Sicherheitskosten

28. Februar 2020 12:44; Akt: 28.02.2020 16:33 Print

Kanada entzieht Harry und Meghan Polizeischutz

Bislang hat die kanadische Polizei den Personenschutz von Harry und Meghan unterstützt. Nun stellt die Regierung den vom Steuerzahler finanzierten Dienst ein.

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Prinz Harry (35) wurde am Dienstag im Bahnhof von Edinburgh mit Daunenjacke und Cap gesichtet. In die schottische Hauptstadt reiste er mit dem Zug von London aus und startete am Mittwoch seine voraussichtlich letzte Runde als Royal. Im internationalen Konferenzzentrum in Edinburgh sprach Harry über nachhaltigen Tourismus und wie Ferien ökologischer gestaltet werden können. Glücklich sah der Ehemann von Herzogin Meghan (38) nicht aus, als er ohne sie in Schottland anreiste. Auch an seinem Gipfel für nachhaltigen Tourismus wirkte der Prinz vor allem konzentriert. Neben dem Event in Schottland stehen noch sechs weitere royale Events an, für die sich Harry und Meghan in den kommenden zwei Wochen verpflichtet haben. Ende März tritt der Rücktritt von Meghan und Harry offiziell in Kraft. Ende letzter Woche veröffentlichte das Paar ein Statement, in dem es erklärt, welche Änderungen die Umstellung mit sich bringt. Das neue Leben der beiden, die künftig keine ranghohen Mitglieder der britischen Königsfamilie mehr sein werden, bleibt aber anfangs unter Beobachtung der Krone: Nach zwölf Monaten werden die Entwicklungen überprüft. Eine grosse Veränderung, an die sich wohl auch Fans zunächst gewöhnen müssen: Offiziell bleiben die beiden zwar His Royal Highness The Duke of Sussex und Her Royal Highness The Duchess of Sussex. Harry und Meghan verzichten jedoch künftig darauf, die Titel aktiv zu nutzen. Auch das Sussex-Royal-Branding verschwindet bald: Es ist dem Paar in Grossbritannien untersagt, das Wort «Royal» weiterhin zu nutzen. Und obwohl es international diesbezüglich kein Verbot gibt, wird auch ausserhalb von Grossbritannien künftig auf jegliche Varianten von «Sussex Royal» und «Royal» verzichtet. Ihre Schirmherrschaften – inklusive jenen, die als «royal» klassifiziert werden – behalten Meghan und Harry. Somit wird sich das Paar auch künftig um zahlreiche Charity-Projekte kümmern. Zu Harrys Schirmherrschaften gehört unter anderem die Rhino Conservation Botswana. Seit Jahren setzt sich der 35-Jährige zudem für den Rugby-Sport ein. Als Patron der Rugby Football League wagt sich Harry bei offiziellen Auftritten auch ab und zu selber aufs Feld. Als Schirmherr der Invictus Games bestreitet Harry viele öffentliche Auftritte. Während seiner Reise nach Australien wagte er sich sogar, gemeinsam mit anderen Repräsentanten der paralympischen Sportveranstaltung, die Sydney Harbour Bridge zu besteigen. Zusätzlich zu den bestehenden Engagements arbeite das Paar momentan auch daran, eine eigene Non-Profit-Organisation aufzubauen, heisst es im Statement. Seit Januar 2019 ist auch Meghan alleinige Schirmherrin verschiedener Projekte und Organisationen. So unterstützt die 38-Jährige beispielsweise Smart Works; eine Organisation, die Frauen mit kostenloser Kleidung für Vorstellungsgespräche ausstattet. Tierschutz lag Meghan schon am Herzen, bevor sie in die britische Königsfamilie einheiratete. Als offizielle Schirmherrin der Charity-Organisation Mayhew setzt sie sich heute für das Thema ein.

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Die Regierung Kanadas wird nicht länger die Sicherheit von Prinz Harry (35) und seiner Ehefrau Meghan (38) zahlen. Die Unterstützung für den Personenschutz des Paars werde «in den kommenden Wochen» eingestellt, teilte das Sicherheitsministerium am Donnerstag in einem Statement mit.

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Noch würden der Herzog und die Herzogin von Sussex als international zu schützende Personen betrachtet, weshalb Kanada verpflichtet sei, für ihre Sicherheit zu sorgen. Seit November wurde der Schutz von der kanadischen Polizei gewährleistet. Dies werde sich aber mit dem Ende ihrer royalen Verpflichtungen am 31. März ändern.

«Noch nie da gewesene Umstände»

Das Paar hatte Anfang Jahr bekannt gegeben, dass es von seinen Pflichten als ranghohe Mitglieder der britischen Königsfamilie zurücktreten werde. Künftig wollen Harry und Meghan das Familienleben mit Sohn Archie (10 Monate) geniessen und zwischen Kanada und Grossbritannien pendeln.

Mit ihrer Entscheidung, sich zeitweise in Kanada niederzulassen, hätten Harry und Meghan die Regierung des Landes «mit einzigartigen und noch nie da gewesenen Umständen» konfrontiert, schrieb Sicherheitsminister Bill Blair (66) in einer Erklärung.

Der kanadische Steuerzahlerbund hatte heftig kritisiert, dass die Regierung die Security von Harry und Meghan unterstützt. Die Kosten dafür wurden durch Steuergelder gedeckt. Medienberichten zufolge belaufen sich die Sicherheitskosten von Meghan und Harry auf umgerechnet über 20 Millionen Franken.

(anh/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martial2 am 28.02.2020 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ist genug Geld vorhanden!

    Kanada reagiert richtig. Wenn diese zwei "Royals" Polizeischutz für ihre Sicherheit wollen, dann können sie's selber berappen. Kanada hat nicht auf diese zwei gewartet...!

  • Auswanderin am 29.02.2020 02:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtig so

    Verständlich. Andere reiche und prominente Bürger müssen ihre Sicherheit auch aus dem eigenen Sack bezahlen. Das gleiche muss für Harry und Meghan gelten. Geld ist genug vorhanden.

  • Paul Ratgeb am 28.02.2020 19:08 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig

    Richtig so. Den Schutz sollen sie selbst bezahlen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Chris Ritter am 01.03.2020 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ihr

    Wunsch...ihre Rechnung...

  • Güni S. am 01.03.2020 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Prinz?

    Warum berichtet ihr immer noch von "Prinz" Harry?? Harry hatte öffentlich darum gebeten, nur noch mit "Harry" angesprochen zu werden. Sehr speziell euer Journalismus.

  • royal am 29.02.2020 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    richtig so

    richtig so

  • Gregy am 29.02.2020 10:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Royals

    Wir Normalos haben auch keinen Polizeischutz, und sie wollen doch jetzt auch so sein...... warum also so viel Steuergelder

  • Laura am 29.02.2020 02:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    selber zahlen

    Diese beiden sollen gefälligst selbst für die Security und alles andere bezahlen. das hat die Regierung Kanadas gut gmacht