«The Voice»

30. Dezember 2011 13:04; Akt: 30.12.2011 13:14 Print

Jetzt wird auf die Tränendrüse gedrückt

Drogen, Armut und Einsamkeit: Bei der deutschen TV-Show «The Voice of Germany» wurde auf die Mitleidstour verzichtet – bis jetzt.

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Percy kämpft um die Gunst der «The Voice»-Jury. Seine Vergangenheit interessiert hier niemanden.

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Die erfolgreichste Casting-Show im deutschen TV punktete mit Qualität: Gute Stimmen, kein Fremdschämen und vor allem keine unnötigen Mitleids-Geschichten. Doch der «The Voice of Germany»-Trumpf scheint ausgespielt zu sein. Gleich zwei Kandidaten präsentieren ihre furchtbare Vergangenheit.

Als Querkopf mit einer unglaublichen Stimme kennen die TV-Zuschauer Percival Duke. Doch jetzt packt er emotionale Kindheitsgeschichten aus seinem Köfferchen. «Ich war eine Prostituierte», erzählte er gegenüber der Zeitschrift «In». Als er mit 15 Jahren nach New York abgehauen sei, habe er gedacht mit dem Geld seine Tanzstunden bezahlen zu können. Percy hat aber noch ganz andere Leichen im Keller: «In Berlin hatte ich mal eine Phase, in der ich nur Koks gezogen habe.»

Wo ist das alte Konzept?

Und auch Benny springt auf die Mitleids-Schiene auf. In der «Bravo» erzählt er von seiner furchtbaren Kindheit: «Ich wurde meiner leiblichen Mutter weggenommen. Weil sie wegen einer leichten Behinderung Hilfe brauchte, meinte das Jugendamt, sie könnte sich nicht um mich kümmern.» Es kommt aber noch schlimmer. Benny musste auch ohne Vater aufwachsen, er wurde in seine Heimat Mosambik abgeschoben.

Doch der härteste Schicksalsschlag erlebte der heute 20-Jährige dieses Jahr. Seine Adoptivmutter verlor im Juni den Kampf gegen den Krebs.

Was Percy und Benny erlebt haben, ist schlimm und traurig, dagegen ist nichts einzuwenden. Doch bei «The Voice» haben diese Geschichten definitiv nichts zu suchen, oder?

(los)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tony am 01.01.2012 11:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Live Konzerte

    Mehr gute festival live zeigen wie im den 80 er das rockpalast die ganze nacht musik vom feinsten und spannende interwies

  • sarah am 30.12.2011 22:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    immer das gleiche, aber mal anderst umgesetzt

    eine casting show ist darauf ausgerichtet, dass schlussendlich die zuschauer entscheiden. sprich der persönliche geschmack im vordergrund steht. man kann also nie verhindern, dass am ende nicht die stimme und das talent entscheidet, sondern das "gesamtpaket", also die persönlichkeit, die geschichte dahinter, das auftreten, das aussehen und die musikrichtung des sängers. das gilt auch für die juroren. aber immerhin sind die juroren echte profis und kommen aus verschiedenen ecken und die kandidaten können alle wirklich singen!!! und am ende lohnt es sich eh nur für diejenigen, die jetzt gute publicity bekommen und diverse produzenten auf sich aufmerksam machen können und verschiedene leute aus dem musik buisness kennen lernen. für den gewinner, der gleich nach der show single und album rausbringen soll.. für den ist schnell mal schluss. und das wird wohl auch für tvog gelten!

  • nicole am 30.12.2011 14:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht so schlimm

    warum nicht? hinter jedem mensch gibts eine geschichte...solange sie nicht übertreibt, das problem bei rtl ist, dass die geschichten während der sendung laufen und dann beim finale (das supertalent) nochmals wiederholt werden...die "the voice" kandidaten werden interviewt, dann ist ja klar das sie auch fragen zum privatleben beantworten müssen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mo Sam am 01.01.2012 18:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    The Voice!

    Diese Äuserungenen wurden ja nicht von der Show pupliziert sondern von Zeitschriften.. Also drückt nicht "The Voice"auf di Tränendrüse.. Zudem.. Alle di jetzt weiterhin in der Sow sind haben Super Stimmen! Alles ist beßer als dieser Pietro Lombardi!!! Ich freue mich auf mehr!

  • DÄN S. am 01.01.2012 15:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    TV Kostet

    Ist ja irre, das man der Meinung ist TV für kleine Interessen zu produzieren. Komerz und Quoten ist alles was zählt! Und... dann läuft die Maschinerie der Medien. Und siehe da, es funktioniert! Wir schreiben, wir äußern uns, wir bloggen, schimpfen, kritisieren usw... und merken dabei nicht mal das wir in die Hände der Medien mit spielen. Ja, ganz und gar USA. - Puppentheater - und an mir hängen auch die Fäden mit denen man mich tanzen lässt. Oder? Nur wenn man es zulässt? Happy New Year...

  • Lolipop am 01.01.2012 14:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    The Voice

    Ich finde, dass man diese Schiksale nicht erwähnen sollte, weil schliesslich zählt auch nur die Stimme und man sollte dieses Schiksal oder das Aussehen nicht beurteilen.

    • Hiol Ornella am 04.01.2012 21:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Schade

      Es geht nur die stimme die zählt, darum heißt es auch Voice und nicht wie. Wer hat die beste Geschichte typisch wenn es um Quoten geht, da ist pro7 nicht besser als Deutschland sucht denn Superstar schade

    einklappen einklappen
  • Sandro am 01.01.2012 13:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pleiten, Pech und Pannen

    Die heutige Fernsehlandschaft animiert nur noch zum Abschalten, bzw. sich Digitales Fernsehen zuzulegen. Nebst Müll, wird auch auf gewissen Sendern alles einfach mehrmals hintereinander ausgestrahlt... Good Bye gescheites Fernsehen...

  • Tony am 01.01.2012 11:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Live Konzerte

    Mehr gute festival live zeigen wie im den 80 er das rockpalast die ganze nacht musik vom feinsten und spannende interwies