Verschwundener Ex-DSDS-Star

12. September 2018 21:20; Akt: 13.09.2018 11:01 Print

Wollte Küblböck sich zur Frau umoperieren lassen?

Noch immer wird Daniel Küblböck vemisst. Nun kommen immer mehr Details und Gerüchte zu seinen letzten Stunden an Bord ans Licht.

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So zeigte sich Daniel Küblböck kurz vor seinem Verschwinden auf einem zweiten, neuen Insta-Profil: auf dem Kreuzfahrtschiff, unter dem Namen Rosa Luxemburg und als Frau. Auch in seinem Abschlussstück spielte er einen Transvestiten. Dass er von einem ... ... Kreuzfahrtschiff gesprungen sei, könne kein Zufall sein, finden User. Die Tat widerspiegle die Geschichte des Stücks, von dem er ausgeschlossen worden sei. Daniel habe seine Version von der Geschichte inszeniert, heisst es weiter. «Dass er nur Frauenkleidung auf dem Schiff getragen hat, ist auch mit diesem Stück in Verbindung zu bringen.» Daniel Küblböck betrieb einen zweiten Instagram-Account. Wie die Profilbeschreibung vermuten lässt, wollte sich der 33-Jährige einer Geschlechtsumwandlung unterziehen. Daniel beschrieb den Rosa-Luxemburg-Account mit den Worten: «Künstlerin, Schauspielerin, transsexuell». Rosa Luxemburg war Autorin und zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine bekannte Vertreterin des Marxismus und der Arbeiterbewegung. Das erste Foto auf dem Kanal, das der Sänger Anfang September veröffentlichte, zeigt Wasser und einen mit Wolken bedeckten Himmel. Möglicherweise zeigt es den Start seiner Reise mit dem Kreuzfahrtschiff AIDAluna von Hamburg nach New York. Der Dampfer ist seit dem 29. August unterwegs. Die Route des Schiffs geht von Hamburg über Bergen, die Orkney-Inseln, Reykjavik (wo dieses Bild entstand), Qaqortoq, St. John's, Halifax, Bar Harbor bis nach New York. Zwischen Qaqortoq (Grönland) und St. John's (Kanada), kurz vor Neufundland, soll Daniel am Sonntag gegen 5 Uhr Ortszeit über Bord gegangen sein. Während seiner Reise veröffentlichte Küblböck mehrere Selfies aus seiner Bordkabine. Darauf zu sehen ist er in Frauenkleidern, mit Schmuck und Make-up. An Bord des Schiffs soll er ... ... laut Bild.de wegen seines Auftretens bereits aufgefallen sein. Sogar beim Check-in soll Daniel schon Frauenkleider getragen haben. Die Selfies aus seiner Kabine versah der Künstler mit den Hashtags #Transsexuell, #Transformation und #Aida. Im Netz wird derzeit wild spekuliert, was die aktuelle Tragödie ausgelöst hat. So schreibt etwa ein User auf Instagram: «Aus Berichten ist bekannt, dass seine Mutter ihn gern als Mädchen gehabt hätte. Soweit ich weiss, geht er in seiner frühen Biografie darauf ein. Nehmen wir das als Wahrheit hin, dieses Gefühl ‹nichts wert zu sein›, nun gefolgt von dem eignen Antrieb, eben doch vielleicht der Mutter zu entsprechen, eine Frau zu sein. Es war zu viel für ihn. Traurig.» Ein anderer Nutzer glaubt, dass der Wunsch nach einer ... ... Geschlechtsumwandlung für Daniel unerfüllt blieb: «Ich gehe davon aus, dass man ihm von psychologischer Seite her die OP verweigert hat. Und die Verzweiflung so gross gewesen ist, dass er nur noch den Sprung ins Meer in seinem Dasein gesehen hat. Wer so einen Abgang macht, muss sich schon ziemlich aus der Realität verabschiedet haben.» Es handelt sich dabei natürlich um reine Spekulation. Die Hintergründe bleiben weiterhin ein Rätsel. Sein grösstes Vorbild scheint Victoria Beckham gewesen zu sein. Dieses Foto der 44-jährigen Designerin veröffentlichte er nur einen Tag vor seinem Verschwinden auf dem Zweit-Account. «Grösstes Vorbild», kommentierte Daniel das Bild und fügte vier schwarze Herzen hinzu. So zeigte sich Daniel Küblböck auf seinem anderen Instagram-Account @DanielKaiserKübelböck. Dort gab er seinen über 13'000 Followern Einblick in sein Leben an der Theaterschule in Berlin. Dieses Selfie ist das letzte Bild, das er auf diesem Kanal veröffentlichte. Es stammt vom 28. Juli.

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Was in den Stunden vor Küblböcks Sprung in den Atlantik geschehen ist, darüber kann im Augenblick nur spekuliert werden. Laut RTL sind aber neue Gerüchte aufgekommen, die direkt vom Kreuzfahrtschiff AIDAluna stammen sollen. So berichten einige Augenzeugen von teils erschreckenden Beobachtungen.

Küblkböck soll demnach bereits ein paar Tage vor dem Sprung Streit mit einem Barkeeper gehabt haben, weil er sich ungerecht behandelt fühlte. Weitere Personen berichten ebenfalls davon, dass er aufgeregt gewesen sei. Eine Reisende beschrieb ihn gar als sehr, sehr einsam.

Keine kriminelle Handlung

Eine Freundin von Küblböck sagte laut «Bunte» aus, dass er sich nach seiner Rückkehr vom Schiff zur Frau habe umoperieren lassen wollen. «Die Operation stand für ihn fest und er freute sich riesig auf diesen Schritt.» Deshalb sei er als Frau auf das Schiff gegangen.

Auch am Abend des Geschehens sei Küblböck aufgewühlt gewesen, berichtet eine weitere Reisende der Zeitschrift. Er habe laut in seiner Kabine herumgeschrien, bevor er sich von Bord gestürzt habe. Vielleicht sei er sogar verletzt gewesen. Eventuell könnten Videoaufzeichnungen mehr Licht ins Dunkel bringen, denn auf dem Schiff sind hunderte Kameras angebracht.

Was in jener Nacht tatsächlich passiert ist, ermittelt nun die kanadische Polizei. Eine kriminelle Handlung sei jedoch nicht auszumachen, sagte eine Polizeisprecherin zur «Bild-Zeitung».

(doz)