Cameron Boyces letzte Stunden

17. August 2019 07:21; Akt: 17.08.2019 07:21 Print

«Wir schrieben uns in dieser Nacht sogar noch»

Erstmals seit dem Tod von Disney-Star Cameron Boyce (20) sprechen seine Eltern über das Ableben ihres Sohnes – und wie sie ihren letzten gemeinsamen Abend verbrachten.

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Cameron Boyce' Eltern Victor und Libby sprechen über die letzten Stunden im Leben ihres Sohnes. Den letzten gemeinsamen Abend verbrachte die Familie Boyce gemeinsam in einem Restaurant, wo auch dieses Foto entstanden ist. «Wir konnten nicht ahnen, dass er Stunden später tot sein wird», sagte sein Vater gegenüber «Good Morning America». Der Schauspieler starb gemäss seinem Autopsie-Berichts an den Folgen eines Epilepsie-Anfalls. Der 20-jährige Schauspieler sei am 7. Juli «aufgrund eines Anfalls, der auf eine chronische Krankheit zurückzuführen war», verstorben sein. Erstmals Bekanntheit erlangte der Disney-Star mit seiner Rolle in der Serie «Mirrors» im Jahr 2007. Damals war er erst neun Jahre alt. Anschliessend folgten Auftritte in «Eagle Eye», «Meine Schwester Charlie» und «Shake It Up». 2010 ergatterte Boyce eine Rolle in dm Kinofilm «Grown Ups» an der Seite von Schauspiel-Kollege Adam Sandler. Cameron scheint die Crew von sich überzeugt zu haben, denn auch beim zweiten Teil von «Grown ups» war er dabei. Im August erscheint der dritte Teil des beliebten Disney-Channel-Films «Decendants», in der Cameron Boyce den Carlos De Vil mimte. Auf Instagram durfte sich Boyce ebenfalls über jede Menge Follower freuen – genau: über 8,4 Millionen Fans. «Cameron Boyce träumte schon in jungen Jahren davon, seine aussergewöhnlichen künstlerischen Talente mit der Welt zu teilen. Als junger Mann war er von dem starken Wunsch getrieben, durch seine humanitäre Arbeit das Leben der Menschen zu verbessern», sagte ein Sprecher von Disney Channel gegenüber ABC News. «Er war ein unglaublich talentierter Darsteller, eine bemerkenswert fürsorgliche und nachdenkliche Person und vor allem war er ein liebevoller und engagierter Sohn, Bruder, Enkel und Freund», heisst es weiter. Disney Channel spreche seiner Familie und Kollegen ihr tiefstes Beileid aus «und trauern mit seinen vielen Millionen Fans um seinen vorzeitigen Tod. Er wird sehr vermisst.»

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«In der Nacht von seinem Tod gingen wir mit Cameron auswärts Abendessen», erzählt Victor Boyce diese Woche in der US-TV-Show «Good Morning America». Es ist das erste Mal, dass er und seine Frau Libby öffentlich über den Tod ihres Sohnes Cameron Boyce (20) sprechen. Der junge Schauspieler starb am 6. Juli nach einem Epilepsieanfall in der Nacht.

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«Es war ein komplett normales, wunderschönes Familien-Abendessen. Es gab keine Anzeichen, dass irgendetwas nicht stimmte», so Vater Boyce. «Wir konnten in keiner Weise wissen, dass unser Sohn in wenigen Stunden tot sein würde.»

Camerons plötzlicher Tod sei gemäss dem Vater «unglaublich verrückt und schrecklich» gewesen: «Wir hatten uns in dieser Nacht sogar noch Nachrichten geschrieben.»

Er habe sich nicht durch die Epilepsie definiert

«Er hat sein Leben geliebt. Das macht es so schwierig für mich. Cameron war immer glücklich – nie sagte er etwas Negatives», so Mutter Libby. Auch durch seine Erkrankung habe er sich nie beeinflussen lassen: «Er wollte nicht, dass die Epilepsie ihn definiert. Er hatte keine Angst und hatte sich nie beschwert.»

Sie hätten ihrem Sohn immer gesagt, dass er seine Berühmtheit für etwas Positives nutzen solle – was er auch versuchte: «Er interessierte sich immer mehr für gemeinnützige Arbeit und wurde sich immer mehr bewusst, was er mit seiner Stimme anstellen möchte.»

«Wir wollen sein Vermächtnis fortsetzen«

Deswegen haben seine Eltern nun auch The Cameron Boyce Foundation gegründet. Die Stiftung will gemäss Webseite «jungen Leuten eine kreative Plattform bieten, auf der sie sich für die Dinge einsetzen können, die auch Cameron wichtig waren – wie das Ende der Waffengewalt oder sauberes Trinkwasser».

«Es ist uns ein Anliegen, seine Arbeit und sein Vermächtnis fortzusetzen. Wir wollen nicht, dass man sich bei ihm nur an einen Schauspieler oder an ein Disney-Kid erinnert», so Victor. Cameron sei noch viel mehr als das gewesen.

(mim)