Konkurs

01. Mai 2012 22:40; Akt: 02.05.2012 10:42 Print

Dreht Achtlings-Mutter bald Pornos?

2009 war sie ein Star – nun musste «Octomom» Nadya Suleman (36) Konkurs anmelden. Sie denkt nun sogar über Pornos nach.

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Bereits kurz nach der Achtlingsgeburt im Januar 2009 fragten kritische Stimmen, wie ein Arzt bei einer bereits sechsfachen, alleinstehenden Mutter eine Fruchtbarkeitsbehandlung vornehmen konnte. Im Oktober 2009 dann wurde der Arzt, Dr. Michael Kamrava (im Bild), der Nadya Suleman zu erneutem Mutterglück verhalf, von der Amerikanischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin ausgeschlossen. Die Kinder kamen am 26. Januar 2009 zur Welt. Sie brachten zwischen 880 und 1470 Gramm auf die Waage. Das Team von 46 Ärzten und Helfern hatte «nur» sieben Babys erwartet. Ihre Augen wurden «so gross wie Untertassen», als sie das Achte entdeckte, sagte Dr. Karen Maples. Im Bild: Maliyah. Das ist Makai. Noah. Isiah. Jeremiah. Jonah. Josiah. Nariyah. Bald stellte sich heraus, dass die Achtlingsmutter bereits sechs Kinder hat. Suleman sei zudem arbeitslos, wohne in einer Drei-Zimmer-Wohnung und sei alleinstehend. Ebefalls Kritik kam aus der eigenen Familie. Die Grossmutter sei bereits am Anschlag mit der Betreuung der Sechslinge. In einem Interview sagte sie: «Das kann so nicht weitergehen.» Die Entscheidung sei unverantwortlich gewesen. Knapp drei Wochen nach der Geburt bat die Mutter im Internet um Spenden. Einen Grossteil der Kosten für die inzwischen 14 Kinder der Arbeitslosen dürften allerdings die Steuerzahler zu tragen haben – was für Empörung sorgte. Nadya Suleman erklärte in ihrem ersten Interview, sie habe versucht, die Erfahrungen als Einzelkind mit der Nähe wettzumachen, die ihre eigenen Kinder ihr bringen könnten. Nach über 100 E-Mail-Drohungen und zahlreichen gehässigen Anrufen gab auch die PR-Agentur ihre Vertretungsaufgabe wieder ab. Die Agentur hatte Nadya Suleman kostenlos vertreten. Ende Februar meldete sich ein Exfreund der Mutter zu Wort: Er wolle per DNA-Test die Vaterschaft der Babies klären lassen. Mitte März zog die Grossfamilie in ein grösseres Haus mit vier Schlafzimmern und einem grossen Garten, das der Vater der Mehrfachmutter für mehr als eine halbe Million Dollar im Bezirk La Habra kaufte. Suleman nahm die Hilfe der gemeinnützigen Gruppe «Angels in Waiting» an, die rund um die Uhr Krankenschwestern für die Pflege der Babys angeboten hatte. Bis zu 14 Helferinnen kümmerten sich täglich um die Kinderschar. Die Kritik liess nicht nach: Suleman schenke ihren Babys nach Meinung von Beobachtern zu wenig Zeit und Beachtung. Sie sei mehr an den Medien als an ihren Frühchen interessiert. Sie kümmere sich jeweils nur vor laufender Kamera um die Kleinen, warf ihr eine der freiwilligen Krankenschwestern vor. Suleman entliess die Mitarbeiterinnen von «Angels in Waiting» und heuerte eigene Betreuerinnen an. Anfang April 2009 beschädigten Unbekannte Sulemans Auto. Sie warfen vor ihrem Haus einen Kindersitz durch die Heckscheibe des Kleinbusses.

«Octomom» anno 2009: Eine Seifenoper ... nur in echt.

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«Ich musste einige schwere Entscheidungen fällen – Konkurs anzumelden war eine davon», so die Kalifornierin am Montag. «Ich muss das tun, was für meine Kinder am besten ist.» Rund eine Million Dollar Schulden soll Suleman, Mutter von insgesamt 14 Kindern, angehäuft haben. Dies auch mit einem offenbar zu luxuriösen Lebensstil – laut ihrer Coiffeuse soll sie für ihre zwei letzten Besuche 520 Dollar hingeblättert haben. Wegen fragwürdiger hygienischer Zustände im Haus und schmutziger, unterernährt wirkender Kinder zeigte diese «Octomom» Suleman beim Jugendamt an. Dieses will die Familie fortan im Auge behalten. Auch das nicht abbezahlte Haus könnte die Familie nun verlieren.

Bereits Erfahrung von Fotoshootings

Um an Geld zu kommen, ist Nadya Suleman nun sogar bereit, in einem Pornofilm mitzutun – allerdings «ohne Küssen und Berühren». Noch vor wenigen Monaten hatte sie das hoch dotierte Angebot eines Produzenten empört angelehnt. Doch im März liess sie sich bereits oben ohne für ein britisches Herrenmagazin ablichten.

Suleman hatte 2009 nach einer Hormonbehandlung Achtlinge zur Welt gebracht und wurde weltberühmt. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits sechs Kinder.

(20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Leiyla Kummer am 02.05.2012 07:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arme Kinder

    Das interessiert doch niemanden, sind nur Kinder. Wären es Tiere, die verwahrlosen, wäre schon längst eingegriffen worden. Traurige Welt.

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  • Z. Yniker am 02.05.2012 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    nichts überlegt

    Wer 8 Goofen wirft, hat sich behandeln lassen. Sollte verboten werden. Wenn die Natur "NEIN" sagt, dann sollte man Schwangerschaften nicht forcieren. Weshalb wohl haben wir unterdessen soviele Gendefekte im humanoiden Genpool? Mensch überlegt nicht, hat aber heute noch das Gefühl "die Krone der Schöpfung" zu sein. Pffff!

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  • Hans Meier am 02.05.2012 08:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wurfgroesse

    Mensch hat zwei zitzen -> durchschnittliche wurfgroesse nahe bei 1...warum belaesst mans ned einfach dabei...wie will man acht babies betreuen und geld fuer familie verdienen...das war wohl schon mit sechs schwierig

Die neusten Leser-Kommentare

  • P. Seglias, Zürich am 04.05.2012 12:00 Report Diesen Beitrag melden

    Suleiman

    Nehmt dieser irren Gebärmaschine die Kinder weg und dann kann sie Pornos drehen bis zum Gehrt nicht mehr. Diese Person ist einfach nur widerlich.

  • namea am 02.05.2012 15:56 Report Diesen Beitrag melden

    Aber hallo?

    Viele Kommentare hier sind echt daneben! Jeder weiss es mal wieder besser, jeder könnte es sowieso besser und wie es scheint, machen alle keine Fehler in ihrem Leben... von wegen: man darf nur Kinder haben, wenn man es sich leisten kann. Oder es gibt Leute, die sich Kinder wünschen und keine bekommen, sie soll die Kinder zur Adoption frei geben. Wer entscheidet eigentlich, ob wir Kinder haben dürfen oder nicht? Der Arzt trägt bestimmt genau so viel Verantwortung wie die Mutter. Und sie nur schlecht zu reden, hilft auch niemandem. Besserwisserei schützt vor Torheit nicht!

  • Luki am 02.05.2012 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Die Frau hat einen Schaden

    Habe mal eine Doku von der gesehen, die ist völlig neben den Schuhen. Hier hätte man ihr, so glaube ich schon lange die Kinder weggenommen. Sie hat definitiv einen Schaden.

    • meier am 02.05.2012 14:26 Report Diesen Beitrag melden

      no go

      vollkommen deiner Meinung, habe auch mal so eine doku gesehen, da hat es mir die haare gestreupt wie sie den kindern den Schoppen gab.... absulut nicht tolerierbar ihr verhalten!

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  • K. Luginbühl am 02.05.2012 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    Es sind die Kinder...

    ... die die leidtragenden sind. Den Ihnen fehlt die aufmerksamkeit und zuneigung der Mutter, da hilft es nicht, die Kleinen in die Obhut des Staates zu übergeben. Die Kinder hatten einen schweren Start ins Leben, und werden es noch schwerer haben Fuss zu fassen. Ich hoffe einfach, dass sie keine Bindungsschwierigkeiten oder sonstige psychischen "Schäden" davon tragen, dass sie zumindest funktionieren können und einmal selbst ein gutes Leben führen können. Der Mutter attestiere ich Mediengeilheit; auf kosten der Kinder.

    • Noro am 02.05.2012 13:24 Report Diesen Beitrag melden

      Gesundheit

      Du kannst Gift darauf nehmen, dass die Kinder psychische Schäden davon tragen werden. Nur schon der Zustand, 1 Mutter mit 14 Kindern, ist ja nicht normal. Da fehlt schon mal der Vater. Ein Mensch kann nicht mit 14 Kinder zu Recht kommen. Da kommt immer irgend einer und irgend etwas zu kurz. Dann noch die Gewissheit, dass man von der Mutter durch eine Samenspende empfangen wurde und dies nur aus Mediengeilheit. Und zu letzt natürlich die Kindheit in der Öffentlichkeit breit getreten....puh also ich kann mir nicht vorstellen, wie man da einigermassen psychisch gesund bleiben kann.Ich würds nicht

    • namera am 02.05.2012 15:51 Report Diesen Beitrag melden

      Resilienz!!!

      Das sind alles Mutmassungen. Ich habe eine Horrorkindheit erlebt mit allem drum und dran, aber trotzdem habe ich keine psychischen Schäden mehr. Es kann sich alles drehen, wer weiss schon, was die Zukunft dieser Kinder ist? Ich frag mich manchmal echt, weshalb wir diese Frau nur verurteilen, anstatt sie ernst zu nehmen und ihr wirklich zu helfen ihr Leben auf die Reihe zu kriegen. Dieser Bericht bewirkt doch nur, dass sie weiterhin in der Schublade der überforderten, nicht zurechnungsfähigen Mutter bleibt!

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  • Roman Bolliger am 02.05.2012 12:43 Report Diesen Beitrag melden

    Was für ein geldgieriger Arzt!

    Man kann nicht umhin, ein weiteres Mal empört den für die Hormonbehandlung verantwortlichen Arzt an den Pranger zu stellen. Mit seiner Geldgier und seinem offensichtlich riesigen Mangel an sozialem Verantwortungsgefühl hat er den ganzen Schlamassel mitzuverantworten. Ihm sollte die Akkreditierung entzogen werden!

    • Simon am 02.05.2012 13:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Roman B.

      Sie wollen den Ärzten die Schuld geben? Jeder ist für sich selber veratwortlich! Auch sie, falls sie mit ihrem Beruf oder mit ihrem Lohn nicht zufrieden sind!

    • Silvio Foiera am 02.05.2012 14:00 Report Diesen Beitrag melden

      @Simon

      Jawohl, ein Arzt der so unverantwortlich und geldgierig handelt, gehört zur Verantwortung gezogen. Deswegen wurde der betreffenden Arzt, Dr. Michael Kamrava, im Oktober 2009 aus der "American Society for Reproductive Medicine"ausgeschlossen und am 1. Juli 2011 die "medical license" für Kalifornien entzogen. D.h. er darf nur noch an Tieren und Pflanzen herumdoktern.

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