12. April 2005 07:31; Akt: 12.04.2005 07:32 Print

Jacko hat Bub «geleckt»

Der US-Popstar Michael Jackson ist durch weitere Zeugenaussagen in seinem Missbrauchsprozess unter Druck geraten. Die Mutter eines angeblichen früheren Opfers sagte vor Gericht aus, dass ihr Sohn regelmässig mit dem Sänger das Bett geteilt habe.

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Jackson habe geweint, als er sie bedrängt habe, mit dem Kind im selben Bett schlafen zu dürfen. Nachdem sie nachgegeben habe, sei Jackson wiederholt von seinem Anwesen angereist, um mit ihrem Sohn im Kinderzimmer zu übernachten, berichtete die Frau am Montag vor dem Gericht im kalifornischen Santa Maria.
Jacksons früherer Pressesprecher Bob Jones wiederum bestätigte, dass der Musiker intimen Körperkontakt mit dem selben Jungen gehabt habe. Er habe den Jungen umarmt und dessen Kopf «geleckt».
Der heute 25-jährige Mann, um den es in den beiden Zeugenaussagen ging, hatte vor mehr als zehn Jahren Missbrauchsvorwürfe gegen Jackson erhoben. Der Sänger erreichte damals eine aussergerichtliche Einigung. Er soll über 20 Millionen Dollar an den Jungen und seine Familie gezahlt haben.
Im derzeitigen Verfahren geht es zwar um einen anderen angeblichen Missbrauchsfall neueren Datums. Die Staatsanwaltschaft will aber mit der Vernehmung von Zeugen zu älteren Missbrauchsvorwürfen nachweisen, dass Jackson ein Wiederholungstäter ist.

(sda)