Bullock, Gibson & Sheen

22. Februar 2011 12:44; Akt: 22.02.2011 14:23 Print

Die peinlichen Profiteure der Promis

von Philipp Dahm - Wo Stars, da auch Abzocker: Oksana Grigorieva und Jesse James versuchen, ihre Ex-Beziehungen zu vergolden. Doch Kacey Jordans Gebaren schlägt alles.

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Es geht auch anders: Während bei Sandra Bullock im April 2010 die Schlammschlacht in vollem Gange ist, führen Kate Winslet und Sam Mendes vor, dass man sich selbst während einer Scheidung wie Erwachsene aufführen kann.

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Oksana Grigorieva will nicht umsonst gelitten haben. Nach den lautstarken, handfesten Streitereien mit ihrem Ex-Lover Mel Gibson kommuniziert die 40-Jährige bloss noch über ihren Anwalt mit dem Hollywood-Star. Und eigentlich hatte sich das frühere Paar 2010 schon auf eine Summe geeinigt, die ihr die Trennung erleichtern sollte, doch in letzter Sekunde stellte die Russin höhere Forderungen.

Sie nehme den Geldbetrag nur an, wenn sie das volle Sorgerecht über die gemeinsame einjährige Tochter Lucia bekäme, weiss das Briten-Blatt «The Sun». Sollte der Rüpel nicht einlenken, werde sie vor Gericht gehen, um zu sehen, ob sie nicht ein wenig mehr herausholen könne. Welche Summe Gibson ihr geboten hat? 15 Millionen Dollar sollen es gewesen sein, doch die sind Oksana Grigorieva nicht genug. Und damit nicht genug Ärger für Gibson: In den kommenden Tagen wird der Bezirksstaatsanwalt von Los Angeles entscheiden, ob er wegen Gibsons Ausraster ebenfalls Anklage erhebt.

Jesse James schreibt Betrüger-Memoiren

Während die Osteuropäerin unter einem gewalttätigen Promi zu leiden hatte, sah es beim Bruch zwischen Jesse James und Sandra Bullock anders aus. Die Aktrice konnte ja schliesslich nichts dafür, dass ihr Gatte sich in fremden Betten herumtrieb. Geschmacklos ist obendrein, dass der Motorrad-Macho mit seiner Umtriebigkeit Kasse machen will: Im «Gallery Books»-Verlag will James ein Buch herausbringen, in dem er die Ehe mit Bullock, seine Betrügereien und seine Neu-Liaison mit Kat von D thematisieren will.

Das Werk des Mannes, der Amerikas Liebling so übel mitgespielt hat, soll ausgerechnet «American Outlaw» heissen, berichtet das Klatschmagazin «US Weekly». Ein genaues Publikationsdatum stehe noch nicht fest, doch die Memoiren sollen noch in diesem Jahr erscheinen. Fünf Jahre lang war der 41-Jährige mit Sandra Bullock verheiratet, im Juni 2010 wurde das Paar geschieden. Die Schauspielerin dürfte über die Buch-Ankündigung gar nicht erfreut gewesen sein.

Kacey Jordans Abtreibung Nummer drei

Gar nicht schön ist auch das grausame Gebaren von Kacey Jordan. Das Pornosternchen war zu zweifelhaftem Ruhm gekommen, als es mit Charlie Sheen 36 Stunden durchgefeiert hatte. Nur wenige Tage nach dem Gelage schrieb die Blondine dem «Two and a Half Men»-Star eine SMS, in der sie ihm mitteilte, sie sei schwanger und das Kind vielleicht von ihm – aber wahrscheinlich nicht. Ohne Umwege fand dieser Telefontext seinen Weg zur Redaktion der Klatschseite «TMZ»: Ein Schelm, wer dahinter eine Rampensau mit Geldsorgen vermutet. Die 22-Jährige kündigte an, sich im US-Bundesstaat Oregon um das Kind «kümmern zu wollen».

Was das genau heisst, sagte sie jetzt dem US-Magazin «Radar». «Ich hatte letzten Donnerstag eine Abtreibung. Ich bin nach Oregon nach Hause gefahren, um es machen zu lassen, weil ich dort aufgewachsen bin. Mir ging es den ganzen Tag schlecht und ich lag auf der Couch», sagte sie dem US-Magazin. Es soll bereits ihr dritter Schwangerschaftsabbruch gewesen sein. Dass Sheen der Vater sei, behauptet sie aber nicht mehr: «Ich denke, es war zu früh um Charlies Baby zu sein. Ich werde sehr schnell schwanger.»

«Eine Woche vorher hatte ich Sex mit einem anderen Promi»

Die Dame geht weiter ins Detail: «Charlie und ich haben versucht, uns zu schützen. Ich musste [ihm das Kondom] immer wieder überziehen. Ich will nicht, dass die Leute denken, ich hätte bloss Sex mit ihm gehabt und nicht versucht, eins zu benutzen.» Dass die nun folgende Aussage ihrem Ruf mehr schadet, ficht Jordan nicht an: «Ich war beeindruckt, dass er es überhaupt geschafft hat», sagte sie mit Blick auf Sheens damaligen Zustand.

Und dann das: «Eine Woche vorher hatte ich Sex mit einem anderen Promi. [Das Baby] könnte also seins gewesen sein. Aber ich kann nicht über ihn sprechen. Ich musste einen Vertrag unterschreiben.» Hauptsache bekannt, lautet also das Credo des Pornosternchens. Bleibt zu hoffen, dass die Öffentlichkeit die durchsichtigen Versuche der Profiteure erkennt – und dass es bei den 15 Minuten Ruhm in ihren Leben bleibt.