Alex geht in die Luft

08. Dezember 2011 12:29; Akt: 08.12.2011 14:32 Print

Eine himmlische Komödie

Er wollte doch nur spielen. Doch der Vorfall, bei dem Schauspieler Alec Baldwin aus dem Flugzeug gewiesen wurde, mutiert zu einer grotesken «Staatsaffäre».

Auch in amerikanischen Fernsehstationen ist der Fall Alec Baldwin am 08. Dezember 2011 ein Dauerbrenner. (Quelle: Youtube/E! News)
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Alec Baldwin ist frustriert und will dies am liebsten der ganzen Welt mitteilen: «Mein letzter Flug mit American Airlines. Wo pensionierte, katholische Sportlehrerinnen aus den Fünfzigerjahren einen Job bekommen», lästert der «30 Rock»-Darsteller via Twitter.

Doch der Reihe nach: Erst gestern wurde bekannt, dass der Schauspieler eines Fluges der American Airlines verwiesen wurde. Angeblich wollte er partout sein Videospiel nicht ausschalten, weshalb die Maschine der American Airlines ohne ihn startete.

«Der Passagier war extrem unhöflich»

Nachdem sich Baldwin via Twitter Luft gemacht hat, meldet sich nun auch American Airlines zu Wort: «Der Passagier war extrem unhöflich und wurde verbal ausfällig», so die Pressestelle der Fluglinie.

Baldwins Schilderung des Vorfalls klingt derweil so: «Ich wurde von der Stewardess im unfreundlichsten Tonfall angesprochen. Diese Frau wollte anscheinend ein Exempel statuieren und hatte am Ende die Oberhand.»

Die Anschläge vom 11. September sind schuld

Noch kurioser ist Baldwins Erklärung, weshalb es zum Zwischenfall kam: «Der 11. September 2001 war ein furchtbarer Tag für die Fluggesellschafts-Industrie. Im Nachhinein habe ich allerdings das Gefühl, dass Fluglinien dies als Entschuldigung nehmen, um Flugreisen so unelegant wie möglich zu machen», schreibt er in einem eigens verfassten Artikel in der «Huffington Post».

Nachdem der Schauspieler den ganzen Vorfall herablassend als «Greyhound-Bus-Erfahrung» betitelt hatte, lässt sich natürlich auch die Pressestelle des Busunternehmens nicht lange bitten: «Wir wissen nicht, ob er jemals mit einem unserer Busse gefahren ist. Wir transportieren 17.6 Millionen Menschen jährlich und wir sind sicher, dass sie seine Meinung nicht teilen», so ein Sprecher gegenüber «TMZ.com».

Aus der Mücke im Jumbojet wird ein medialer Elefant

Kurz zur Erinnerung: Der Mann musste lediglich eine Maschine später fliegen, weil er ein Scrabblegame auf seinem Handy spielte. Einen Tag später sind die Presseabteilungen einer Airline und eines Busunternehmens, die Terroranschläge vom 11. September und die Medien weltweit in den Vorfall verwickelt. Wir warten gespannt auf weitere Details zur Akte Baldwin – der vermutlich weitreichendsten Lappalie des Jahres.

(kis)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lisa Schaffner am 08.12.2011 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    Fragwürdig

    Und es gibt Menschen, die haben ernsthafte Probleme...

  • Achim am 08.12.2011 15:19 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig, aber wahr

    Die US-Fluglinien sind aber auch eine Katastrophe geworden! Ich bin schon verschiedene US-Airlines geflogen und kann bestätigen, dass das mit Freundlichkeit, Komfort und Flugerlebnis nichts mehr zu tun hat! Von Europa nach USA flieg ich nur mit Europäischen Linien, leider muss ich in den USA oft umsteigen, in eine US-Airline! Die heutigen Flugallianzen ermöglichen das, ohne dass ich mich dagegen wehren kann, auch wenn ich Swiss oder Lufthansa gebucht habe!

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  • Master Bates am 09.12.2011 01:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Versteh ich voll und ganz!

    Words with friends ist wirklich gut!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Master Bates am 09.12.2011 01:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Versteh ich voll und ganz!

    Words with friends ist wirklich gut!

  • Lisa Schaffner am 08.12.2011 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    Fragwürdig

    Und es gibt Menschen, die haben ernsthafte Probleme...

  • Achim am 08.12.2011 15:19 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig, aber wahr

    Die US-Fluglinien sind aber auch eine Katastrophe geworden! Ich bin schon verschiedene US-Airlines geflogen und kann bestätigen, dass das mit Freundlichkeit, Komfort und Flugerlebnis nichts mehr zu tun hat! Von Europa nach USA flieg ich nur mit Europäischen Linien, leider muss ich in den USA oft umsteigen, in eine US-Airline! Die heutigen Flugallianzen ermöglichen das, ohne dass ich mich dagegen wehren kann, auch wenn ich Swiss oder Lufthansa gebucht habe!

    • Denise Ferrer am 08.12.2011 16:42 Report Diesen Beitrag melden

      Regeln sind Regeln...

      ...und die gilt es zu befolgen. Egal wer oder was man ist. Handy aus, ganz einfach. Was ist daran nicht zu verstehen? Ich verpfeife auch die, die neben mir sitzen und das Handy verdecken wenn die Stewardessen kontrollieren als würde es so ausschauen das es ausgeschaltet wäre. Frechheit sowas!

    • Airliner am 09.12.2011 09:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Denise

      Handys der heutigen Generation müssten aus technologischer Sicht längst nicht mehr ausgeschaltet werden, ebensowenig wie PC oder andere Computerteile. Der Unfug geht auf die ersten Airbus Generationen zurück deren System im Cockpit nicht mit jenen der Handys kompatibel war. Es ist gerade mal ein Fall bei der FAA dokumentiert bei dem die Navigation durch den Einsatz eines Handys gestört wurde. Bei Boeing Flugzeugen war das ganze ohnehin nie ein Thema. Daran festgehalten wird lediglich dass bei Startabbruch etc keine PCs und Handys durch die Luft fliegen...

    • Denise Ferrer am 09.12.2011 10:42 Report Diesen Beitrag melden

      Trotzdem

      Es ist trotzdem eine Regel ;) Daran kannst du nicht aussetzen. bin selber Informatiker und kenne mich bestens damit aus ;) Wenn alle in der Lage sind sie zu befolgen, wo ist den das Problem? nur weil man "Promi" ist?

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