Royal-Hochzeit

21. Februar 2011 14:57; Akt: 21.02.2011 15:24 Print

Fergie muss leider draussen bleiben

Die Einladungen sind verschickt, die Hochzeit rückt immer näher. Sogar die Beckhams sind zur Vermählung von Prinz William und Kate Middleton eingeladen - nicht aber Tante Sarah Ferguson.

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Adelige, Politiker und Freunde des künftigen britischen Prinzenpaars dürften in diesen Tagen ihre Post besonders genau kontrollieren. Wie der Palast mitteilte, haben Prinz William und seine Verlobte Kate Middleton die Einladungen für ihre Hochzeit im April verschickt. Eine intime Feier im kleinsten Kreis wird die Trauung nicht: Rund 1900 Gäste werden zu der Hochzeit erwartet.

Wer eine der begehrten Einladungen zu der Feier erhält, ist derzeit Gegenstand wilder Spekulationen. Offiziell wurde bereits bestätigt, dass sowohl Vertreter des europäischen Hochadels sowie Diplomaten und Politiker als auch Freunde und Kollegen von William und Kate der Trauung beiwohnen werden.

Rund 50 Mitglieder der britischen Königsfamilie und etwa 40 Adelige aus Spanien, Schweden, Norwegen, Dänemark und Griechenland werden bei der Hochzeit die europäischen Monarchien vertreten. Ob Musiker wie Elton John - ein Freund von Williams Mutter Diana - oder Kanye West, der 2007 bei einem Gedenkkonzert für Diana aufgetreten war, unter den Gästen sein werden, ist noch unklar.

Die Zeitung «Sunday Express» berichtete, dass der Fussballer David Beckham und seine Frau Victoria zu den Auserwählten zählten - mit ihnen hatte sich William für die letztlich fehlgeschlagene Bewerbung Grossbritanniens um die Fussball-WM 2018 engagiert. Detaillierte Auskünfte über die Gästeliste werde es keine geben, hiess es in einer Stellungnahme aus Williams Büro. Ausserdem wird berichtet, dass Williams Tante Sarah Ferguson nach ihren Skandalen nicht eingeladen sei.

«Vorhersehbare Liste»

Nach Ansicht des Historikers Hugo Vickers lassen die bisher bekannt gegebenen Einladungen bereits darauf schliessen, dass gewöhnliche Bürger bei der Feier deutlich in der Minderheit sein werden. «Ich glaube, es zeigt, dass sie ein sehr traditionelles Paar sind», sagt Vickers. Einladungen für eine königliche Hochzeit seien schliesslich eine sensible Angelegenheit. Es gehe weniger um die persönlichen Vorlieben des Paars, als vielmehr um politische Balance und adelige Etikette. «Sie erscheint mir als eine ausgesprochen vernünftige und vorhersehbare Liste, die eine Balance schafft zwischen den Leuten, die dabei sein müssen, und den Gästen, die das Paar dabei haben möchte.»

«Gewöhnliche» Gratulanten werden sich damit begnügen müssen, als Zuschauer dabei zu sein, wenn das Hochzeitspaar am 29. April in einer Pferdekutsche auf dem Weg von der Westminster Abbey zum Buckingham Palace durch die Strassen von London gefahren wird. Für alle, die nicht in die britische Hauptstadt kommen können, wird die gesamte Zeremonie zudem live im Fernsehen übertragen. Auf dem zentralen Trafalgar Square soll aber auch eine Grossleinwand für «Public Viewing» aufgestellt werden.

Rund 200 Politiker und Diplomaten

Auf sichere Plätze dürfen Premierminister David Cameron und sein Stellvertreter Nick Clegg sowie rund 200 Abgeordnete, Diplomaten und Regierungsmitarbeiter hoffen. Zudem werden zahlreiche Staats- und Regierungschefs aus dem Commonwealth sowie die Generalgouverneure von Kanada, Australien und Neuseeland erwartet.

Doch auch Freunde, Bekannte und Kollegen des Hochzeitspaars werden der Trauung beiwohnen. Zudem soll William etwa 80 Vertreter von Wohltätigkeitsorganisationen eingeladen haben, mit denen er regelmässig zusammenarbeitet. Auch einige ehemalige Kommilitonen der Universität St. Andrews in Schottland, an der William und Kate studierten, dürften eine Einladung erhalten. Ausserdem werden wohl 30 Soldaten zu der Hochzeitsgesellschaft gehören, unter ihnen Kameraden aus Williams Seenotrettungseinheit.


(sim/ap)