Vater Küblböck im Interview

03. Dezember 2018 11:19; Akt: 03.12.2018 13:17 Print

«Daniel war in den letzten Monaten krank»

Am 9. September sprang Daniel Küblböck von Bord eines Kreuzfahrtschiffes. Sein Vater sprach nun erstmals im TV über die Tragödie – und erhebt erneut Vorwürfe.

Am Sonntagabend sprach Günther Küblböck erstmals live im Fernsehen über das Verschwinden seines Sohnes Daniel. (Video: Glomex)

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In der RTL-Show «2018! Menschen, Bilder, Emotionen» blickte Moderator Günther Jauch (62) am Sonntagabend auf die Ereignisse des Jahres zurück – so auch auf den Fall Daniel Küblböck. Anfang September ging der 33-jährige Sänger von Bord des Kreuzfahrtschiffes Aida Luna und gilt seitdem als vermisst.

Daniels Vater Günther war zu Gast in der Sendung und sprach das erste Mal live im Fernsehen über das Geschehene. «Unser Sohn war in den letzten Monaten krank. Wenn jemand wirres Zeug redet, dann merkt man, dass etwas nicht stimmt», verriet der 54-Jährige gegenüber Jauch.

Hilferufe wurden nicht ernst genommen

Aufgrund von Daniels Verhalten seien bei Günther Küblböck «sämtliche Alarmsignale» losgegangen, als er von den Kreuzfahrtplänen seines Sohnes erfahren habe. Daher habe er versucht, mit «allen Behörden zu reden»; auch das Aida-Luna-Personal habe er kontaktiert.

Er habe der Crew sogar eine Audiodatei geschickt, die aufzeigen sollte, dass Daniel Küblböck unter einer Psychose litt. «Ich hatte das Gefühl, dass die Situation gerettet ist. Aber dann sagten sie, sie könnten Daniel die Reise nicht verwehren.»

Die Versuche von Günther Küblböck, seinen Sohn von der Kreuzfahrt abzuhalten, scheiterten schlussendlich. «Für mich ist das staatlich unterlassene Hilfeleistung», sagte er sichtlich den Tränen nahe.

Was Günther Küblböck zur Tragödie seines Sohnes zu sagen hat und was er sich für die Zukunft wünscht, erfahren Sie im Video.

(Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Content-Kooperation mit Pro 7/Sat 1.)

(kao)