Das Leben als Kinderstar

12. Februar 2011 09:44; Akt: 12.02.2011 10:35 Print

Billy Elliot machte ihm das Leben schwer

Schauspieler Jamie Bell hatte grosse Schwierigkeiten, nach all dem Ruhm von «Billy Elliot» ein normaler 14-Jähriger zu sein.

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spielte im Jahr 2000 als 14-Jähriger Billy Elliot im gleichnamigen Film. Er konnte sich im Casting gegen 2000 Mitbewerber durchsetzen. Inzwischen ist es eher still um ihn geworden. Noch vor seinem 17. Geburstag im Oktober 2010 unterschrieb der Serien-Neffe aus «Two and a Half Men» einen Vertrag, der ihm 300'000 Dollar pro Folge und 48 Episoden garantieren soll. - wer kennt ihn nicht als den Zehnjährigen Kevin aus «Home Alone» im Jahr 1990. Seither war sein grösster Auftritt als Zeuge der Verteidigung während dem Michael-Jackson-Prozess im Frühjahr 2005. war der bekannteste Kinderstar der Dreissigerjahre. Mit fünf Jahren erhielt sie ihre erste Hauptrolle - am Anfang durfte sie im Kino noch nicht mal ihre eigenen Filme ansehen, weil ihr Alter unter der Freigabegrenze lag. Als Erwachsene zog es sie in die Politik. Während der Reagan-Administration war sie Protokollchefin im Weissen Haus. , das aktuelle Jungtalent aus Hollywood. Sie war zu sehen in Filmen wie «Sweet Home Alabama», «Hide and Seek» oder «Krieg der Welten», mit dem sie den Durchbruch schaffte. Die 1994 geborene Amerikanerin ist ab März'06 im Drama «Dreamer - Ein Traum wird wahr» neben Kurt Russell zu sehen. liess sich von ihrem Erfolg als frühreife Mathilde in «Leon, der Profi» nicht beeindrucken. Im Teenie-Alter avancierte sie als Amidala zum «Star Wars»-Star. Vor kurzem wurde sie für die Rolle der Stripperin Alice in «Closer» mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Maximum respect! gehört schon zum festen Ensemble in Hollywoods Klatschspalten. Mit zehn Jahren war sie im TV-Dauerbrenner «Another World» zu sehen. Auf der grossen Leinwand debütierte sie in der Doppelrolle als die Zwillinge in «The Parent Trap» (Das doppelte Lottchen). Weiter ging's mit «Freaky Friday» und «Herbie». 2006, rund um ihren 20. Geburtstag, wird sie gleich mit vier Filmen in die Kinos kommen. Mit sechs spielte den «The Kid» in Charlie Chaplins gleichnamigem Film. Mit 13 war seine Karriere bereits beendet. Er musste später gar seine Mutter und seinen Stiefvater verklagen, um an die Reste seines Vermögens zu kommen. Mit fast 70 starb er verarmt und vereinsamt an einem Herzinfarkt. Harry Potter war nicht die erste Filmrolle von . Mit sechs Jahren spielte er in der Charles- Dickens-Verfilmung «David Copperfield» (1995). Danach spielte er den Sohn von Pierce Brosnan in «Der Schneider von Panama» (1998). Seit 2000 spielt er die Hauptrolle in den Verfilmungen der «Harry Potter»-Bücher. - die pubertierende Schöne aus «The Blue Lagoon». Nach dem frühen Erfolg galt Brooke Shields als schwer vermittelbar. Brooke beschränkt sich heute auf TV-Rollen. "I see dead people" - als mit diesem Satz in «The Sixth Sense» bei uns berühmt wurde, war er gerade elf Jahre alt und schon fünf Jahre im Geschäft. Er gehört wohl mit zu den talentiertesten Kinderstars überhaupt. In «A.I.» und «Pay it forward» konnte er ebenfalls brillieren. Mit 17 Jahren kann er schon auf eine hervorragende Karriere zurückblicken. In den 30ern war gefeierter Kinderstar. Im «Zauberer von Oz» schlich sie sich mit "Somewhere Over The Rainbow" in die Herzen des Publikums. Als Erwachsene fand sie das Publikum nicht mehr so niedlich. Nach einem kurzen Comeback, fünf Ehen und zahlreichen Skandalen nahm sich die alkohol- und medikamentensüchtige Schauspielerin 1969 das Leben. stand schon mit sieben vor der Kamera und kam durch ihre Rolle in «Interview mit einem Vampir» mit zwölf Jahren zu Weltruhm. Ihre Filmkarriere bewegt sich mit «Spider-Man» immer noch in der Oberliga. Die Mary-Kate und Ashley Olsen standen - oder besser gesagt: lagen - mit neun Monaten zum ersten Mal vor der Kamera. Damals noch abwechselnd, denn die Babys teilten sich 1987 eine Rolle in der US-Serie «Full House» (1987). Die beiden tauchen immer wieder in Video- oder TV-Produktionen auf. Mary-Kate gerät immer wieder wegen ihrer Kokain-Selbstversuche und ihrer Magersucht in die Schlagzeilen. spielte mit elf in ihrem ersten Kinofilm, mit vierzehn gab die 1984 geborene New Yorkerin an der Seite von Robert Redford im «Pferdeflüsterer» eine kleine einbeinige Pferdenärrin. Mit Sofia Coppolas «Lost in Translation» gelang ihr der grosse Durchbruch. An der Seite von Tom Cruise wird sie in «Mission: Impossible 3» zu sehen sein. Karriere begann mit neun Jahren in der Erfolgsserie «Lizzy McGuire». Daraufhin folgten Filme wie «Caspar Meets Wendy» und «The Soul Collector». Später stand sie nicht nur vor der Kamera, sondern begann auch erfolgreich im Musikgeschäft. Damit nicht genug, hat sie auch ihr eigenes Modelabel «Stuff by Duff» gegründet. Sie ist heute 18 Jahre alt. wurde 1990 mit zehn Jahren von der Schulbank weg engagiert, um neben Cher und Winona Ryder in «Mermaids» zu spielen. Der frühreife Teenager reagierte mit Sex-Exzessen und Essstörungen auf den frühen Ruhm und die Scheidung ihrer Eltern. Heute dreht sie mit Stars wie Tim Burton oder Ang Lee. ehrgeizige Mama verhökerte ihr Kind bereits mit drei Jahren für Werbespots. Mit dreizehn war sie in der Rolle der kindlichen Prostituierten in «Taxi Driver» zu sehen. Jodie Foster soll einen IQ von 140 haben. Sie hat in Yale studiert und startete nach ihrem Hochschulabschluss so richtig durch. Heute führt sie Regie, ist selbst eine engagierte Mutter und eine der bestbezahlten Schauspielerinnen Hollywoods. An ging der frühe Ruhm nicht spurlos vorüber. Als Siebenjährige war sie die süsse Gertie in «E.T.» Schon vor der Pubertät hatte sie massive Drogenprobleme. Heute mit 30 ist die Schauspielerin trocken und wieder gut im Geschäft, beispielsweise als einer von «Drei Engeln für Charlie».

Jamie Bell ist nicht der Einzige, der schon im Kindesalter zu einem gefeirten Star wurde.

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Herausforderung: Jamie Bell fand es schwer, nach «Billy Elliot» wieder zurück in die Schule zu gehen.
Der 25-Jährige erntete im Jahr 2000 Ruhm mit seiner Darstellung von Billy Elliot im gleichnamigen Film. Er spielte einen Jungen, der Ballett-Tänzer werden wollte und dafür Ärger mit seiner Familie bekam. Das Drama katapultierte den damals 14-Jährigen ins Rampenlicht und er hatte Schwierigkeiten damit umzugehen. «Stellen Sie sich das vor, ich war mit 14 gerade bei den Golden Globes und freute mich auf die Oscars. Ich war mit all diesen Leuten zusammen und mir wurde erzählt, wie grossartig ich bin», erinnerte sich der Brite im Interview mit «USA Today». «Ich bin nicht ausgeflippt und habe Drogen genommen, aber ich habe definitiv nicht mehr gewusst, wer ich war. Wenn ich für einen Oscar nominiert worden wäre, hätte das mein Leben ruiniert. Wo will man denn von da gehen? Nach unten, unten, unten. Wenn ich diese jungen Menschen sehe, die nominiert worden sind, ist das natürlich toll. Aber ich hoffe für sie, dass sie jemanden haben der ihnen sagt: 'Pass auf dich auf. Sei vorsichtig'».


Bells Familie wollte für ihn, dass er ein normales Leben führt, deshalb blieb er in der Schule. Es hatte sich eigentlich nichts verändert, nur seine Schulkameraden hätten ihn anders behandelt. «Der Typ neben dir war gerade bei den Oscars und Russell Crowe hat ihn in seiner Dankesrede erwähnt - das ist schon merkwürdig».

Der Star verfolgte danach weiterhin seine Schauspielkarriere und er sucht bei seinen Rollen immer eine Herausforderung. Er ist nun neben Channing Tatum in «Der Adler der neunten Legion» zu sehen, einem Actionfilm über einen römischen Soldaten. Für die Rolle musste Bell auch reiten, obwohl er Angst vor Pferden hat. «Ich hatte so eine Angst - nicht vor den Pferden, aber was sie mit mir machen konnten - sie sind unberechenbar. Werden sie mich abwerfen? Ich habe diese Angst dann überwunden. Ich hatte zuvor noch nie ein Pferd geritten, aber wenn man dann galoppiert und galoppiert, vergisst man, dass man auf einem Pferd sitzt - bis man dann herunterfällt», beschrieb Jamie Bell grinsend.

(Cover Media)