Das Schaffen der Diva

23. März 2011 16:52; Akt: 23.03.2011 18:20 Print

Die Filmerfolge der Hollywood-Legende

Vom Kinder-Star zur Leinwand-Heldin: Mit dem Tod von Liz Taylor verliert die Kino- und Fernsehwelt eine der grössten Schauspielerinnen der Geschichte.

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Insgesamt drehte Taylor mehr als 50 Filme. Mit zehn stand die kleine Elizabeth in einem «Lassie»-Film zum ersten Mal vor einer Kamera. Den grossen Durchbruch schaffte sie dann im Alter von 18 Jahren mit «Vater der Braut» - als Filmtochter von Spencer Tracy. Über Nacht wurde sie zum Idol aller Teenager.

Ihr schauspielerisches Talent zeigte Elizabeth Taylor auch 1955 an der Seite von James Dean in «Giganten» und anno 1958 neben Paul Newman in «Die Katze auf dem heissen Blechdach». Fünf Jahre später folgte einer der grössten Film-Erfolge von Taylor: «Cleopatra».

Für ihre Rolle als leichtlebige Geliebte in «Butterfield 8» erhielt sie 1960 nach mehreren Nominierungen ihren ersten Oscar. Auch für «Wer hat Angst vor Virginia Woolf» von Edward Albee wurde die Leinwand-Schönheit mit einem Oscar ausgezeichnet. Wirklich bedeutende Filme drehte sie danach nicht mehr. Doch die Hollywood-Diva, die 1993 mit einem Oscar für ihr Lebenswerk geehrt wurde, blieb stets im Blickfeld der Öffentlichkeit.

«Das Schauspielern erscheint mir jetzt künstlich»

Erst im Jahre 2003 verabschiedete sich Taylor endgültig vom Filmgeschäft und konzentrierte sich ganz auf ihre Stiftung, die sich der Erforschung von Aids verschrieben hat. Ihre Schauspielerkarriere hätte Taylor aber eigentlich gern fortgesetzt, wie sie einmal im amerikanischen Fernsehen sagte.

In Anspielung auf ihre vielen schwerwiegenden Krankheiten und Unfälle erklärte sie: «Aber keine Versicherung wäre bereit, das Risiko zu übernehmen.» Später erklärte sie, ihr Engagement für die Aidshilfe, für das sie einen Ehren-Oscar erhielt, sei ihr wichtiger. «Das Schauspielern erscheint mir jetzt künstlich», sagte sie 2005 der Nachrichtenagentur AP. «Menschen leiden zu sehen, das ist echt.»

«Cleopatra» - der Trailer von 1963. Quelle: YouTube

(sim/ap)