Trauer in Hollywood

29. April 2019 23:12; Akt: 30.04.2019 06:58 Print

John Singleton im Alter von 51 Jahren gestorben

Mitte April erlitt der Regisseur von «2 Fast 2 Furious» einen schweren Schlaganfall. Nun hat seine Familie entschieden, lebenserhaltende Massnahmen zu stoppen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der US-Filmregisseur und Produzent John Singleton («2 Fast 2 Furious», «Boyz in the Hood», «Atemlos») ist tot. Er sei im Kreise seiner Familie und Freunden friedlich entschlafen, teilte seine Sprecherin am Montag mit. Singleton wurde 51 Jahre alt.

Der Regisseur hatte am 17. April einen schweren Schlaganfall erlitten. Der siebenfache Vater wurde in einem Spital in Los Angeles behandelt. Am Montagmorgen hatten sich die Angehörigen entschlossen, lebenserhaltende Massnahmen zu stoppen, wie die Sprecherin weiter mitteilte.

Der Tod von Singleton löste vielerorts Trauer aus. «Ruhe in Frieden mein Freund», schrieb etwa die Oscar-Preisträgerin Halle Berry auf Twitter. Sie könne es nicht fassen, dass Singleton gestorben sei, erklärte die Schauspielerin weiter. Regina King, die in diesem Jahr für das Drama «If Beale Street Could Talk» den Oscar als beste Nebendarstellerin holte, würdigte Singleton als einen «der Grössten». «Dein Geist wird ewig leuchten», schrieb die Schauspielerin auf Instagram.



Zwei Oscar-Nominierungen auf Anhieb

«Get Out»-Regisseur Jordan Peele reagierte umgehend und würdigte seinen Kollegen als «mutigen Künstler» und als «wahre Inspiration». «Seine Vision hat alles verändert», schrieb Peele auf Twitter weiter.


Weitere Hollywood-Grössen trauern um den Regisseur:




Singleton holte 1992 mit seinem Debütfilm «Boyz N The Hood» über Gewalt in einem Armenviertel von Los Angeles auf Anhieb zwei Oscar-Nominierungen. Er war der erste Afroamerikaner und zugleich der jüngste Regisseur, der in der Sparte «Beste Regie» nominiert wurde.

Danach inszenierte er Filme wie «Poetic Justice», «Shaft», «Vier Brüder» und «Atemlos - Gefährliche Wahrheit». Als Produzent brachte er unter anderem das Drama «Hustle & Flow» ins Kino.

(sda)