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11. September 2018 05:09; Akt: 11.09.2018 05:13 Print

Küblböcks Familie hofft auf «grosses Wunder»

Der einstige DSDS-Kandidat Daniel Küblböck ist am frühen Sonntagmorgen von einem Kreuzfahrtschiff gesprungen. Seither wird er vermisst.

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Sänger Daniel Küblböck ist am Sonntagmorgen von Bord des Kreuzfahrtschiffes Aida Luna verschwunden. Daniel Küblböck mit seinem Vater Günther im Jahr 2003. Es gebe Grund zur Annahme, dass er ins Wasser gesprungen sei, teilt das Kreuzfahrtschiff mit. Das Schiff, das von Hamburg nach New York unterwegs gewesen ist, wurde vorzeitig gestoppt. Helikopter suchen seither nach ihm. (Archivbild) Diese Route hätte das Schiff fahren sollen. Am Sonntag wäre das Schiff in St. John's eingetroffen. Bekannt wurde der mittlerweile 33-Jährige 2003 durch seine Teilnahme bei der RTL-Show «Deutschland sucht den Superstar». Er schied in der vorletzten Sendung aus und belegte hinter Alexander Klaws und Juliette Schoppmann den dritten Platz. Es folgten mehrere ... ... TV-Auftritte, Chart-Hits, Werbespots und eine Autobiographie «Ich lebe meine Töne». Das Buch, das er für eine Hörbuchversion auch selbst einsprach, erreichte Platz drei in der Spiegel-Bestesellerliste. 2004 ging Daniel dann ins RTL-Dschungelcamp und musste sich unter anderem mit 30'000 Kakerlaken in einer Glaskiste ... ... auseinandersetzen. Im selben Jahr hatte Küblböck auch einen Autounfall. Er prallte gegen einen Lastwagen, der voll mit Gurken war, und überlebte schwer verletzt. Direkt danach machte er seinen Führerausweis. Anschliessend wurde es ruhig um den Paradiesvogel. Grund: Küblböck ... ... wurde zum Geschäftsmann, gründete ein eigenes Unternehmen und investierte in Öko-Strom. 2012 machte er Schlagzeilen, als er sich von einer 70-jährigen Milliardärin adoptieren liess. 2015 zog es Daniel wieder kurzzeitig ins Rampenlicht. Der Sänger nahm bei der achten Staffel von «Let's Dance» teil. Anschliessend wurde es erneut ruhig um ihn. Gegenüber VIP.de sagte er 2017: «Ich habe mich seit drei Jahren aus dem Verkehr gezogen, weil ich in Berlin Schauspiel studiere. Ich bin ... ... Student, man lernt nie aus. Darauf will ich mich konzentrieren. Ich bin dort bis September 2018, danach will ich mich am Theater bewerben. Und dann mal schauen, was kommt.» Sein Studium macht Daniel ... In den letzten Jahren machte Daniel nicht nur beruflich, sondern auch optisch eine Verwandlung durch. Während er 2002 bei DSDS noch mit seinem schrillen Aussehen auffiel, präsentierte sich der 33-Jährige 2014 mit einer modernen Kurzhaarfrisur, Bart und jeder Menge Tattoos. Vor seiner Karriere im Rampenlicht machte er übrigens eine Ausbildung zum Kinderpfleger und absolvierte ein Praktikum in einem Kindergarten. Sein letzter Instagram-Post stammt vom 28. Juli. Damals klagte Daniel über die Hitze. «Zu heiss. Wann kommt der Regen?», kommentierte er dieses Bild.

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Keine Hoffnung mehr für Daniel Küblböck: Einen Tag nach dem Sprung des Sängers von einem Kreuzfahrtschiff vor der Küste von Neufundland hat die kanadische Küstenwache die Suche eingestellt. «Angesichts der geringen Überlebensdauer bei den dort in dieser Jahreszeit herrschenden Wassertemperaturen wurde die schwierige Entscheidung getroffen, die Suche zu beenden», erklärte ein Sprecher der Küstenwache am Montag. Von dem 33-Jährigen fehle jede Spur.

Die Angehörigen hoffen derweil nach eigenen Angaben auf ein Wunder. «Wir denken mit all unserer Kraft und Liebe an Daniel und hoffen auf ein grosses Wunder», heisst es in einer am Montag auf der Internetseite des Sängers veröffentlichten Erklärung von der Familie, Angehörigen und Freunden.

«Uns hat die Nachricht erreicht, das Daniel von Bord ins Wasser gestürzt ist», heisst es in der Erklärung. Die kanadische Polizei ermittele seit Montag auf dem Kreuzfahrtschiff «Aidaluna» in Halifax, um sich ein genaues Bild von den Ereignissen zu machen. Trotz der eingestellten Suche, wurden Schiffe in dem Gebiet informiert, weiterhin Ausschau zu halten, teilten die Angehörigen weiter mit.

Was war passiert?

Der frühere Kandidat von «Deutschland sucht den Superstar» war nach Angaben der Reederei des Kreuzfahrtschiffs «Aidaluna», Aida Cruises, am frühen Sonntagmorgen von Bord des Schiffs gesprungen. Das Schiff war am 29. August und damit zwei Tage nach dem 33. Geburtstag von Küblböck in Hamburg zu einer 17-tägigen Transatlantikfahrt gestartet, die in New York enden soll.
Er war als Feriengast auf dem Schiff.

Der Kapitän und die Crew hätten umgehend alle erforderlichen Massnahmen zur Rettung eingeleitet. Das Schiff wurde demnach vorsorglich gestoppt und kehrte an die entsprechende Stelle zurück. Nun wurde die Suche offenbar aufgegeben. «Ich bedaure sehr, Sie an dieser Stelle informieren zu müssen, dass wir die Suchoperation als solche mit dem gemeinsamen Beschluss der Küstenwache von Kanada abgebrochen beziehungsweise beendet haben», soll der Kapitän gemäss der «Bild»-Zeitung gegen 20.30 Uhr (Ortszeit) gesagt haben.

Die Suche lief während Stunden auf einer Fläche von 1227 Quadrat-Seemeilen. «Leider wurde kein Anzeichen von Herrn Küblböck gefunden», sagte ein Sprecher der kanadischen Küstenwache. Die Unglücksstelle liegt ungefähr 185 Kilometer nördlich von Neufundland und die Wassertemperaturen liegen dort bei rund 10,5 Grad.

Wie die «Bild»-Zeitung berichtete, soll sich Küblböck an Bord aggressiv verhalten haben und die meiste Zeit in Frauenkleidung unterwegs gewesen sein.

Derweil wies die Schauspielschule, an der der zuletzt unter dem Namen Kaiser-Küblböck arbeitende Sänger studierte, Spekulationen über Mobbing gegen diesen zurück. «Die Behauptung über Mobbing an unserer Schule weisen wir strikt zurück», heisst es in einer Erklärung auf der Facebook-Seite der Schule. In einem angeblich von Küblböck stammenden Eintrag soll dieser darüber geklagt haben. Die Schule zeigte sich «zutiefst bestürzt und geschockt» über das Verschwinden.

2003 wurde Küblböck Dritter bei «Deutschland sucht den Superstar». Seither ist er als Sänger und Schauspieler tätig. Ausserdem als Unternehmer: Das Honorar aus seinem ersten Album hatte er in eine Solaranlage investiert.

Mehr zu Daniel Küblböck und seinem Leben nach DSDS gibt es in der Bildstrecke oben.


«Heartbeat» von Daniel Küblböck. (Quelle: Youtube)


«You drive me crazy» von Daniel Küblböck. (Quelle: Youtube)

(kfi/afp)