Nach Trumps Sieg

10. November 2016 18:30; Akt: 10.11.2016 18:30 Print

Diese Stars müssten jetzt eigentlich auswandern

Einige Hollywood-Grössen kündigten an, nach Kanada zu ziehen, sollte Trump Präsident werden. Nun krebsen sie zurück – und die Kanadier sind froh.

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Hollywood-Stars werden regelmässig zu politischen Themen befragt. Zur Präsidentschaftswahl sagten einige, sie würden nach Kanada auswandern, wenn Donald Trump tatsächlich gewinnt. Besonders motiviert wirkte dabei etwa «Girls»-Darstellerin . «Viele haben damit gedroht, aber ich werde wirklich gehen», sagte Dunham noch im August. Seit Trumps Sieg schweigt sie zur Ankündigung. Auch wollte auswandern. «Ich ziehe um, falls er Präsident wird», schrieb sie in einem emotionalen Statement. «Ich sage das nicht nur. Ich meine es so.» In einem Video akzeptierte sie dann Trumps Wahl doch und bleibt nun offenbar in den USA. «Ich werde definitiv umziehen, wenn er Präsident wird», drohte auch «Breaking Bad»-Star . «Es fühlt sich unwirklich an, dass das passieren könnte.» Auch wollte nach Kanada auswandern, genauso wie ... ... . «Das war nur ein Scherz», sagte sie nach Trumps Sieg. «Dann bin ich raus», sagte auch über eine mögliche Präsidentschaft Trumps. «Und ich nehme meinen Sohn mit!» Bisher lebt sie noch in den USA. wollte noch weiter weg von Trump: «Ich ziehe nach Südafrika, wenn er gewinnt», sagte er bei Jimmy Kimmel. Sängerin will gleich auf einen anderen Planeten auswandern: «Wenn er gewählt wird, ziehe ich auf den Jupiter», schrieb sie auf Twitter. «Vielleicht ist es dann Zeit zu gehen», sagte auch vor der Wahl. «Ich könnte es mir leisten.» «Ich und Drake [Anm. d. Red.: Drake lebt in Kanada] werden Nachbarn, falls Trump Präsident wird», drohte auch Sänger . Wie alle anderen hat er das Land bisher jedoch nicht verlassen. Dabei wäre es für einige ganz einfach. etwa wurde in Kanada geboren. «Ich ziehe zurück in meine Heimat», sagte sie im Januar. Normalerweise verläuft der Weg umgekehrt. Zahlreiche Kanadier haben es in Hollywood geschafft. kommt ursprünglich aus Ontario. Genauso wie sein Namensvetter . Von ihnen hat aber keiner gedroht, zurückzuziehen. Wussten Sie, dass auch Kanadier ist? Ebenso , ... ... und ... ... . Für sie wäre es kein Problem, die USA nach Trumps Sieg zu verlassen. Kanada hat auch einige erfolgreiche Musiker hervorgebracht. zum Beispiel, ... ... oder - das musikalische Aushängeschild Kanadas. Mit stammt zudem eine der unbeliebtesten Bands der Welt aus Kanada. Die lokale Szene würde aber darunter leiden, wenn all die Hollywood-Flüchtlinge plötzlich in Kanada auftauchen. Kennen Sie etwa ? In Kanada wird sie gefeiert - ausserhalb kennt man sie kaum. ist in Kanada riesig. Den Sprung ins Ausland hat sie noch nicht ganz geschafft. ? Nie gehört? In Kanada lebt der Country-Sänger gut von seiner Musik. Wer weiss, was er davon hält, wenn plötzlich Miley Cyrus, Cher und all die vermeintlichen Hollywood-Exilanten in seinem Gärtchen wildern.

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Fehler gesehen?

Tja, da haben sie den Mund wohl etwas zu voll genommen. Um eine Wahl von Donald Trump zu verhindern, drohten Dutzende US-Stars, nach Kanada auszuwandern, falls dieser tatsächlich gewinnen sollte.

Miley Cyrus, Bryan Cranston und Amy Schumer – um nur einige zu nennen – kündigten alle an, die USA zu verlassen. Es ist unwahrscheinlich, dass auch nur ein Einziger von ihnen seine Drohung wahr machen wird.

«Kanada baut gerade eine Mauer»

Besonders laut war damals Lena Dunham. «Ich weiss, dass viele damit drohen. Aber ich werde es tatsächlich tun», sagte die «Girls»-Darstellerin im April. Seit dem mehr oder weniger überraschenden Sieg von Trump hat sie sich nicht mehr geäussert. Nun macht sich die Internet-Community über die leeren Drohungen lustig.


Sogar Ricky Gervais macht auf die Heuchelei aufmerksam:


Kanadische Twitterer betonen allerdings gleich, dass Hollywood-Flüchtlinge nicht wirklich willkommen sind.


Die Lösung kommt wieder von Ricky Gervais:


Miley Cyrus krebste in einem Video, bereits zurück und akzeptierte Trumps Wahl. Die meisten Stars gingen bisher gar nicht mehr auf ihre Drohungen ein. Trump hin oder her – die Konsequenzen für die eigene Karriere wären den meisten wohl doch zu gross. Auch wenn Lena Dunham behauptete, sie «könne auch von Kanada aus arbeiten» – in Hollywood zu wohnen ist halt einfach schon noch etwas gäbiger.

Auch Kanadier schaffen es in den USA

Die USA geben heutzutage in Sachen Popkultur klar den Ton an. Es gibt aber auch unzählige kanadische Stars, die im Showbusiness Fuss gefasst haben. Irgendwann geht dann ganz vergessen, dass sie eigentlich keine US-Bürger sind. Wussten Sie etwa, dass Jim Carrey Kanadier ist? Genauso wie Seth Rogen, Ellen Page, Ryan Gosling und Ryan Reynolds.

Auch beliebte Musiker wie Deadmau5, Avril Lavigne, Nickelback (minus das Adjektiv «beliebt»), Arcade Fire und Bryan Adams stammen aus Kanada. Mit Justin Bieber, The Weeknd und Drake sind sogar drei der grössten Popstars unserer Zeit Kanadier. Sie alle haben nun die Wahl, ob sie trotz Trump in den USA bleiben wollen. Allerdings hat keiner von ihnen im Vorfeld mit einer Rückkehr nach Kanada gedroht.

Neue Konkurrenz aus Hollywood?

Dann gibt es noch kanadische Künstler, die in den USA nur wenig interessieren. Haben Sie etwa schon einmal von Ria Mae gehört? Als Singer-Songwriterin wird sie in Kanada gefeiert. In den USA hat sie es noch nie in die Charts geschafft. Oder Alessia Cara: Die 20-Jährige wurde bei den kanadischen Juno Awards gerade zum «Breakthrough Artist of The Year» gekürt. Dank ihres Hits «Here» fasst sie nun langsam auch international Fuss. Bands wie Preoccupations (früher: Viet Cong), Milk & Bone oder der Country-Sänger Dean Brody hingegen haben den Sprung über die Grenze trotz Erfolg in der Heimat nicht wirklich geschafft.

Sie alle bekämen von den Hollywood-Exilanten neue Konkurrenz und sind wohl froh, wenn diese in ihrem eigenen – und Trumps – Gärtchen bleiben.

(nei)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Achim am 10.11.2016 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und jetzt?

    Dann wandert jetzt auch aus. Steht zu eurem Wort jetzt wo der böse Trump Präsident gewonnen hat.

    einklappen einklappen
  • Joe am 10.11.2016 18:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    showtime

    Diese Stars sind zu feige, ihren Worten auch Taten folgen zu lassen.

    einklappen einklappen
  • Crissy Tucker am 10.11.2016 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den Mund zu voll genommen

    Richtig unglaubwürdig diese sogenannten Stars; zuerst grosse Worte und dann kleinlaut, sie alle sollten sich schämen!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Antosch am 11.11.2016 21:11 Report Diesen Beitrag melden

    Voreilig?

    Voreilig scheinen auch die Medien zu sein! Erstens wird Trump erst im Januar Präsident und zweitens zieht man nicht innerhalb von zwei Tagen in ein anderes Land. Da könnte also durchaus noch einiges passieren.

  • IchMeinJaNur am 11.11.2016 18:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso Kanada?

    Was ist verkehrt mit Mexiko?

  • Patrick Smart am 11.11.2016 13:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grossen Worte nichts dahinter

    Grosse Worte und wie oft nichts dahinter. Ich hätte wirklich Ehrfurcht vor denen die jetzt wirklich gehen aber genauso Abscheu wenn sie beiben. Vielleicht haben sie erfahren, dass ihnen niemand nachweint und es für sie in den USA doch besser ist. Also zuerst Gehirn (sofern vorhanden) einschalten und dann reden....

  • BobOfOz am 11.11.2016 11:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auch andere haben

    ... die Klappe zuweit aufgerissen und jetzt sind sie mundtot. Haben wohl an die Vorhersagen geglaubt

  • Wakka am 11.11.2016 11:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Miley

    Die hat sich aber ganz schön aufgepimpt. Sieht aus wie ein Geschenkpackung.