Aktion gegen Todesstrafe in Brunei

29. März 2019 03:59; Akt: 29.03.2019 08:19 Print

George Clooney ruft zum Hotel-Boykott auf

Im Kleinstaat Brunei wird die Todesstrafe für Homosexuelle eingeführt. Der herrschende Sultan besitzt weltweit verschiedene Luxushotels. Clooney will diese nun boykottieren.

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Hollywoodstar George Clooney hat wegen der Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle im südostasiatischen Kleinstaat Brunei zu einem Boykott von bestimmten Luxushotels aufgerufen. Diese seien im Besitz des herrschenden Sultans Hassanal Bolkiah.

In einer Gastkolumne für das Filmportal Deadline.com listete der Oscar-Preisträger am Donnerstag neun Luxusherbergen in England, Frankreich, Italien und Kalifornien auf, die der Brunei Investment Agency gehörten – darunter das vornehme Beverly Hills Hotel in Los Angeles.

Mit jedem Besuch dieser Hotels würden Gäste dazu beitragen, die Ermordung unschuldiger Menschen zu finanzieren, mahnte Clooney. Der Star verwies auf die bevorstehende Verschärfung des Scharia-Strafrechts in dem Sultanat. Falls Homosexuelle Sex miteinander hätten, drohe ihnen vom 3. April an, dass sie wie im Mittelalter zu Tode gesteinigt würden. Bisher stünden auf homosexuelle Beziehungen bis zu zehn Jahre Haft in dem Land.

Beichte des Stars

Der Sultan sei einer der reichsten Männer der Welt, schreibt Clooney weiter. Mörderische Regime könne man kaum ändern – aber man könne Banken und Unternehmen, die mit ihnen Geschäfte machen, an den Pranger stellen. Clooney räumte zugleich ein, dass er selbst unwissentlich – ohne seine «Hausaufgaben» gemacht zu haben – in einigen dieser Luxushotels bereits abgestiegen sei.

Der Schauspieler verwies auf einen früheren Promi-Boykott mit Unterstützung von Oprah Winfrey und Ellen DeGeneres, als Brunei 2014 Strafen für Schwule und Lesben verschärft hatte. Damals seien Veranstaltungen und Empfänge in den betroffenen Hotels in Los Angeles aus Protest abgesagt worden.

(scl/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nicolas H am 29.03.2019 06:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gemeinsam gegen Diskriminierung

    Eine Schande dass dies im Jahr 2019 in einigen Ländern noch strafbar ist. Tolle Geste von Herrn Clooney - hoffe dass es Anklang findt!

  • Meg am 29.03.2019 06:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach toller Mann mit Charakter

    Super ! Genau so ! Gefällt mir diese Courage!

  • Paul Trend am 29.03.2019 06:05 Report Diesen Beitrag melden

    yup

    Clooney wird mir immer sympathischer...

Die neusten Leser-Kommentare

  • K. Irchenmaus am 29.03.2019 18:06 Report Diesen Beitrag melden

    Schon vor Georg

    Ich boykottiere diese Luxushotels schon immer. Aus Protest. Gegen die Zimmerpreise.

  • Gerda am 29.03.2019 17:25 Report Diesen Beitrag melden

    Mensch sein

    Sauberes Statement!!! Und das von einem Prominenten, ... das ist doch mal gesunder Menschenverstand, BRAVO...

  • Mensch für Menschen am 29.03.2019 17:24 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig so

    Finde ich richtig. Jeder Rappen weniger, der in die Hände von menschenverachtenden Staaten/Personen fällt ist es wert. Ich boykottiere seit Jahren jegliche Staaten, die die Menschenrechte mit Füssen treten. Auch vermeintliche Tourismus-Paradiese wie z.B. Dubai oder die Emirates Airline. Als Schweizer, der in einem Land lebt, welches sich solche Mühe gibt allen gerecht zu werden (manchmal auch zu viel), kann ich es nicht verantworten den Folterstaaten noch mehr Geld in den Rachen zu werfen.

  • Marion am 29.03.2019 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    Schlimm ist...

    das Prinzessin Sarah Salleh Schweizer wurzeln hat und ihren Mann in dieser Beziehung nicht beeinflusst. Die ewig gestrigen wird's leider immer geben, weil die Religion für diese Leute unantastbar ist. Man müsste halt sein Gehirn benutzen. Ich Zolle Herrn Clooney meinen grössten Respekt er setzt sich nicht "nur" dafür ein sondern tut auch sonst viel gutes !!

  • ali baba am 29.03.2019 12:31 Report Diesen Beitrag melden

    Namen fehlen!

    Bitte die Unternehmen einfach benennen!