Finanzreport des Palasts

25. Juni 2019 17:24; Akt: 25.06.2019 17:24 Print

Wenn Meghan Zug fährt, kostet es 37'000 Franken

Jährlich gibt der Buckingham-Palast seinen Finanzbericht preis. Darin aufgelistet: wie viel die Royals die britischen Steuerzahler kosten.

Bildstrecke im Grossformat »
Aus dem Abschluss des Finanzjahres 2018/2019 geht hervor, dass das britische Königshaus in diesem Zeitraum insgesamt umgerechnet 83 Millionen Franken an Kosten verursacht hat. Der Sovereign Grant, eine jährliche Zahlung der Regierung an die Queen (93), stellt die Finanzierung der Royals sicher. Das Budget wurde von 95 Millionen Franken (2017/2018) auf 102 Millionen Franken erhöht. Die Antwort gibts auf den nachfolgenden Slides. Die Hälfte der insgesamt 83 Millionen Franken wurde in den Umbau des Buckingham-Palastes und anderen königlichen Gebäude gesteckt. Die Renovation von Herzogin Meghans (37) und Prinz Harrys (34) neuem Zuhause kostete den Steuerzahler laut Bericht 2,9 Millionen Franken. Zwar ist die Einrichtung nicht mit einberechnet, allerdings konnten die Küche, Badezimmer, Heizung, Fussböden, Dachträger sowie neue Wasser- und Gasleitungen von den öffentlichen Geldern bezahlt werden. 28,8 Millionen Franken wurden für Lohnentgelte für 463 Vollzeitangestellte ausgegeben. 1515 Tonnen Müll – inklusive Abfall aus den königlichne Gartenanlagen und Pferdestallungen – hat der Buckingham-Palast im vergangenen Jahr recycelt. 2018/2019 wurden im Namen von Prinz Charles (70), Herzogin Camilla (71), Prinz William (37), Herzogin Catherine (37), Prinz Harry und Herzogin Meghan 123'303 Briefe verschickt. Insgesamt hat die Königsfamilie zusammen in einem Jahr rund 3200 offizielle Termine absolviert. Durchschnittlich waren die Palast-Mitarbeiter 2018/2019 nur fünf Tage krankgeschrieben. 2,8 Millionen Franken wurden für offizielle Bewirtung und Haushaltsführung veranschlagt, davon 2,1 Millionen Franken für die Versorgung von rund 160'000 Gästen. Die Rechnung für Wein und Spirituosen betrug 496'600 Franken. Die offiziellen Dienstreisen der Mitglieder der Königsfamilie verschlangen in diesem Geschäftsjahr insgesamt 5,7 Millionen Franken. Bei den Reisen gilt: «Schutz, Sicherheit, Würde, die Notwendigkeit, die effektive Nutzung der Zeit, Auswirkungen auf die Umwelt und die Kosten werden bei der Auswahl des am besten geeigneten Transportmittels berücksichtigt», heisst es in dem Report. haben mit ihrem Trip nach Kuba und in die Karibik im März 2019 die teuerste Dienstreise aller Royals unternommen. Kostenpunkt: 517'110 Franken. Ihr offizieller Trip nach Afrika im Herbst 2018 kostete 268'500 Franken, die Reise nach Frankreich und Griechenland im Mai wurde mit 198'400 Franken verbucht. Rund 248'200 Franken haben Charles und Camilla insgesamt für Privatjets ausgegeben, um zu ihrem Anwesen nach Schottland zu fliegen. Insgesamt legten Charles und Camilla für all ihre Reisen (in Grossbritannien sowie ins Ausland) 109'435 Kilometer zurück. Die Kosten all ihrer Trips 2018/2019 belaufen sich auf 1,65 Millionen Franken. Ende Juni 2018 machte (im Bild mit ESC-Gewinner 2018 Netta) eine Nahost-Reise, die 91'801 Franken verschlang. 28'960 Franken kostete der Nordirland-Trip mit dem Privatjet von im Februar. Auslandsreise nach Neuseeland, Australien und Ozeanien vergangenen Herbst kostete die Steuerzahler 100'570 Franken. Harrys Reise nach Norwegen im Februar schlägt mit 28'400 Franken zu Buche. Um von London zu ihrem Landsitz Balmoral zu gelangen, flog mit dem Privatjet. Kosten: 20'800 Franken. Fünfmal wurde der Royal-Train in diesem Jahr genutzt, was über 136'500 Franken ergibt – wobei jeder Trip um die 27'300 Franken kostete. Die im Juni 2018 (Kostenpunkt: 37'000 Franken) sowie im März 2019, als sie Westengland besuchte (Kosten: 26'600 Franken). machte die weiteren drei Trips mit dem Royal Train, der nur von Senior-Royals genutzt werden darf. Wie viel diese Reisen gekostet haben, ist im Bericht nicht aufgeschlüsselt. Durch die vielen Reisen der königlichen Familie haben sich die CO2-Emissionen verdoppelt, obwohl sich der Buckingham-Palast eigentlich vorgenommen hatte, seine Umweltbelastung zu verringern. Die CO2-Emissionen für den gesamten königlichen Haushalt stiegen von 1'687 Tonnen im Jahr 2018 auf 3'344 im Jahr 2019, obwohl der Energieverbrauch im Palast um 24 Prozent gesunken ist. Zuständige Beamte sagten, es sei bedauerlich, betonten jedoch, dass vermehrte Auslandsreisen im Namen der Regierung für den Anstieg verantwortlich seien. «Das hängt eindeutig mit fünf grösseren Auslandsbesuchen zusammen.»

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die britische Königsfamilie legt ihre Bücher offen: Jeden Sommer veröffentlicht der Buckingham-Palast einen Finanz-Report, der zeigt, für welche Royals wie viel ausgegeben wurde.

Umfrage
Was denkst du über die Kosten der Royals?

Insgesamt kosteten die Queen (93) und ihre Verwandschaft die Steuerzahler in Grossbritannien im Geschäftsjahr 2018/2019 stolze 83 Millionen Franken – 24,8 Millionen Franken mehr im Vergleich zum Vorjahr. Der Betrag wird durch den Sovereign Grant, einer jährlichen Zahlung der Regierung an die Monarchin, gedeckt.

Instandsetzung der Immobilien

Insbesondere die Erhaltung des Buckingham-Palastes und anderer Anwesen hat in diesem Jahr für Mehrkosten gesorgt. Auch die Renovierungsarbeiten im neuen Zuhause von Herzogin Meghan (37) und Prinz Harry (34) kosteten einige Millionen Franken.

Genauer: 2,9 Millionen Franken – die Einrichtung im Frogmore Cottage nicht mit einberechnet. Die soll das Paar laut «Daily Mail» nämlich aus privater Tasche bezahlt haben.

Neben den baulichen Kosten werden im Finanzbericht auch jene Ausgaben für Mitarbeiter, Kleider, Empfänge und Telefonrechnungen aufgelistet. Doch vor allem die Reisen der königlichen Familie schlagen immens zu Buche.

Mit welchen Events und Reisen die königliche Familie im Geschäftsjahr 2018/2019 am meisten Geld gekostet hat, erfährst du oben in der Bildstrecke.

(kao)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nina am 25.06.2019 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sparen?

    Aber doch nicht die Royals. Und das neueste Mitglied hat den Prinzen sicher nicht geheiratet, um sparen zu lernen. Den Briten ist ihr Königshaus viel wert. Habe 1 Jahr in England gelebt/gearbeitet und keinen erlebt, der die Kosten in Frage gestellt hätte. Man spricht nicht datüber.

    einklappen einklappen
  • MeU am 25.06.2019 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bringt mehr als es kostet (?)

    viele denken nun, das Königshaus koste nur. Aber auf der anderen Seite bringt dieses wohl Millionen, dank Tourismus-Industrie. PS: Bin aber kein Anhänger, sondern überzeugter Schweizer.

    einklappen einklappen
  • Joy am 25.06.2019 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Veraltet

    Total veraltet dieses ganze Gehabe. Die Königin tront und ihre Familie lässt es sich , dank der Steuerzahler sehr gut gehen.Aber, die Engländer jubeln ja allem und allen zu. Lassen wir sie sein ... Ist nicht unsere Geschichte.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Maus am 26.06.2019 17:31 Report Diesen Beitrag melden

    Britische Königin

    Wollte vor zig Jahren in Balmoral die Königin auf dem Vorplatz der Kirche fotografieren. Dies wurde mir verweigert mit der Begründung "die Königin sei heilig"! Aber überall ist sie abgebildet.

  • Heidihei am 26.06.2019 16:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dekadent

    Einfach nur dekadent und um die Ecke hungern Menschen.....

  • Alexa am 26.06.2019 16:06 Report Diesen Beitrag melden

    was soll's

    Hauptsache die Engländer wollen dies und schmelzen von einem Königreich dahin. Kann uns ja egal sein, wir müssen nichts zahlen.

  • peter-brunner am 26.06.2019 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Lachhaft

    Dieses royale Operettengetue ist ganz einfach fürchterlich. Die fliegenden Teller auf den Damenköpfen ist lachhaft.

    • Modistin, ich verdiene damit mein Brot! am 26.06.2019 13:34 Report Diesen Beitrag melden

      zum Glück kein Intendant & Choreograph!

      @peter brunner: Das kommt davon wenn man nichts von royalen Wissenschaften, deren Mode und Hüten versteht.

    einklappen einklappen
  • Reginald McD. am 26.06.2019 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    Mal ehrlich! Man rechne und überlege!

    Die Royals haben, inkl. einmalige Investitionen, dem Staat 83 Millionen Franken gekostet. GB hat 67 Millionen Einwohner. Das macht Fr 1.23 pro Kopf. Auf der anderen Seite kommen jedes Jahr Millionen Touristen nach GB - auch wegen der Royals, ihren Gebäuden und ihren Festivitäten; da verdienen viele Menschen und der Staat ein mehrfaches davon. Sie selbst beschäftigen ja schon 463 Mitarbeitende, die auch von diesen Geldern bezahlt werden. Also: alles in allem Peanuts und eine mehr als ausgeglichene Rechnung für GB und seine Bürger. Wahrscheinlich sind die Royals sogar eine Goldgrube für GB.

    • Daisydream am 26.06.2019 10:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Reginald McD.

      Gut, dass auch mal jemand positive Seiten sieht. Ausserdem, was regen wir uns auf. Wir müssen das ja nicht bezahlen. Wie viele Millionen kosten unsere Parlamentarier und der BR jährlich? Das würde mich schon eher interessieren. Wenn man dann diesen Betrag durch die Einwohnerzahl teilt, ist der Betrag bestimmt höher.

    • Dream Crazy am 26.06.2019 11:40 Report Diesen Beitrag melden

      @Reginald McD.

      Meine Rede. Zu dem wenn man die Kosten anschaut reisen Williams & Harry inkl. Family, etliches günstiger als Charles und diese Generation. Ich finde jedoch, dass das Königshaus den CO2 Ausgleich sich leisten könnte. Würde zumindest als gutes Beispiel voraus gehen.

    • Bescheidenheit ist eine Zier am 26.06.2019 13:39 Report Diesen Beitrag melden

      der Thronfolger reist lieber ohne ihr

      Prinz Charles reist immer mit Entourage und eigenem WC-Thron-Sitz, von den anderen Habseligkeiten ganz zu schweigen. Kein Wunder, will die Queen ihm noch nicht den Thron im Buckingham Place überlassen.

    einklappen einklappen