Die «Mail on Sunday» wehrt sich

02. Oktober 2019 07:37; Akt: 02.10.2019 14:04 Print

Harry klagt Medien wegen Anti-Meghan-Kampagne an

Prinz Harry hat die «rücksichtslose Kampagne» der britischen Klatschpresse gegen seine Frau Meghan kritisiert und rechtliche Schritte angekündigt.

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Prinz Harry kann die Artikel in der britischen Klatschpresse über seine Frau Meghan nicht mehr hinnehmen. Er kündigt rechtliche Schritte an. Bestimmte Medien würden wissentlich und in bösartiger Absicht Lügen über Meghan in die Welt setzen und hätten dies bereits seit ihrer Schwangerschaft getan. Das Ehepaar Sussex war am 24. September 2019 in Kapstadt während ihrer Südafrikereise. Hier besuchen sie die Awul Moschee in Bo -Kaap. Drei Wochen reisten Prinz Harry und Herzogin Meghan (mit Baby Archie im Bauch) im November 2018 durch Australien, Neuseeland, Fidschi und Tonga. Es war die erste grosse Royal-Tour der Sussexes nach ihrer Hochzeit im Mai 2018. Nun packt das Royal-Paar erneut die Koffer. Am Montag landen Harry und Meghan in Kapstadt. Zehn Tage wird das Paar zusammen mit ihrem Sohn Archie in Afrika bleiben, um die Partnerschaft zwischen Afrika und dem Vereinigten Königsreich zu stärken. Zu wie vielen Termin die Sussexes ihren vier Monate alten Sohn tatsächlich mitnehmen werden, steht noch nicht fest. Vermutlich entscheiden die Eltern dieses Detail der Reise spontan. Zu den wichtigen Themen der Reise zählen mentale Gesundheit, HIV/AIDS, Bildung, Arbeit sowie Rechte von Frauen und Mädchen und der Tierschutz. An den ersten beiden Tage absolvieren Harry und Meghan noch zusammen Termine. Danach reist der Prinz ohne seine Frau und seinen Sohn nach Malawi, Angola und Botswana. Vor allem Angola wird für Harry emotional werden. Wie der Palast in einer Aussendung mitteilte, wird der 35-Jährige «aus erster Hand das Erbe der verstorbenen Diana, Prinzessin von Wales, ansehen, deren Besuch von Huambo im Jahr 1997 geholfen hat, das Bewusstsein für die Gefahr von Landminen für Gemeinschaften und Lebensgrundlagen zu steigern.» Bereits im August 2013 reiste Prinz Harry nach Angola, um über die Lage der Landminen und über die gefährliche Arbeit mit ihnen zu erfahren. Meghan wird sich auf der Reise verstärkt den Themen Bildung und Gesundheit für Frauen sowie der Stärkung von weiblicher Führung in Unternehmen und anderen gesellschaftlichen Bereichen widmen. Sie bleibt vorwiegend in Kapstadt und Johannesburg. Am letzten Tag ihrer zehntägigen Reise geht es für Meghan, Harry und Archie am Abend bereits zurück nach London.

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Prinz Harry (35) ist stinksauer. In einem öffentlichen Statement auf der offiziellen Webseite der königlichen Familie erklärte er, dass er sich gezwungen sieht, rechtliche Schritte gegen britische Klatsch-Medien zu ergreifen, die ununterbrochen eine «rücksichtslose Kampagne» gegen seine Frau Meghan (38) führen würden.

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Darf die Klatschpresse Meghan so zerreissen?

Er und die Herzogin von Sussex seien glühende Verfechter der Pressefreiheit als einer Säule der Demokratie, betonte Harry in der schriftlichen Erklärung. Im Laufe des vergangenen Jahres sei jedoch eine rücksichtslose Verleumdungskampagne gegen seine Frau in manchen Medien regelrecht «eskaliert», konstatiert der Prinz.

«Kann nicht beschreiben, wie schmerzhaft es ist»

«Wir versuchen gute Miene zum bösen Spiel zu machen, aber ich kann nicht beschreiben, wie schmerzhaft das ist», schreibt Harry. Bestimmte Medien würden wissentlich und in bösartiger Absicht Lügen über Meghan in die Welt setzen und hätten dies bereits seit ihrer Schwangerschaft getan.

Er betont darüber hinaus, dass die Negativschlagzeilen über seine Frau nichts mit der Realität zu tun hätten: «Sie ist dieselbe Frau, die sie ein Jahr zuvor an unserem Hochzeitstag war, genauso, wie sie dieselbe Frau ist, die ihr während unserer Afrika-Reise gesehen habt.»

Deshalb habe er sich entschlossen, rechtliche Schritte gegen einige Medien – namentlich genannt wird die «Daily Mail» bzw. «Mail on Sunday» – zu ergreifen. «Es ist vielleicht nicht der sicherste Weg, aber es ist der richtige Weg», so Harry in seiner Erklärung.

Vergleicht Meghan mit seiner Mutter Diana

Er wolle jedoch sicherstellen, dass «sich die Geschichte nicht wiederholt», schreibt Harry zum Schluss. Damit bezieht er sich auf seine Mutter Diana an, die von Paparazzis gehetzt, bei einem Autounfall in Paris ums Leben kam.

Besonders Prinz Harry hatte stets die Klatschpresse für den Tod seiner Mutter verantwortlich gemacht. Der Herzog von Sussex bedankte sich auch für die Unterstützung der Bevölkerung.

Kosten übernimmt Meghan selbst

Die Anwälte der Anwaltskanzlei Schillings, die die Royals vertreten, teilten zudem mit, dass die Klage gegen die britische Zeitung sei seit vielen Monaten vorbereitet worden sei:

«Angesichts der Weigerung von Associated Newspapers, das Problem zufriedenstellend zu lösen, haben wir ein Verfahren eingeleitet.» Die Anwaltskosten bezahle Meghan mit ihrem eigenen Geld.

Die Zeitung bestreitet die Vorwürfe

Die «Mail on Sunday» hat sich mittlerweile zu den Anschuldigungen zu Wort gemeldet und bestreitet den Vorwurf, den Brief verfälscht zu haben.

«Die ‹Mail on Sunday› steht zu der von ihr veröffentlichten Geschichte und wird diesen Fall energisch verteidigen. Insbesondere bestreiten wir kategorisch, dass der Brief der Herzogin in irgendeiner Weise bearbeitet wurde, die seine Bedeutung geändert hat», teilte ein Sprecher der Zeitung nun mit.

Harry setzt sich erneut für Meghan ein

Es ist nicht das erste Mal, dass der Prinz Meghan gegen die britische Presse verteidigt. Bereits als er seine Beziehung zur US-Schauspielerin am 8. November 2016 öffentlich machte, verurteilte er rassistische und sexistische Berichterstattung in der britischen Klatschpresse.

(kat/kao)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Claudia eggerli am 02.10.2019 07:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    harry

    Super Harry, schön das er ein normaler Ehemann und Vater ist und seine Frau beschützt.

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  • Rita Brunner am 02.10.2019 09:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    News

    Prinz Harry kann man nur gratulieren,wenn es für seine Frau einsteht. Hass ,Hetz und Neid haben in der Presse oft mehr Platz ,als etwas,das allen Menschen gute Stimmung hinterlassen könnte.

  • Normaler Bürger am 02.10.2019 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Egal ob Promi oder nicht, Anstand gefrag

    Recht haben sie, denn "nur" weil sie prominent sind, soll sich niemand in ungebührlicher Art über die Leute her machen. Leider ist's ja nicht nur bei Promis gang und gäbe zu lästern, zu intrigieren, zu mobben. Die Gesellschaft verkommt immer mehr.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Weniger ist mehr am 02.10.2019 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    Genervt von dieser Berichterstattung

    Egal ob man Promi/Royal liebt o hasst. Es nervt einfach nur, wenn schon fast im Stundentakt über jemand berichtet wird. Es gäbe viele andere Interessente Themen, über die man berichten könnte und dafür etwas weniger Royals

  • Rita am 02.10.2019 16:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Promi

    Selber schuld. Die provoziert wos nur geht.

  • Weniger ist mehr am 02.10.2019 15:49 Report Diesen Beitrag melden

    Brauche kein Promi/Royal-Tagebuch

    Mich nervt es ganz allgemein, daß man soviel, teilw im Stundentakt über diese Leute berichtet. Daher finde ich es gut, das er sich wehrt

  • Promi oder Royals am 02.10.2019 15:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wir brauchen kein öffentliches Tagebuch

    Mich nervt diese häufige Berichterstattung sowieso. Verstehe echt nicht, wieso man teilweise schon fast im Stundentakt über die Leute berichtet. Hier gilt, weniger ist mehr. Finde es gut, wenn Er sich wehrt

  • rundumschlag am 02.10.2019 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    meine meinung

    wenn ich mich hier auf 20-min über das prinzen-pärchen informieren wollte würde auch ein negatives Bild hängen bleiben. entsprechend sollte die justiz auch gleich bei euch vorbeischauen. ich bin froh, dass es den beiden in ihrer beziehung gut geht - entgegen dem was in den medien proklamiert wird. mögen sie für immer glücklich sein!