«Höchste Eskalationsstufe»

11. September 2018 18:11; Akt: 11.09.2018 18:11 Print

Hier informiert der Kapitän über Küblböck

Daniel Küblböck soll am Sonntag von einem Kreuzfahrtschiff gesprungen sein. Ein Passagier nahm die Durchsage des Kapitäns auf, nachdem der Sänger verschwunden war.

Auf dem Tonmitschnitt von Bord ist zu hören, wie der Kapitän der Aida die Passagiere frühmorgens über einen Zwischenfall informiert. (Video: Tamedia/Glomex/tz.de-Leser)

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Seit Sonntagmorgen gilt Daniel Küblböck als vermisst. Der ehemalige DSDS-Star soll vom Kreuzfahrtschiff AIDAluna gesprungen sein.

Als die Crewmitglieder bemerkten, dass der 33-Jährige fehlte, wurde umgehend der Kapitän des Schiffes über das Verschwinden informiert.

Dieser reagierte sofort und benachrichtigte auch die anderen Passagiere über den Vorfall – direkt in die Kabinen. Nun ist eine Aufnahme der Durchsage aufgetaucht, die das Onlinemedium «tz.de» von einem der Reisenden erhielt

Einsatzleiter erklärt Suchabbruch

«Wir suchen das gesamte Schiff ab»

«Wir suchen hier an Bord einen Passagier. Wir wissen zurzeit nicht, wo er sich genau aufhält. Ich habe daher entschieden, die höchste Eskalationsstufe zu wählen. Alle Besatzungsmitglieder haben sich auf ihre Notfallposition gemeldet. Wir suchen nun das gesamte Schiff ab. Entschuldigen Sie die frühe Störung, aber es ist wichtig, dass wir keine Zeit verlieren, um die Person möglichst schnell zu finden...», erklärte der Kapitän in seiner Durchsage.

Nach der Durchsage durchsuchten die Crewmitglieder sämtliche Bereiche des Schiffes. Der Kapitän entschied sich zudem, an jene Stellen zurückzufahren, wo vermutet wurde, dass der 33-Jährige über Board gegangen sei. Leider ohne Erfolg. Von Daniel Küblböck fehlt weiterhin jede Spur.

Geringe Überlebenschancen – Familie gibt Hoffnung nicht auf

Am Montag dann die nächste Hiobsbotschaft für Daniels Angehörige. Auch die Küstenwache stellte ihre Suche nach dem Entertainer erfolglos ein. Die Hoffnung, Daniel Küblböck noch lebend zu finden, schwindet mit jeder Stunde. Experten stufen die Überlebenschancen im ca. 11 Grad kalten Wasser als äusserst gering ein.

Die Familie und Freunde wollen die Hoffnung aber dennoch nocht nicht aufgeben. «Ich klammere mich jetzt nur an die Hoffnung, dass irgendwie doch noch alles gut wird», so Küblböcks Vater zur deutschen Zeitung «Bild».

(fim/bee/heute.at)