Royal-Paar

21. August 2019 04:47; Akt: 21.08.2019 04:47 Print

Ruinieren Harry und Meghan gerade ihr Image?

Zwei Tage nach ihrem Ibiza-Trip jetteten Prinz Harry und Herzogin Meghan im Privatjet nach Nizza. Sofort hagelte es Kritik. Das Paar wird nun von Prominenten verteidigt.

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Sizilien, Ibiza, Nizza – Destinationen, an denen die Schönen und Reichen gern ihre Sommerferien verbringen. Auch Harry und Meghan gehörten im letzten Monat zu den Besuchern dieser Orte, was bei den Briten für ordentlich Kritik sorgt. Grund: Zu all diesen Feriendestinationen reisten die Sussexes, die sich stets für den Umweltschutz starkmachen, im Privatjet. Am 6. August brachen Harry, Meghan und Söhnchen Archie für eine Woche nach Ibiza auf, um den Geburtstag (er war am 4. August gewesen) der 38-Jährigen nachzufeiern. Am 12. August gings zurück nach England, damit sie rechtzeitig für ihren nächsten Trip die Koffer packen konnten. Denn: Zwei Tage nach ihrer Ankunft am Flughafen Farnborough charterten die Sussexes erneut einen Privatjet, um in die Kurzferien nach Südfrankreich zu fliegen. Dabei wollte das Royal-Paar eigentlich unentdeckt bleiben, doch Paparazzi erwischten die Familie beim Verlassen der Maschine in Nizza. Auf den Bildern ist Meghan im gemütlichen Ferien-Look zu sehen. Die Herzogin von Sussex, die ihren Sohn Archie im Arm hält, trug eine weisse Bluse, Prinz Harry hingegen ein grünes Poloshirt. Sowohl die 38-Jährige als auch der 34-Jährige entschieden sich für Kopfbedeckungen, um sich vor den lauernden Fotografen zu schützen. Drei Tage hielten sich die Sussexes an der französischen Riviera auf. In der Villa von Elton John sollen sie Ruhe und Sicherheit genossen haben, bevor es am Samstag wieder nach Windsor ging, wie weitere Aufnahmen zeigen. Beim Betreten der Privatmaschine am Flughafen in Nizza wurde die Familie nämlich erneut gesichtet. Harry trägt dabei wieder sein Cap und ein weisses Poloshirt. Auch Meghan entschied sich wieder für ein weisses Ensemble, bestehend aus Hose und Bluse. Ihren Hut liess sie dieses Mal aber im Koffer. Der Blick auf Archie wird den Fotografen allerdings verwehrt. Die Herzogin hält ihren dreimonatigen Sohn nämlich vor der Brust. Ob Harry und Meghan die Kosten für die Flüge selbst bezahlt haben oder eingeladen wurden, ist nicht bekannt. Fest steht aber: Der Flug wurde mit einer Cessna-Maschine des Unternehmens NetJets durchgeführt. Die Fluggesellschaft vermietet Privatflugzeuge an Geschäftsreisende und Gutverdiener. In Grossbritannien wird die Firma auch als «Uber der Milliardäre» bezeichnet. Nacho Figueras, ein argentinischer Polospieler und langjähriger Freund Harrys, ist einer der Besitzer der Fluglinie. Die Briten werfen dem Paar nun Scheinheiligkeit vor, da sie sich an die eigenen Forderungen, sich am Umweltschutz zu beteiligen, nicht halten. «Die Uhr tickt, wenn wir unseren Planeten unterstützen wollen», schrieben Harry und Meghan Anfang Juli auf ihrer Instagram-Seite. «Erst jetzt beginnen wir, den Schaden, den wir anrichten, zu bemerken und zu verstehen. Bei fast 7,7 Milliarden Menschen, die diese Erde bewohnen, macht jede Entscheidung, jeder Fussabdruck, jede Handlung einen Unterschied.» Ihren Worten könnten die beiden Taten folgen lassen. Schliesslich reisten Harry und Meghan auch früher oftmals mit dem Linienflugzeug in die Ferien.

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Der Privatjet

Die Sommerpause von den königlichen Pflichten wird für Prinz Harry (34) und Herzogin Meghan (38) zum absoluten Image-Gau. Grund: Anfang August flog das Paar in einem Privatflugzeug nach Ibiza. 48 Stunden nach ihrer Heimkehr nach England ging es auf Einladung von Sänger Elton John (72) nach Nizza – und zwar erneut im Privatjet.

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Vergangenen Mittwoch stiegen die Sussexes am Flughafen Farnborough in Hampshire in eine Cessna-Maschine Richtung französische Riviera.

Das Flugzeug, das laut «Daily Mail» stolze 23'700 Franken Miete gekostet haben soll, wird von NetJets als «höchster Luxus» angepriesen. Einer der Besitzer der Fluggesellschaft: Polospieler Nacho Figueras, ein langjähriger Freund Harrys.

Die früheren Reisen

Zum Vergleich: Umgerechnet etwa 120 Franken kostet ein Hin- und Rückflug-Ticket für einen der mehr als 20 Linienflüge, die von den Londoner Flughäfen derzeit täglich nach Nizza starten.

Und das Royal-Paar weiss das: Zum Jahreswechsel 2017 buchten sie nämlich die letzten drei Reihen in der Economy Class einer British Airways Maschine – ebenfalls Richtung Nizza.

Mit British Airways reiste Harry im Mai – First Class – zu einem Termin nach Rom. Und auch für ihren Australien-Trip im Herbst 2018 wählten die Sussexes eine der 14 First-Class-Suiten in einer Linienmaschine der Airline Qantas.

Die Umweltbelastung

Ihr Reiseverhalten scheint sich in jüngster Zeit also auf ein Luxus-Niveau gehoben zu haben. Mit Harry und Meghans Umweltschutz-Engagement passt das natürlich nicht zusammen.

Mit ihren vier Privatflügen in nur elf Tagen haben sie laut «Daily Mail» einen CO2-Fussabdruck von etwa mehr als drei Tonnen gehabt. Die Ibiza-Reise hatte sogar mehr als vier Tonnen.

Einen Kommentar vom Palast zu den Flugreisen gab es bislang nicht, dafür aber von Personen wie Elton John, Ellen DeGeneres und vom königliche Ex-Leibwächter Ken Wharfe.

Die Unterstützer:

Elton John:
Via Social Media holt Elton John am Montag zum Gegenschlag aus. «Ich bin zutiefst erschüttert über die böswilligen Berichte über den Privataufenthalt des Herzogs und der Herzogin von Sussex in meinem Haus in Nizza», so der Musiker.

Nach einem hektischen Jahr wollte er, dass die junge Familie Ferien im Schutz seines Hauses verbringen kann. Um ein hohes Mass an dringend benötigter Sicherheit aufrechtzuerhalten, habe er dem Paar auch einen Privatjet zur Verfügung gestellt.

«Um das Engagement von Prinz Harry für die Umwelt zu unterstützen, haben wir sichergestellt, dass der Flug klimaneutral verläuft, indem wir einen entsprechenden Beitrag zur CO2-Bilanz geleistet haben.» Wie Elton dies genau gemacht hat, lässt er offen.

Ellen DeGeneres:
Auf Instagram schreibt Talkshow-Star Ellen DeGeneres (61): «Meine Frau Portia und ich haben Prinz Harry und Meghan in England getroffen.» Die Sussexes seien bodenständige, mitfühlende Menschen. «Stellt euch vor, wie es für sie sein muss, ständig angegriffen zu werden, obwohl sie nur versuchen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.»

Pink
Auf Twitter bezieht auch Sängerin Pink (39) Stellung. «Die Art und Weise, wie sie behandelt werden, ist die öffentlichste Form von Mobbing, die ich seit langem gesehen habe. Es gerät ausser Kontrolle. Also lasst uns einfach ein bisschen freundlicher zueinander sein. Zeigen wir unseren Kindern, dass es ist cool ist, freundlich zu sein.»

Die Kritiker

Politikerin Teresa Pearce:
Die Labour-Abgeordnete zeigt sich von den Reiseplänen überrascht, «weil es nicht zu ihrem Image und ihrer Sorge um den Planeten passt», wie sie von der «Daily Mail» zitiert wird.

Ex-Bodyguard Ken Wharfe:
Ken Wharfe, ehemalige Leibwächter der königlichen Familie, findet gegenüber der «Daily Mail» schärfere Worte: «Scheinheilig. Harry kann nicht über die Auswirkungen des Klimawandels predigen, während er in einem Privatflugzeug um die Welt fliegt.»

(kao)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • murrli am 21.08.2019 05:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    scheinheilig

    Ja, wen wundert das. Alle sind scheinheilig, auch die, die hier am lautesten schreien. Die anderen sollen gefälligst etwas tun, mein eigenes Verhalten ist immer irgendwie erklärbar.

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  • Expat am 21.08.2019 05:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer hört schon auf die

    Die können ja reisen wie sie wollen. Dann aber fürs Klima predigen ist nett ausgedrückt scheinheilig. Aber passt zu Promis und Politikern. Dem Fussvolk jede Freude absprechen, sich selber aber jeden Luxus gönnen.

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  • Stirling am 21.08.2019 05:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie sollen sie sonst reisen?

    Mit dem normalen Linienverkehr? Bei ihrem Bekannschaftsgrad ein sehr schwieriges Unterfangen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • El perro am 23.08.2019 10:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komische Umfrage

    Was macht es denn für nen Unterschied, ob jemand Business oder Eco fliegt?

  • Marg am 22.08.2019 07:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Royals

    Lasst doch die beiden einfach in Ruhe und schaut, dass ihr selber das Klima sowenig wie möglich belastet!

  • Sebastian am 22.08.2019 07:43 Report Diesen Beitrag melden

    Heuchlerische Kommentierer

    was ich noch fragen wollte, hoffentlich bleibt ihr aufgebrachten Kommentierer alle in den Ferien zu Hause. Ferien ausserhalb der Wohnung und dann noch mit Auto oder Flugzeug geht dann gar nicht. Eigentlich können die 2 doch machen was sie wollen es wird immer falsch sein. Privatsphäre kennen die Paparazzi nicht und die englischen sind die penetrantesten. Ein Linienflug dürfte ein ziemlicher Spiessrutenlauf sein und das mit einem Baby. Aber solange wir nach solchen News geradezu lechzen..........

  • Sebastius Floor am 21.08.2019 20:34 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Chemtrail Flieger

    Solange es kein Chemtrail-Flieger ist, ist alles in Ordnung.

  • Ruedi am 21.08.2019 19:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Berkshire Hathaway

    Ich dachte, Warren Buffett sei der Hauptaktionär von Netjets, wie man sich täuschen kann...