Halima Aden

30. April 2019 16:26; Akt: 30.04.2019 16:48 Print

Sie ist Burkini-Model für «Sports Illustrated»

In der Bademode-Ausgabe der «Sports Illustrated» ging es bislang um viel nackte Haut. Nun ist ein Model komplett bekleidet zu sehen.

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Halima Aden (21) ist das erste Model, das sich in der Bikini-Ausgabe der «Sports Illustrated» nicht in knapper Bademode räkelt: Sie trägt einen Burkini und einen Hijab – bis auf Gesicht, Hände und Füsse ist ihr ganzer Körper bedeckt. Halima Aden hat somalische Eltern und wuchs in einem Flüchtlingscamp in Kenia auf. Mit sieben Jahren kam sie mit ihrer Familie in die USA. An ihrer Highschool war Halima die erste muslimische Homecoming-Queen. Ihr fehlten Vorbilder mit Hijab – also wurde sie selbst aktiv. 2016 nahm sie am Miss-Minnesota-Schönheitswettbewerb teil – als erste Kandidatin mit Hijab und Burkini. Sie schaffte es ins Halbfinale. Mit ihrer Teilnahme sorgte Halima Aden für Schlagzeilen. Die Fashionwelt wurde auf sie aufmerksam und sie wurde von der Modelagentur IMG Models unter Vertrag genommen – als erstes Model mit Hijab in ihrer Kartei. Halima Aden ist nur 1,66 Meter gross, nichtsdestotrotz konnte sie bereits einige Erfolge in der Fashionwelt verzeichnen: Ihren ersten Laufsteg-Auftritt gab sie bei Kanye Wests «Season Five Yeezy»-Show. Sie schaffte es auf die Titelseiten von diversen Magazinen, im April 2018 war sie auf dem Cover der britischen «Vogue». Die Bilder für die «Sports Illustrated» wurden in Kenia geschossen, dem Land, in dem Halima geboren wurde. Sie habe währenddessen an ihre Zeit im Flüchtlingscamp gedacht, so die 21-Jährige: «Den amerikanischen Traum zu leben und nach Kenia zurückzukehren, um hier an den schönsten Orten zu shooten – das ist eine Geschichte, die niemand erfinden kann.» Die 21-Jährige ist Unicef-Botschafterin und will für Kinderrechte kämpfen: «Unicef gab mir eine Ausbildung, die mich, meine Familie und unsere Gemeinschaft stärkte. Nun will ich mich für Kinder auf der ganzen Welt einsetzen, genau wie andere das für mich getan haben.»

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Halima Aden (21) bricht mit Fashion-Konventionen: Sie ist das erste Model, das in der Bikini-Ausgabe der «Sports Illustrated» einen Burkini und einen Hijab trägt. Bis auf Gesicht, Hände und Füsse ist ihr ganzer Körper bedeckt.

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Bisher gab es in der «Swimsuit Issue» des Sportmagazins viel nackte Haut zu sehen – es wurden Frauen ausschliesslich in knapper Bademode abgelichtet. Models wie Chrissy Teigen (33) und Kate Upton (26) sind damit international bekannt geworden.

Mehr Vielfalt

Gegenüber «People» meint Chefredaktorin MJ Day zum Shooting mit Halima Aden: «Eine Frau muss nicht in eine Schublade passen, um respektiert oder gefeiert zu werden. Wenn du dich in einem String-Bikini selbstbewusst und schön fühlst – go for it. Wenn du dich in einem Burkini und Hijab so fühlst, auch gut!» Es gehe ihr darum, Individualität zu zelebrieren, denn Schönheit kenne keine Grenzen.

Auf Instagram schreibt Halima Aden: «Frauen, alles ist möglich!» Bei ihrem Job für die «Sports Illustrated» gehe es dem amerikanischen Model mit somalischen Wurzeln um viel mehr: «Es ist eine Botschaft an die Welt, dass Frauen jeglichen Hintergrunds, Aussehens und jeglicher Erziehung zusammenstehen und gefeiert werden können.»

In den Kommentaren wird Halima gefeiert, unter anderem kommentiert auch Model-Kollegin Winnie Harlow (24): «Game Changer».

Auf Twitter sind die Reaktionen überwiegend positiv – doch es gibt auch Kritiker.

Diese Userin freut sich, dass Halima Aden Grenzen überwindet.


Dass von einem «Überwinden von Grenzen» gesprochen wird, findet dieser User widersprüchlich. «Das wäre der Fall, wenn sie einen Bikini tragen würde.»


Dem stimmt diese Userin zu: Der Hijab sei ein Zeichen von Unterdrückung.


Alles nur Neid, meint diese Userin.


Das Herz dieser Nutzerin hat Halima auf jeden Fall erobert.


Was du über Halima Aden wissen musst, erfährst du in der Bildstrecke.

(afa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mann am 30.04.2019 16:33 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht zu Glauben

    Immer von Gleichberechtigung reden und dann den Islam loben!

  • Firestarter am 30.04.2019 17:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was soll das?

    seit Jahrzehnten kämpfen Frauen für emanzipation und plötzlich werden sie mit dem tiefsten Mittelalter prominent praesentiert und finden es sogar noch trendy

  • Sebastian Ru am 01.05.2019 00:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Religion muss man nicht immer unter die Nase reibe

    Wieso muss man die Religion jedem unter die Nase reiben?!

Die neusten Leser-Kommentare

  • karla link am 01.05.2019 15:13 Report Diesen Beitrag melden

    liva bikini

    wir in Demokraische Länder wollen Bikini Mode sehen und nich Burka,Nagib oder wie auf immer heisst!!!

  • Sebastian Ru am 01.05.2019 00:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Religion muss man nicht immer unter die Nase reibe

    Wieso muss man die Religion jedem unter die Nase reiben?!

  • Bene Lindenmann am 30.04.2019 20:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht von dieser Welt

    Igitt. Mit dem ganzen Vorhang in der Badi ins Wasser. Unhygienisch, eklig und gruusig!

  • Udo Ulfkotte am 30.04.2019 19:40 Report Diesen Beitrag melden

    Die Mode kommt mit den Menschen

    Muss natürlich den jungen Mädchen schmackhaft gemacht werden. Man muss sich den Änderungen im Leben stellen. Und da will man den Deutschen doch in nichts nachstehen. Schöne neue Welt die da auf uns zukommt.

  • Theodora am 30.04.2019 19:11 Report Diesen Beitrag melden

    Free Women worldwide!

    Herzlichen Dank an Sports Illustrated, dass Mittelalterliche Getue noch öffentlich zu fördern.