Lügengeschichten

09. Juli 2014 17:43; Akt: 09.07.2014 17:45 Print

George Clooney verklagt Zeitung – aus Liebe

George Clooney ignoriert für gewöhnlich falsche Zeitungsberichte über ihn, seinen Beruf oder sein Umfeld. Doch jetzt hat die britische Zeitung «Daily Mail» den Bogen überspannt.

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Im September dieses Jahres will der ewige Junggeselle George Clooney (53) seine Verlobte, die Londoner Anwältin Amal Alamuddin (36), heiraten. Über die Beziehung, die Verlobung und natürlich auch über die bevorstehende Hochzeit gab es weltweit die wildesten Spekulationen. Clooney hat die Berichte nie kommentiert, geschweige denn gegen die Urheber geklagt. Doch jetzt ist ihm der Kragen geplatzt.

Die britische Zeitung «Daily Mail» schrieb, dass Clooneys Verlobte der Religionsgemeinschaft der Drusen angehöre. Diese religiöse Minderheit ist vor allem im Libanon beheimatet, aus dem auch Alamuddin stammt. So weit, so unproblematisch. «Daily Mail» zitiert im Artikel aber auch «Freunde» der Familie, die behaupteten, dass die Hochzeit gefährlich sein könnte. Denn diese würde bedeuten, dass Amal Alamuddin aus der Gemeinschaft ausgestossen würde, ausserdem schreibt die Zeitung, dass mehrere Frauen getötet worden seien, weil sie sich nicht an die strikten Regeln der Drusen gehalten hätten. Ausserdem sei Alamuddins Mutter Baria strikt gegen die Eheschliessung.

Clooney tobt

Zu viel der Unwahrheiten für Clooney. Er reichte Klage gegen das Blatt ein. Gegenüber der amerikanischen Zeitung «USA Today» sagte er: «Die Geschichte ist komplett konstruiert. Nichts von all dem ist wahr. Amals Mutter ist keine Drusin. Sie war seit unserer Verlobung nicht in Beirut. Und sie hat überhaupt nichts gegen unsere Hochzeit.» Clooney tobte: «Religiöse Unterschiede, die nicht mal existieren, für kommerzielle Zwecke auszunutzen, ist verwerflich und zudem gefährlich. »

Clooneys Klage könnte die «Daily Mail» teuer zu stehen kommen. Das haben die Briten jetzt wohl auch begriffen und entschuldigen sich kleinlaut bei dem Schauspieler. «Wir akzeptieren Herr Clooneys Versicherung, dass die Geschichte nicht richtig ist», sagte ein Sprecher der Zeitung. «Wir entschuldigen uns bei ihm, bei Amal Alamuddin und ihrer Mutter Baria.» Der Artikel sei von einer freien Journalistin angeliefert worden, die über gute Kontakte in den Libanon verfüge und der die Redaktion vertraut habe. Der Vorfall werde untersucht. Der Artikel sei von der Website der «Daily Mail» entfernt worden.

(lme)