Madonna und Guy

17. Dezember 2008 15:10; Akt: 17.12.2008 16:49 Print

Doch keine 100 Millionen für Guy

Madonna und ihr Exmann Guy Ritchie wollen die finanziellen Abmachungen nach ihrer Scheidung geheim halten. Angaben von Madonnas Sprecherin, die bis zu 100 Millionen Franken für Ritchie gesprochen hatte, seien nicht richtig, erklärte das frühere Paar in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung.

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Medien-Mogul Rupert Murdoch zahlte 1,16 Milliarden Franken in Anlagewerten an Ex-Frau Anna. 670 Millionen Franken: Marc Rich, Schweizer Industrieller, an seine Ex-Frau Denise. Die genauen Zahlen kennt niemand, doch Irina, geschiedene Frau des russischen Öl- und Gasmagnaten und Chelsea-Besitzers Roman Abramovitsch, hat alleine als Abfindung für ihre Ehe 305 Millionen Franken bekommen. Hinzu kommen noch die laufenden Unterhaltskosten für die fünf Kinder der beiden. Der Ex-Basketballprofi Michael Jordan versüsste seiner Frau Juanita die Trennung mit 162 Millionen Franken. Angeblich 145 Millionen Franken zahlte Schmusesänger Neil Diamond an seine Ex-Frau Marcia. Angeblich 106 Millionen Franken soll Elin Nordegren vom untreuen Golfer Toger Woods erhalten. «Jetzt kann ich endlich wieder High Heels tragen», scherzte Nicole Kidman damals nach ihrer Trennung von Tom Cruise. 104 Millionen Franken durfte sie auch gleich wegtragen. 97 Millionen Franken – so schätzt man – bezahlte Regisseur Steven Spielberg an seine erste Frau Amy Irving. Hollywoodstar Harrison Ford fand Ehefrau Melissa Methison mit 82 Millionen Franken ab. Lange hiess es, Guy Ritchie wolle «keinen Cent» vom Vermögen seiner Ex-Frau Madonna. Doch dann floss doch Geld - angeblich zwischen 73 und 89 Millionen Franken. Kevin Costner - hier mit seinen Kindern Lily, Anne und Joe, überwies seiner Ex Cindy Silva angeblich 77 Millionen Franken. Dank 58 Millionen Franken konnte sich Paul McCartney von Heather Mills lossagen. 48 Millionen Franken zahlte James Cameron seiner Ex Linda Hamilton. 43 Millionen Franken: Das bezahlte Schauspieler Michael Douglas an seine erste Ehefrau Diandra. Da wirkt Diana Princess of Wales geradezu bescheiden. Sie bekam eine einmalige Abfindung von 24 Millionen Franken und 290'000 Franken pro Jahr für laufende Kosten.

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Sie seien beide mit der finanziellen Vereinbarung zufrieden, Details würden aber nicht öffentlich gemacht. Madonnas Sprecherin Liz Rosenberg hatte am Montag erklärt, in den Zahlungen an Ritchie enthalten sei der Wert des gemeinsamen Landsitzes Ashcombe im Westen Englands.

Die englische «Daily Mirror» zitiert in ihrer heutigen Ausgabe Insiderkreise, die von 36 Millionen Franken weniger Abfindung, die Madonnas Ex-Mann Guy Ritchie bekommen soll, sprechen. Wenn dies stimmt, bleiben dem Regisseur immer noch rund 60 Millionen – weiterhin eine staatliche Summe.

Der Besitzstand des geschiedenen Paares wurde in britischen Medien auf rund 300 Millionen Pfund geschätzt.

Ein enger Vertrauter Ritchies lästert in einem Interview mit dem «Mirror» über die wahren Ziele der Sängerin: «Madonna will Guy als den Bösen hinstellen, aber das klappt nicht. Wenn ihre Angestellten sich nicht mal auf eine simple Geldsumme einigen können, kann er nicht der habgierige Geldsack sein.» Ganz im Gegenteil: Ritchie sei das Opfer des Rosenkriegs, «er ist bemüht darum, die Sache möglichst diskret zu lösen. Sie ist es, die rumzickt.»

Zickerei hin oder her, mit der oben zitierten gemeinsamen Erklärung scheint im Rosenkrieg zumindest vorläufig Waffenstillstand zu herrschen. Doch der nächste Stolperstein kommt bestimmt: Über das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder wurde Rosenberg zufolge noch keine endgültige Entscheidung getroffen.

Die Popsängerin und der Regisseur hatten am 22. Dezember 2000 in Schottland geheiratet. Seit dem 21. November sind sie geschieden, rechtskräftig wird das Urteil aber erst im Januar.

SDA/Bang