Kein Karrierekick

28. März 2011 16:53; Akt: 28.03.2011 17:17 Print

Dschungelcamp fast für die Katz

Schauspielerin Katy Karrenbauer hatte gehofft, nach ihrem Auftritt bei «Ich bin ein Star … Holt mich hier raus!» einige Jobangebote an Land ziehen zu können. Leider vergebens …

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Tag 16 - und damit Finale vom Dschungelcamp. Zunächst heisst es: «Time to Jay goodbye». Ha. Ha. Jedenfalls musste Jay Khan verabschiedet werden. Doch Trost naht: Indira wartet nämlich auf ihrern heldenhaften Kriegsrückkehrer. Jay bricht zusammen - wohl aus Rührung. Die heutigen Prüfungen heissen: Der Weg, der Wille und das Ziel. Thomas muss durch Terrarien kriechen und Sterne einsammeln - mit dem Mund. Und - immer noch mit dem Mund - die Sterne an die Terrarium-Wand kleben. Selbstverständlich hat es allerlei Ungeziefer in besagten Terrarien ... Beim fünften Terrarium wirds schwierig. Jede Menge Federn und Spinnen. Die fünf Minuten sind um. Ein Stern fehlt. Und Thomas sieht aus wie ein geteerter und gefederter Bandit aus einer Lucky-Luke-Story. Katys Ekelprüfung! Katy muss für die Hauptmahlzeit kämpfen. Und mit der Hauptmahlzeit kämpfen. Das australische Pendant zu einem europäischen Omelette ist ein gegorenes Entenei, angeblich. Katy hält sich die Nase zu. Und kaut. Und kaut. Und kaut ... und übergibt sich. Zitat des Jahres: «Muss ich den ganzen Penis essen?» Doch Katy schaffts. Einmal Hirschpenis runter! Statt Bloody Mary gibt es ... Kamelblut. Lecker. Peers Ekelrüfung: Er muss fünf Minuten in einem Grab verbringen, das dann luftdicht verschlossen wird. In bester Pharaonentradition wird er mit Begleitung begraben. Eine Minute ist um ... es kommen Ratten! Recht ungemütlich, das Ganze. Wasser und jede Menge Ratten. Und irgendwo drunter liegt Peer ... und kommentiert munter das Geschehen, obwohl eine Ratte ihm auf seine Nase rumkrabbelt. Danach laufen die Leitungen heiss. Bald ist die Entscheidung gefallen: Peer ist Dschungelkönig! Katy wird Zweite, Thomas Dritter. Peer Kusmagk wurde seiner Favoritenrolle mehr als gerecht. Auch die 20-Minuten-Online-Leser wählten ihn haushoch zum Favoriten - und bewiesen damit einen guten Riecher.

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Auf dem Trockenen: Der erhoffte Karriereschub nach dem Dschungelcamp blieb bei Katy Karrenbauer leider aus. «Rollenangebote habe ich durch das Dschungelcamp nicht bekommen», gestand die 48-Jährige im Interview mit der Berliner Zeitung B.Z.. Die Schauspielerin («7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug») hatte es in der RTL-Show «Ich bin ein Star … Holt mich raus!» ganze 384 Stunden ausgehalten. Als Sieger war ihr Schauspielkollege Per Kusmagk (35) hervorgegangen.

Doch auch wenn die Jobangebote ausbleiben: Katy Karrenbauer bereut ihre Entscheidung für den australischen Dschungel nicht. «Durch die Camp-Gage konnte ich meine Schulden abbezahlen. Allein deshalb würde ich es sofort wieder tun», betonte die Künstlerin, die 2009 aufgrund eines privaten Investments Privatinsolvenz anmelden musste (siehe Artikel über Promi-Pleiten: «Wo ist das viele Geld hin?»).

Neben der Schuldentilgung hatte das Dschungelcamp einen weiteren Pluspunkt: Die Aktrice ist endlich von dem Image der Knast-Lesbe weggekommen, das sie durch die Rolle der Christine Walter in «Hinter Gittern - Der Frauenknast» bekommen hatte. «Am meisten freue ich mich darüber, dass mich die Leute auf der Strasse nicht mehr mit Walter ansprechen. Sie benutzen endlich meinen richtigen Vornamen.»

(Cover Media)