Lena über ihr Image

28. Oktober 2010 10:44; Akt: 28.10.2010 10:55 Print

Ein Phänomen von Fernsehens Gnaden

Lena Meyer-Landrut mag es nicht, wenn fremde Leute ihr zu nahe kommen und sie berühren. Die Sängerin erklärt ausserdem, warum sie so wenig über ihr Privatleben verrät.

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Reaktionen auf Lenas Grand-Prix-Sieg.

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Lena Meyer-Landrut mag es nicht, wenn Unbekannte ihr zu nahe kommen. Die Sängerin mag es zwar gerne herzlich, aber bei fremden Menschen hält sie lieber Abstand. «Ich finde Offenheit und Herzlichkeit gut», erklärt sie im «ZEITmagazin». «Ich umarme auch gerne Leute, aber wenn ich jemanden noch nie getroffen habe, dann finde ich körperliche Berührungen nach zehn Sekunden nicht besonders höflich.»

Die 19-Jährige hält fremde Menschen deshalb auch gerne aus ihrem Privatleben und bemüht sich, dieses auch zu schützen. Wenn sie aber auf der Strasse angesprochen und um ein Foto gebeten wird, kommt sie diesem Wunsch zwar gerne nach, «aber natürlich kommt es am Ende ein bisschen doof, wenn ich ihnen sage, was ich sagen muss: Das Foto ist nur für private Zwecke.» Mittlerweile hat die Gewinnerin des diesjährigen Eurovision Song Contest auch mehrere Fotogesichter auf Lager, die sich aber alle sehr ähnlich sind. «Darauf lache ich immer, weil ich lachen freundlich finde», gibt sie zu.

Oft wurde schon darüber gesprochen, dass Meyer-Landrut nur wenig über ihr Leben preisgibt. Das hat aber einen einfachen Grund, wie sie verrät: «Sobald ich im Auto sitze, denke ich: Okay, die finden die öffentliche Figur Lena toll, dieses Phänomen, das durch die Macht des Fernsehens erzeugt wurde. Andere macht es glücklich, ihr Leben in den Medien mit allen zu teilen. Mich macht das nicht glücklich.» Stattdessen mache es sie glücklich, sicher zu sein. Und das bleibt auch ihr Wunsch: «Ich wünsche mir, dass ich mich in zehn Jahren auch sicher fühle.»

Dass sie im nächsten Jahr noch einmal für Deutschland beim Eurovision Song Contest antritt, setzt sie aber nicht unter Druck. «Es liegt noch keine Last auf meinen Schultern», verriet sie dem «Berliner Kurier». «Ich gehe nicht davon aus, dass das noch kommt. Ich selber mache mir jedenfalls keinen Druck. Ich glaube nicht, dass das jetzt noch mal so wichtig ist. Ich habe ja die Entscheidung getroffen, dahinzufahren, weil ich Bock drauf hatte. Und nicht, weil ich sage, du musst noch mal gewinnen.»