21. April 2005 15:51; Akt: 21.04.2005 15:58 Print

Beatles: Keine Kondome, keine exotischen Tiere

Die Beatles waren eine bescheidene Popband. Das beweist ein Vertrag, der nach fast 40 Jahren wieder ausgegraben wurde.

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Die Band hatte anstatt Champagner, ausgefallenen Snacks und Sonderwünschen nur ausreichend Sicherheitskräfte, «vier Feldbetten, Spiegel, einen Kühlschrank, einen tragbaren Fernseher und saubere Handtücher» verlangt.

Das Tourleben der Beatles ist von dem Onlinedienst thesmokinggun.com enthüllt worden, nachdem die Betreiber über einen Vertrag für ein Konzert im Coliseum in Portland, Oregon, aus dem Jahre 1965 gestolpert waren. Das Dokument stammt von zwei Auftritten der Band, für die die teuersten Tickets sechs Dollar gekostet hatten.

Am interessantesten zu lesen sind die Forderungen der Beatles: keine blauen Süssigkeiten, keine Kondome, keine exotischen Tiere – nur eine vernünftige Garderoben- und Bühnenausstattung.

Der Manager Brian Epstein verlangt in dem Vertrag 150 uniformierte Polizeibeamte, die «ab der Öffnung der Türen bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Halle vollkommen leer ist» für Sicherheit sorgen, «eine sehr gute Tonanlage mit einer ausreichenden Anzahl von Lautsprechern, zwei grosse Scheinwerfer und einen erstklassigen Toningenieur».

Epstein legt auch die Grösse der Bühne genau fest und verlangt «ein Podium für Ringo Starr und sein Schlagzeug». Die Beatles waren auch nicht besonders anspruchsvoll, was den Reisekomfort betraf und haben sich zwei Kleinbusse geteilt.

(wenn)