Daniel Küblböck

12. September 2018 12:44; Akt: 12.09.2018 14:02 Print

Polizei schliesst kriminelle Handlungen aus

Am Sonntagmorgen stürzte Daniel Küblböck von einem Kreuzfahrtschiff. Die Polizei gibt erste Erkenntnisse bekannt, sein Vater nimmt Abschied.

Nicht nur Daniel Küblböcks Familie, auch seine ehemaligen DSDS-Kollegen nehmen Abschied von dem 33-jährigen Sänger. (Video: Glomex)

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Noch immer fehlt von Daniel Küblböck jede Spur. Der 33-Jährige gilt seit Sonntagmorgen als vermisst, nachdem er gemäss Mitteilung der Reederei von Deck 5 des Kreuzfahrtschiffes Aida Luna gesprungen ist.

Mittlerweile hat die kanadische Polizei den Fall übernommen. In Halifax kamen am Dienstag bereits Beamte an Bord des Schiffes, untersuchten die Kabine von Küblböck, suchten nach einem Handy oder einem Abschiedsbrief. Gegenüber Bild.de sagte Polizeisprecherin Glenda Power, dass bei den bisherigen Untersuchungen «keine kriminellen Handlungen» festgestellt werden konnten. Zuvor wurden Gerüchte laut, dass Daniel vor seinem Sprung in den Atlantik verletzt gewesen sei und randaliert habe.

Küblböck soll zudem von Deck 6 auf Deck 5 verlegt worden sein – und zwar in die sogenannte Notfallkabine. Dieser Raum sei nicht buchbar und nur für Notfälle vorgesehen. Warum dieser Kabinenwechsel stattgefunden hat, ist derzeit noch unklar. Neben der Polizei leitet nun auch die kanadische Verkehrsbehörde Ermittlungen ein.

4000 Quadratkilometer Suchfläche

Bereits am Montag wurde die Suche nach dem Sänger nach 30 Stunden eingestellt. Das teilte die kanadische Küstenwache mit. Eine Entscheidung, die Daniel Küblböcks Vater Günther schweren Herzens nachvollziehen kann, wie er am Dienstagabend auf der offiziellen Website des Schauspielers mitteilte: «Wir haben Verständnis, dass die Suche nun eingestellt wurde. Wir möchten uns ausdrücklich bei allen an der Suche Beteiligten für den intensiven Einsatz bedanken».

Es seien 4000 Quadratkilometer mit modernsten Geräten abgesucht worden, «eine grössere Fläche ist nach Auskunft der Küstenwache nicht mehr zu bewältigen», schreibt Küblböck.

«Wir trauern sehr»

Bis zuletzt gab die Familie des Sängers die Hoffnung, Daniel doch noch lebend zu finden, nicht auf. Nun scheint sie dennoch Abschied zu nehmen. «Das grosse Wunder, auf das wir so sehr gehofft haben, wird sich wohl leider nicht mehr bewahrheiten. Wir trauern sehr um einen liebevollen Menschen, der einen grossen Platz in unseren Herzen hinterlässt», teilen Daniels Angehörige auf seiner Seite mit.

Günther Küblböck wird vor allem «Daniels Art zu lachen und dass er ein von Grund auf positiver Mensch war besonders in Erinnerung bleiben», wie es weiter heisst. In der Mitteilung bedankt sich die Familie zudem «für die unglaubliche Anteilnahme». Die netten Worte vieler Wegbegleiter würden sie sehr rühren.

Überlebenschance im Atlantik gering

Ob Daniel Küblböck irgendwann noch gefunden werden kann, ist höchst unwahrscheinlich. «Küblböck sprang in den Atlantik. Dort ist es sehr wahrscheinlich, dass eine verunglückte Person direkt sehr tief sinkt und auch später bedingt durch Strömungen nicht wieder auftaucht», so Christian Stipeldey (40) von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger gegenüber Bild.de.

In seinem Zuständigkeitsgebiet – der Nord- und Ostsee – «tauchen Leichname irgendwo wieder auf: an der Wasseroberfläche, in Fischernetzen oder später an einem Strand». Bei ihnen würden nur wenige Schiffbrüchige für immer vermisst bleiben.

Nicht nur Daniels Familie nimmt Abschied von dem Sänger. Auch seine ehemaligen «Deutschland sucht den Superstar»-Kollegen meldeten sich nun zu Wort. Zu sehen oben im Video.

(kao)