir die Promi-Connection denn auch etwas?
Und wie. Ich habe soeben eine Agentur gegründet, mit der ich Leute vermarkte, die in Hollywood gross rauskommen möchten. So bringe ich tschechische Supermodels beispielsweise auf die wichtigsten roten Teppiche der Stadt. Networking ist in der Traumfabrik wahnsinnig wichtig - es ist halt ein Nehmen und Geben.

Du verkehrst öfters mit der Jackson-Familie. Ist eine Zusammenarbeit jeglicher Art geplant?
Für mein nächstes Album habe ich Michaels Haupt-Produzenten mit an Board. Das ist schon mal etwas. Für Jackos Bruder Jermaine hab ich zudem selbst Songs produziert.

Und letzte Woche hingst du mit Paris Hilton ab?
Wir waren an der selben Party im Haus von Benny Medina. Da sassen wir irgendwann zu fünft im Gästezimmer - Mariah Carey war auch dabei. Paris und sie waren beschwipst und haben die ganze Zeit geflirtet und sich angefasst. Kein Witz, die beiden hatten es aufeinander abgesehen - und das war nicht für irgendeine Kamera, sondern ganz privat.

Mit einer Reality-Show willst du nun einen TV-Coup landen. Kannst du ein bisschen konkret werden?
Es wird sich alles um das Klischee drehen, dass ich von einem kleinen Land komme und mich im grossen Amerika durchsetzen will. Natürlich ein bisschen übertrieben. An meiner Seite spielt einer der grössten Comedians der USA. Und wie gesagt, letzte Woche traf ich mich mit Ashton Kutcher - er will die Show produzieren.

Nun weilst du für ein paar Wochen in der Schweiz. Hast du das Land vermisst?
Ganz ehrlich? Es geht. In Amerika hast du alles, was man braucht. Wenn ich Schweizer Essen will, kriege ich das auch. Und dank dem Internet bin ich auch stets in Kontakt mit meinen Liebsten. Ich bin stolz, in den Staaten Fuss gefasst zu haben. Komisch ist bloss, dass ich früher immer dachte, Zürich sei wahnsinnig gross. Nun kommt mir die Stadt winzig vor. Aber die Landschaft und das Strassenbild ist schon ganz anders als in Los Angeles. Aber Heimweh - nein! Mein Zuhause ist längst Amerika.