Justin Biebers Drogensucht

05. Februar 2020 18:08; Akt: 05.02.2020 18:10 Print

«Es fühlte sich an, als würde ich sterben»

In der neusten Folge seiner Doku-Serie spricht Justin Bieber erstmals vor einer Kamera über seine Drogenabhängigkeit. Diese war weitaus gravierender als bisher angenommen.

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«The Dark Season» heisst die fünfte Folge von Justin Biebers Doku-Serie «Seasons». In ihr spricht der kanadische Musiker das erste Mal vor der Kamera über seine ehemalige Drogensucht, die schwerwiegender war, als die Öffentlichkeit annahm. Mit nur 12 Jahren fing der 25-Jährige an, Cannabis zu rauchen. Später kamen härtere Drogen wie Mushrooms und diverse Pillen dazu. «Ich wachte morgens auf, schmiss als erstes Pillen ein und rauchte einen Blunt. Es war verrückt», so der Sänger. Sein Drogenkonsum habe irgendwann «irre beängstigende» Züge angenommen. So seien seine Security-Angestellten derart alarmiert gewesen, dass sie nachts jeweils in sein Zimmer gegangen seien, um seinen Puls zu fühlen, wie Bieber gesteht. Schliesslich sei ihm bewusst geworden, dass er so nicht mehr weitermachen könne: «Ich entschied mich, damit aufzuhören, weil es sich anfühlte, als würde ich sterben.» Als Folge seines jahrelangen Drogenkonsums habe Bieber angeblich noch heute Giftstoffe im Körper. Um diese rauszuspülen, bekommt er regelmässig Infusionen. Ausserdem schwört der Musiker auf sogenannte Überdruckkammern, in die er sich hineinlegt, um sein Gehirn mit zusätzlichem Sauerstoff zu versorgen. «Das senkt das Stress-Level», erklärt Bieber. Das Gerät helfe ihm dabei, seine Angstzustände in den Griff zu bekommen. Seine Frau Hailey Bieber (23) erzählt in der Doku-Serie, dass zu Hause mehrere solche Überdruckkammern bereitstehen – und auch im Studio möchte der Sänger nicht darauf verzichten. «Seasons» zeigt den Musiker auch während den Aufnahmen seines anstehenden Albums. Hier arbeitet er gerade mit dem Musikproduzenten und Songwriter Poo Bear (41). Model Hailey Bieber spielt in der Doku-Serie eine grosse Rolle – sie begleitet ihren Mann praktisch überallhin. Nähergekommen sind sich die beiden erst, als Bieber den Drogen bereits abgeschworen hatte.

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Gerade läuft Justin Biebers (25) Doku-Serie «Seasons» auf Youtube Premium. In der fünften Folge «The Dark Season» spricht der kanadische Superstar nun erstmals vor der Kamera über seine jahrelange Drogensucht, die schwerwiegender war als bisher angenommen. Das Wichtigste aus Biebers Drogenbeichte zusammengefasst:

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Es begann im frühen Teeniealter

Schon im Alter von 12 Jahren hat Biebs das erste Mal Drogen konsumiert. Er rauchte damals seinen ersten Joint und wurde schliesslich abhängig von Cannabis. Er verurteile die Einstiegsdroge aber nicht generell, so der Sänger. Für ihn berge sie aber die Gefahr, in eine Abhängigkeit zu geraten.

Er nahm Pillen zum Frühstück

Schwieriger wurde es für Bieber, als er auf härtere Substanzen umstieg. In der Doku listet er seinen Drogenkatalog auf: «Ich schlürfte Lean (ein Drink mit verschreibungspflichtigem Hustensaft), schluckte Pillen, nahm MDMA, Mushrooms, alles.»

Irgendwann sei sein Konsum komplett ausgeartet. «Ich wachte morgens auf, schmiss als erstes Pillen ein und rauchte einen Blunt. Es war verrückt», erzählt Bieber.

Sein Team checkte in der Nacht, ob er noch lebt

Der exzessive Drogenkonsum von Bieber alarmierte seine Angestellten derart, dass sie anfingen, nächtliche Check-ups zu machen: «Meine Security kam nachts in mein Zimmer, um meinen Puls zu fühlen», gesteht Bieber, «die Leute haben keine Ahnung, wie ernst es damals war. Es war echt sehr beängstigend.»

Irgendwann sei ihm bewusst geworden, dass es so nicht mehr weitergehen könne: «Ich entschied mich, damit aufzuhören, weil es sich anfühlte, als würde ich sterben.»

Seine Erziehung sei mitschuldig

Biebers Mutter wurde bereits mit 18 schwanger und zog ihn unter ärmlichen Verhältnissen allein gross. Auch sie litt unter Suchtproblemen und hatte mit 17 gar versucht, sich das Leben zu nehmen.

In der Doku erwähnt der Sänger nun unter anderem seine Erziehung als Ursache für seine Schwierigkeiten: «Fakt ist, dass ich nie das Werkzeug hatte, um ein guter Teamplayer zu werden. Meine Eltern haben es mir nicht auf den Weg mitgegeben.»

Er kriegte eine Fehldiagnose

Auch Justins «Gehirn-Gesundheits-Doktor» Dr. Daniel Amen (65) kommt in der Episode vor und erzählt von seinem ersten Treffen mit dem Sänger im Jahr 2014. «Er war ein Wrack», so der Celebrity-Doc. «Er hatte gerade erst mit den Drogen aufgehört. Er war ängstlich, überwältigt, schlief nicht mehr.»

Zudem fand der Neuropsychiater heraus, dass Bieber nicht – wie zuvor diagnostiziert – an einer bipolaren Störung leidet. Mittlerweile nimmt der Sänger Antidepressiva, um mit seinen Depressionen und Angstzuständen klarzukommen.

Er kämpft jetzt noch mit den Folgen

Der Musiker gibt an, wegen des jahrelangen Drogenkonsums noch heute Giftstoffe im Körper zu haben. Um sie loszuwerden, bekommt er regelmässig Infusionen.

«Ich habe meinen Körper missbraucht. Jetzt befinde ich mich im Genesungsprozess und versuche sicherzustellen, dass ich mich um das Gefäss kümmere, das Gott mir gegeben hat», so der praktizierende Christ.

Um seine Angstzustände in den Griff zu kriegen, legt Biebs sich zudem regelmässig in sogenannte Überdruckkammern, die sich mit Sauerstoff füllen: «So kommt mehr Sauerstoff ins Gehirn, was das Stresslevel senkt», erzählt er.

Seine Frau Hailey Bieber (23) sagt in der Doku, dass mehrere solche Geräte bei ihnen zu Hause sowie im Studio bereitstehen würden.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Yasmin am 05.02.2020 18:38 Report Diesen Beitrag melden

    Weiterhin gute Besserung!

    Schön, dass er den Ausstieg geschafft hat. Schaffen nicht viele, vor allem nicht unter diesen Umständen (Berühmt, reich etc.)!

  • Knut am 05.02.2020 18:43 Report Diesen Beitrag melden

    Fehlende Mittel

    Ich würde auch gerne aufhöhren aber ich habe keine Überdruckkammer.

    einklappen einklappen
  • Bibi ber am 05.02.2020 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ersatzdroge

    Überdruckkammern. Ist das die Ersatzdroge für Bieber?

Die neusten Leser-Kommentare

  • BRUMMPÄNGLI am 05.02.2020 21:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ja klar so läufts

    Tja, kreativ durchgeknallt, masslos und vielleicht doch Bipolar. Ich bins, ich bin seit 30Jahren süchtig, und hab nebenbei einen mittelgrossen Betrieb aufgebaut. Meine Angestellten haben mich teilweise versteckt vor den Kunden, wenn ich wieder komplett am abdrehen war. Mit Normal oder Logisch hat sowas nix zu tun. Man lebt in 2 welten, und ist dann auch psychotisch schlussendlich. Ich wünsch ihm das sein Glauben ihm halt gibt. Ich mag seine Musik auch lieber seit er sich selbst bewusst wurde. Wünsche ihm nur das Beste. Braucht nicht mehr tote Künstler. Good Luck

  • Hans Meiser am 05.02.2020 20:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • S8Nixon am 05.02.2020 19:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verwöhnte Richkids

    Und wir Normalsterblichen müssen ohne Überdruckkammern aufhören zu kiffen. Einfach unfair!

  • DeinNachbar am 05.02.2020 19:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber schuld .

    Selber Schuld !!!

  • rolf am 05.02.2020 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tja.

    wird wohl ein weiterer 27er.