08. Mai 2006 11:31; Akt: 09.05.2006 09:41 Print

Busenwitwe: Viel Fleisch und wenig Kunstverständnis

Bis zur Hochzeit mit Ferfried Prinz von Hohenzollern wird «Busenwitwe» Tatjana Gsell von RTL II begleitet. Einziger Aufreger: Die Enttäuschung der angehenden Prinzessin über ihr gemaltes Abbild.

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Gestern startete die Hochzeits-Soap «Tatjana & Foffi – Aschenputtel wird Prinzessin» auf RTL II mit Ferfried Prinz von Hohenzollern (66) und seiner Verlobten Tatjana Gsell (34).

In der ersten Folge sahen die TV-Zuschauer, wie die Gsell ein Nackt-Bild von sich malen ließ. Ein Geburtstagsgeschenk für ihren „Foffi“.
Akt-Künstler Enrico Pietraccis aus Berlin schmierte Frau Gsell wie Gott sie schuf auf die Leinwand. Bei Betrachtung der gemalten Tatsachen verschlug es der Prinzessin in spe zunächst die Sprache. Auch auf bild.de ringt sie noch immer mit Fassung und Worten: «Dieser angebliche Maler hat mich viel zu dick dargestellt! Das bin ich nicht. Die Tatjana, die ich kenne, ist schlank, fast knabenhaft! Ich bin darauf viel zu dick. Ich bin entsetzt.»

Das Werk befand sie als zu hässlich und als Geburtstagsgeschenk untauglich: zum Geburtstag ihres Prinzen muß sie sich etwas anderes einfallen lassen.

Ihren ersten Ehemann liess sie ausrauben

Tanja «Tatjana» Gsell war bereits vor einigen Jahren in aller Munde. Schlagzeilen machte die B-Prominente als freizügige Ehefrau des 45 Jahre älteren Schönheitschirurgen Dr. Franz Gsell. Dieser starb 2003 im Alter von 76 Jahren an den Spätfolgen eines Überfalls, der sich später als inszeniert herausstellen sollte: Polizeilichen Ermittlungen zufolge hatte Tatjana Gsell gemeinsam mit Franz Gsell im Januar 2003 eine Autoschieberbande aus Ex-Jugoslawien angeheuert, die gegen eine entsprechende finanzielle Beteiligung den Raub eines Luxus-Mercedes des Paares im Wert von 100.000 Euro vortäuschen und das Auto ins Ausland verschieben sollte. Bei der geplanten Fahrzeugübergabe kam es jedoch vermutlich zum Streit zwischen den Beteiligten. Franz Gsell wurde dabei niedergeschlagen und starb überraschend wenige Wochen später in einem Nürnberger Krankenhaus an einer Infektion. Motiv für Tatjana Gsells Tat war vermutlich Geldnot.

Aufgrund detaillierter Medienberichterstattung erlangte der Fall grosse öffentliche Bekanntheit. In der Hauptverhandlung im Juli 2004 räumte Tatjana Gsell die Vorwürfe des versuchten Versicherungsbetruges und des Vortäuschens einer Straftat ein und wurde daraufhin zu einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten auf Bewährung verurteilt. Da sie nicht nachweislich Schuld am Tod ihres Ehemanns hatte, konnte Tatjana Gsell letztlich auch das Erbe ihres Mannes im Wert von mehreren Millionen Euro antreten.

Nach Kurzauftritten in Reality-TV-Shows wie «Die Alm», ist Gsell seit ihrer Liason mit Ferfried Prinz von Hohenzollern wieder ein Lieblingsthema der Boulevardpresse. Die für den 29. Mai geplante Hochzeit steht allerdings noch in den Sternen, da "Foffi" noch mit seiner dritten Frau, Maja Prinzessin von Hohenzollern, verheiratet ist.