Coco Brown

02. August 2015 15:17; Akt: 02.08.2015 16:14 Print

Der erste Pornostar im Weltall

Durch einen Zufall geriet Pornodarstellerin Coco Brown in ein Ausbildungsprogramm für Astronauten. 2016 soll sie in den Weltraum fliegen.

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Pornoszenen in der Schwerelosigkeit gibt es bereits: In «The Uranus Experiment: Part 2» aus dem Jahr 1999 ist schwebender Sex zu sehen. Die Dreharbeiten fanden allerdings nicht im Weltraum, sondern in einem Flugzeug im Sinkflug statt.

Coco Brown ist der erste ehemalige Pornostar, der nun tatsächlich ins All fliegt. Allerdings nicht um Sex zu haben.

«Dabei könnte ich sterben»

Von 1996 bis 2003 drehte Coco Brown laut der Branchen-Website Pornopedia Erwachsenenfilme. Im Anschluss startete sie eine kurze Musikkarriere, allerdings mit wenig Erfolg. 2012 fand sie dann durch Zufall eine neue Aufgabe: «Ich bekam eine Einladung zu einem Anlass namens ‹Weltraum-Mittagessen›. Es gab offenbar nur zwölf Einladungen und jemand hatte abgesagt, also bekam ich irgendwie die Karte», erzählt sie im Interview mit «The Daily Beast» über ihren Trip ins Weltall. Ein Jahr später steckt sie mitten in der Ausbildung beim privaten Raumfahrtsentwickler XCOR, um Astronautin zu werden. 2016 soll Brown, die in Deutschland lebt wenn sie nicht trainiert, abheben.

Angst hat Brown kaum – im Gegenteil: «Ich glaube, das wird wundervoll», sagt sie. Sie sei ein grosser Fan von Freizeitparks und suche sich immer die besonders angsteinflössenden Attraktionen aus: «Ich denke, das wird die unheimlichste Fahrt aller Zeiten», sagt Brown. Sorgen mache sie sich höchstens, falls dem Piloten etwas zustossen würde: «Wenn er einen Herzinfarkt hat, muss ich zurückfliegen. Ich bin nämlich die Co-Pilotin auf diesem Flug.» Dass sie im Weltraum auch sterben könnte, ist ihr egal: «Darauf wurde ich vorbereitet. Als ich den Vertrag unterschrieben habe, dachte ich als erstes: ‹Dabei könnte ich sterben›.»

«Werden meine Brüste schweben?»

Coco Brown gehört zu den ersten hundert Leuten, die von XCOR zur Astronautin ausgebildet wird. Für das Training und die Reise bezahlt sie laut eigener Aussage gegen 100'000 Dollar. Ein Schnäppchen, wenn man bedankt, dass der erste Weltraumtourist Dennis Tito im Jahr 2001 noch 20 Millionen bezahlte. Allerdings wird Coco Brown nur eine Stunde ausserhalb der Erdatmosphäre sein, während Tito acht Tage im All verbrachte.

Worauf sie denn am meisten gespannt sei? «Ich will einfach den Weltraum sehen», sagt Brown. «Und ich frage mich, ob meine Brüste schweben werden. Es gibt da keine Gravitation. Beim Training habe ich nie darauf geachtet. Machen operierte Brüste komische Dinge im Weltraum? Ich weiss es nicht.»

(nei)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dr Nörgeli am 02.08.2015 16:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rein kommerzieller Flug

    Die Tante ist nicht Astronautin. Sie hat für einen kommerziellen Weltraumflug bezahlt, wie hunderte andere auch. Sie wurde nicht ausgewählt, weil sie irgendetwas toll kann, sondern weil sie die Knete dafür hat

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  • Newton am 02.08.2015 15:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    es gibt da keine schwerkraft...

    ...offensichtlich werden diesen "Astronauten" nicht einmal die grundlegensten Informationen über die Gravitation vermittelt. Interessant...

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  • Sameeen am 02.08.2015 18:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Vielen Dank für diese sehr wichtige Information. Ich werde sie gleich in mein Buch für die Nachwelt schreiben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Porno Peter am 03.08.2015 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    gegönnt

    naja für etwas hat Sie ja all die Jahre gelutscht.

  • Oliver E am 02.08.2015 19:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traum Girl

    Coco Brown Ich Liebe nur Dich überalles du bist unendlich wundervoll schön kein anderes Girl auf der Welt überhaubt ist so schön und Sexy wie du am Liebsten würde ich mit dir einen Seitensprung machen.

  • Thomas am 02.08.2015 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Co-Pilotin

    Sie ist Co-Pilotin, also wurde sie zum sogenannten Astronaut ausgebildet. Also ich glaub nicht das jeder einfach so ein solches Ding fliegen kann. (Dass heisst natürlich nicht das sie fest angestellt ist.)

    • Dr. Nörgeli am 02.08.2015 20:52 Report Diesen Beitrag melden

      kein Copilot vorgesehen...

      Wie man bei XCOR nachlesen kann, wird das Raketenflugzeug Lynx nur einen Piloten haben. Es gibt die Funktion Co-Pilot gar nicht. Weil neben dem Piloten nämlich der einzige (zahlende) Passagier sitzt. Das Ding hat nur zwei Plätze! Da müsste man dann jeden Passagier erst zum Piloten ausbilden, bevor er einmal mitfliegen darf. Das kostet dann aber wesentlich mehr als die 100'000, welche die Passagiere für einen Flug bezahlen. Die gute Coco denkt, weil sie neben dem Piloten sitzt, wo sonst der Copi sitzt, ist sie auch Copi. Aber sie scheint ja sowieso nicht die hellste zu sein...

    • Dr. Nörgeli am 02.08.2015 21:19 Report Diesen Beitrag melden

      unrealistisch

      Abgesehen davon, dass der Zeitplan (2016) völlig unrealistisch ist. Der erste Prototyp, der nicht kommerziell fliegen wird (Mark I, 60 km max. Scheitelhöhe) ist Mitte 2015 noch gar nicht fertig gebaut. Wenn er fertig ist, muss er erst mal getestet werden (da braucht es dann zwei Piloten, die fliegen können). Danach muss die kommerzielle Version gebaut werden (Mark II, 107 km Scheitelhöhe), welche auch wieder zuerst getestet werden muss und zusätzlich eine FAA-Zulassung brauchen wird, bevor XCOR kommerzielle Flüge anbieten darf. Vor 2025 fliegt da kein "Astronaut" mit.

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  • Sameeen am 02.08.2015 18:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Vielen Dank für diese sehr wichtige Information. Ich werde sie gleich in mein Buch für die Nachwelt schreiben.

  • Dr Nörgeli am 02.08.2015 16:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rein kommerzieller Flug

    Die Tante ist nicht Astronautin. Sie hat für einen kommerziellen Weltraumflug bezahlt, wie hunderte andere auch. Sie wurde nicht ausgewählt, weil sie irgendetwas toll kann, sondern weil sie die Knete dafür hat

    • Bruno Stanek am 02.08.2015 21:23 Report Diesen Beitrag melden

      reines Marketing

      Die Aktion mit der Porno-Queen ist eine reine Marketing-Aktion, um noch mehr Kunden zu bekommen, welche mit ihren stattlichen Vorauszahlungen den Bau des ersten Prototypen finanzieren. Auch sollen sicher die vielen Leute, die schon vor Jahren 100'000 einbezahlt haben, beruhigt werden, weil der Erstflug schon so oft verschoben wurde. Da fliegt vielleicht der Prototyp nächstes Jahr, aber mehr auch nicht.

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